Die Sektion Oberland des Deutschen Alpenvereins (DAV) e. V. ist eine Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV), die am 13. Januar 1899Jahresberichte Sektion Oberland (PDF; 744 kB) Seite 6 gegründet wurde und in München ansässig ist. Mit Mitgliedern (Stand: ) zählt sie zu den mitgliederstärksten Sportvereinen Deutschlands sowie nach dem FC Bayern München und der Sektion München des Deutschen Alpenvereins zu den drei größten Vereinen Münchens.
Im Rahmen einer Kooperation mit der Sektion München des Deutschen Alpenvereins arbeiten die beiden größten Sektionen des Deutschen Alpenvereins zusammen und gehören damit zu den zehn mitgliederstärksten Sportvereinen der Welt.
Grundsätzliches Die Sektion wurde am 13. Januar 1899 gegründet. Am 28. Juli 1999 wurde eine enge Kooperation mit der Sektion München beschlossen und nach und nach umgesetzt. Dies beinhaltet unter anderem die Möglichkeit gegenseitiger kostenloser Mitgliedschaft in der jeweils anderen Sektion (Plus-Mitgliedschaft), ein gemeinsames Veranstaltungsprogramm, einen Internetauftritt sowie eine Mitgliederzeitschrift.
Die Sektion betreibt eine Servicestelle am Isartor in der Münchner Innenstadt, 17 Hütten sowie mehrere Kletteranlagen, darunter mit 23 anderen Sektionen zusammen das DAV Kletter- und Boulderzentrum München-Süd. 2022 hatte der Verein 9,6 Millionen Euro Einnahmen und dem Wert gegenüberstehend Ausgaben von 11,3 Millionen Euro. Viermal jährlich erscheint die Mitgliederzeitschrift alpinwelt. Ein Newsletter informiert alle Interessieren alle zwei Wochen über aktuelles im Verein. Zudem ist die Sektion gemeinsam mit der Sektion München auf Instagram, Facebook und TikTok aktiv.
Serviceleistungen Die Sektion bietet zusammen mit der Sektion München ein Ausbildungs- und Tourenprogramm mit etwa 2500 Kursen und Touren pro Jahr an und gibt je einmal jährlich ein Kinder- und Jugendprogramm für 6- bis 16-Jährige sowie das Programm Mountains & More für 17- bis 27-Jährige heraus.Kurse, Touren, Veranstaltungen alpinprogramm, auf alpenverein-muenchen-oberland.de
In der Servicestelle kann Ausrüstung für nahezu jede Bergsportart ausgeliehen werden und die Sektion betreibt eine Leihbibliothek. Zusätzlich können sich Mitglieder vor Ort umfangreich beraten lassen.
Tätigkeitsbereiche Die Sektion beziehungsweise deren Untergruppen sind u. a. aktiv in den Bereichen: Wandern Bergsteigen Klettern Mountainbike Ski/Snowboard Wassersport (Kajak; in Kooperation mit dem ESV München e. V.) Natur & Umwelt
Geplante Verschmelzung mit der Sektion München Im Herbst 2025 beschlossen die Mitgliederversammlungen der Sektionen München und Oberland, eine Verschmelzung der beiden Sektionen in die Wege zu leiten. Seitdem arbeiten verschiedene Gremien und Arbeitsgruppen beider Sektionen unter Beteiligung aller Mitglieder an einem Verschmelzungsvertrag und an Satzung und Struktur der neuen, gemeinsamen Sektion. Am 19. Juni 2027 sollen die Ergebnisse dieser Arbeit in einer Verschmelzungsversammlung final abgestimmt und genehmigt werden.
Sektionsvorsitzende miniatur|Historisches Logo der Sektion Oberland Eine chronologische Übersicht über alle Vorsitzenden der Sektion seit Gründung. Amtszeit Präsident 1899–1905 Edmund Ammon 1905–1911 Fritz Schliessl 1912–1948 Adolf Sotier 1948–1949 Richard Pflaum 1949–1953 Heinz Außerbauer 1953–1955 Gottfried Stumpf 1955–1963 Heinz Außerbauer 1963–1974 Hans-Heinz Herold 1974–2001 Klaus Preuss 2001–2019 Walter Treibel seit 2019 Matthias Ballweg
Ortsgruppe Prag Die am 9. Juli 1870 in Prag im damaligen Königreich Böhmen unter anderem von Johann Stüdl gegründete Sektion Prag, seit 1950 mit Sitz in Münchener Exil, löste sich zum 1. Januar 1992 auf. Sie brachte ihre vier Hütten: Alte Prager Hütte, Neue Prager Hütte, Johannishütte und Stüdlhütte mit in die Sektion. Die ehemaligen Mitglieder bildeten eine Ortsgruppe der Sektion Oberland, welche regelmäßig auf der Praterinsel im Alpinen Museum Versammlungen abhalten.
Hütten Die Sektion Oberland betreibt sieben bewirtschaftete sowie zehn unbewirtschaftete Hütten.
Bewirtschaftete Hütten Falkenhütte, (Falkengruppe, Karwendel) (erbaut 1921–1923) Johannishütte, (Venedigergruppe) (erbaut 1857) Lamsenjochhütte, (Hinterautal-Vomper-Kette, Karwendel) (erbaut 1906) Oberlandhütte, (Kitzbüheler Alpen) (erbaut 1928) Riesenhütte, (Chiemgauer Alpen) Stüdlhütte, (Glocknergruppe) (erbaut 1868) Vorderkaiserfeldenhütte, (Kaisergebirge)
Selbstversorgerhütten Aste Reitbichl (Karwendel) auf Bayerische Wildalm (Brandenberger Alpen) auf Blankensteinhütte (Bayerische Voralpen) auf Brunntalhütte (Chiemgauer Alpen) auf Gründhütte (Bayerische Voralpen) auf Haunleiten (Bayerische Alpen) auf Reitbichlhütte (Karwendel) auf Siglhütte (Bayerische Voralpen) auf Winkelalm (Kaisergebirge) auf Winklmoosalm (Chiemgauer Alpen) auf
Ehemalige Hütten Alte Prager Hütte (seit 2013 im Besitz des Deutschen Alpenvereins, seit 2009 außer Betrieb, seit 2019 ein Alpines Museum) Neue Prager Hütte (seit 2013 im Besitz des Deutschen Alpenvereins) Jubiläumshütte Kloaschaualm (Bayerische Voralpen) auf
Kletteranlage Kletterbrocken UnterschleißheimAlpenverein-Muenchen-Oberland.de: Kletterbrocken Unterschleißheim Boulderwand Riesige Rosi Kletterturm Taufkirchen
Weblinks Sektion Oberland Sektionsschriften der Sektion Oberland (Digitalisate der Bibliothek des DAV)
Satzung der Sektion Oberland
Einzelnachweise
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