Muhammad ibn Mahdi al-Hussaini asch-Schirazi (, auch al-Shirazi; * 31. August 1928 in Nadschaf; † 17. Dezember 2001 in Ghom) war ein irakischer prominenter Kleriker (Großajatollah) mit mehr als 1200 Buchveröffentlichungen aus den Bereichen Jurisprudenz, Theologie, Politikwissenschaften, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften und Menschenrechte.

Leben Muhammad Schirazi wurde 1928 (Jahr 1347 des Islamischen Kalenders) im irakischen Nadschaf in eine Familie traditionsreicher schiitischer Kleriker geboren. Mitglieder seiner Familie waren häufig Kleriker, einige von ihnen hatten den Status eines Mardschaʿ-e Taghlid erlangt, so Mohammad Hasan Schirazi und Muhammad Taqi Schirazi. Sein Vater, Großajatollah Mehdi Schirazi war der Mardschaʿ-e Taghlid seiner Zeit. Die Familie führt ihre Herkunft auf den Propheten Mohammad zurück. Großajatollah asch-Schirazi starb 2001. Sein Vermächtnis wird bewahrt und weitergeführt durch die von ihm gesetzten Hawza. Schirazis Bruder Sadiq Hosseini Schirasialshirazi.com, der ebenfalls religiöse Autorität verkörpert, trägt Gedanken und das Vermächtnis seines Bruders weiter.www.shirazi.org.uk

1971 ging asch-Schirazi aus dem Irak in den Libanon, um von dort aus seinen Widerstand gegen die Baath-Partei fortzusetzen, die seit 1971 die Macht im Irak innehatte. Später lebte asch-Schirazi in Kuwait und migrierte 1979, nach dem Beginn der Revolution im Iran in die iranische Stadt Ghom. Seinem Aufenthalt in Kuwait werden Auswirkungen auf den ökumenischen Dialog zwischen Sunniten und Schiiten nachgesagt.

Zu den wesentlichen Zielsetzungen, die asch-Schirazi angestrebte, waren Freiheit, insbesondere Meinungsfreiheit, politische Pluralität, Vergebung von Schuld, Toleranz und allumfassende Herrschaft des Islam.

Islamische Revolution im Iran asch-Schirazi unterstützte den Sturz des Schahs Mohammad Reza Pahlavi und die Machtergreifung durch Ajatollah Ruhollah Chomeini im Iran. Im Unterschied zu anderen hochgestellten Persönlichkeiten des Islams übernahm asch-Schirazi kein öffentliches Amt und äußerte auch Kritik an Missständen nach der Revolution.

Verfolgung im Iran Anhänger Schirazis erleiden im Iran andauernde Verfolgung.See also Reza Afshari, Human Rights in Iran, 2001. So wurde einer der Söhne Schirazis' Morteza 1995 für 18 Monate verhaftet. Nach der Haft ging er nach Syrien, wo er um politisches Asyl nachsuchte.FDI Newswire Number 36, 18. Februar 1997 Die Verfolgung und Folterung von Seyd Morteza Schirazi wurde in einem 34-seitigen Offenen Brief durch Ahmad Azari Qomi in Massenmedien außerhalb Irans (so in der Londoner Zeitschrift Nimroozb) öffentlich gemacht. Als Folge fielen der Großajatollah Ahmad Azari Qomi und Hossein Ali Montazeri bei der iranischen Staatsführung unter dem Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamene’i in Ungnade.

Amnesty International berichtet über die Angriffe des politischen Establishments Irans auf die Anhänger Schirazis wie folgt:

Veröffentlichungen The Qur’an When was it compiled? The Family On the question of the Bible and Christianity War, Peace & Nonviolence: An Islamic Perspective Islamic Beliefs For All Hajj: Duties and Rulings If Islam were to be established The Islamic System of Government Aspects of the Political Theory of Ayatollah Muhammad Shirazi

Weblinks Link to his English books online.

Einzelnachweise

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