Henky Hentschel (* 1940 in Ulm; † 20. August 2012 in Havanna) war ein deutscher Schriftsteller.
Leben
Henky Hentschel studierte Soziologie und Ethnologie. 1970 war er Mitgründer der Großkommune „Release Heidelberg“, der ersten deutschen Drogenhilfeeinrichtung.Kai Krüger: Sprechstunden zum Nulltarif. In: Die Zeit, Nr. 49/1972 Auf der italienischen Insel Elba bewirtschaftete er anschließend 13 Jahre lang einen ökologischen Bauernhof. , Autorenkurzporträt auf der Website des Verlags Hoffmann & Campe, abgerufen am 22. August 2012
Er war als Fernsehautor für das ZDF (für Sendungen wie aspekte, Impulse sowie für Dokumentationen), das WDR Fernsehen und den Süddeutschen Rundfunk tätig, sowie als Printautor für diverse Zeitschriften (zum Beispiel SternFür Fidel zum 80. - Aufgeschoben ist nicht aufgehoben von Henky Hentschel In: Stern vom 13. August 2006, Spiegel, PlayboyHenky Hentschel: Fidel Castros Gladiatoren, Reportage über den Boxsport in Kuba, in: Playboy vom März 2002, Die GazetteHenky Hentschel: Kubanische Grundwerte (PDF; 601 kB), in: Die Gazette Nr. 4 vom Dezember 2004, abgerufen am 22. August 2012, Tempo, GEO, Merian) sowie verschiedene Tages- und Wochenzeitungen (z. B. ZeitTrauriger Salsa von Henky Hentschel In: Zeit Online vom 11. August 2006, Süddeutsche Zeitung, Die WocheHenky Hentschel: Kein Insulin für die Zuckerinsel, in: Die Woche vom 16. Oktober 1995, Preußische Allgemeine ZeitungDie andere Demokratie von Henky Hentschel In: Preußische Allgemeine Zeitung vom 14. Mai 2005) und andere Medien.Montagsenergie von Henky Hentschel Carilat vom 5. April 2009Kubanische Metamorphosen von Henky Hentschel Bundeszentrale für politische Bildung vom 8. Januar 2008
Er veröffentlichte zahlreiche Bücher unterschiedlicher Genres, die sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene richten, und in denen er seine Faszination für die Karibik oder auch eigene Lebenserfahrungen als Glücksspieler und Aussteiger verarbeitete.
Henky Hentschel lebte und arbeitete seit 1990 in der Karibik (Guadeloupe und Guatemala) und seit 1994 in Havanna, wo er am 20. August 2012 unter nicht bekannten Umständen verstarb. Er ist auf dem Cementerio Cristóbal Colón in Havanna begraben.
Der Fotograf und Journalist Sven Creutzmann schrieb in seinem Nachruf in der Süddeutschen Zeitung:
Hentschel zu Ehren trägt eine Eckkneipe in der Altstadt von Havanna den Namen „Henky’s Bar“.Beate Schümann: Merian Momente Reiseführer Kuba. Gräfe und Unzer, München 3. Auflage 2018, S. 76
Buchveröffentlichungen Henky Hentschels 2036, (Roman) Grüne Kraft/Grüner Zweig, Werner Pieper’s MedienXperimente, Löhrbach 1977 Capoliveri, Dürr, 1982 Auf dem Zahnfleisch durch Eden: Wohin einer kommt, wenn er geht, Heyne Verlag, München 1984 Nadelstreifen. Eine Ent-Täuschung mit Rückfällen, (Roman) Heyne, München 1985 Die Traumtränenmaus, (Kindererzählung) Franckh-Kosmos, 1986, ISBN 978-3-440-05587-8 Jan Tatlins Drachenjagd, Verlag an der Este, Buxtehude 1990, ISBN 978-3-926616-48-7 Jajas Klau. Vom Zaubervogel der Karibik, (Roman) Verlag an der Este, Buxtehude 1991, ISBN 978-3-926616-44-9 Die Häutung, (Roman) Piper, 1994, ISBN 978-3-492-03680-1 Briefe aus Havanna mit Fotos von Armin Neusius Hörbuchversion (gekürzt), Hoffmann und Campe, 2007, ISBN 978-3-455-30514-2
Die Hunde im Schatten des Mandelbaums, Beltz-Verlag, 1996, Einmalige Sonderausg., ISBN 978-3-407-78725-5 Die Charlies haben die Märchen geklaut, (Kinderroman) Kerle, Freiburg 1997, ISBN 978-3-451-70004-0 Ramóns Bruder, (Jugendroman) Beltz und Gelberg, 1997, ISBN 978-3-407-78762-0 (mit Siegmar Münk) Wie das Nashorn zum Horn und die Schlange zur Klapper kam, (Kurzgeschichten) Rowohlt, Reinbek 1998, ISBN 978-3-499-20851-5 (mit Fotos von Sven Creutzmann) Salsa einer Revolution, Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins 1999 Zock: das Spiel, der Kick, der Absturz, Edition Rauschkunde, Pieper and the Grüne Kraft, Löhrbach 2003, ISBN 978-3-930442-70-6 Mexikanische Rosskur oder: am Stillen Ozean, Kulturmaschinen, 2009, ISBN 978-3-940274-16-8
Fernseh-Dokumentationen Reisen in die Utopie, über Bewusstseinsdrogen in der Bundesrepublik Deutschland, ausgestrahlt im ZDF am 9. August 1970.Diese Woche im Fernsehen, in: Der Spiegel vom 3. August 1970, abgerufen am 22. August 2012
Auszeichnungen 1991: „Preis der Leseratten“ des ZDF für Jajas Klau auf der Website des Verlags an der Este
Weblinks
Offizieller Webauftritt Henky Hentschel Facebook-Seite mit Erinnerungen an Henky Hentschel
Einzelnachweise
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