Die Schnellpressenfabrik Bohn & Herber war eine 1873 von Johann Bohn und Adolf Herber in Würzburg gegründetes Unternehmen zum Bau von Druckmaschinen. 1937 wurde das Unternehmen von Koenig & Bauer übernommen.
Geschichte 1850 trat der Hallgartener Kaufmann Johann Carl Bohn als Teilhaber in die Firma Maschinenfabrik Klein, Forst & Bohn, Johannisberg ein, die seit 1847 erste Schnellpressen für den Druck produzierte und ab 1867Horst-Günter Wagner: Die Stadtentwicklung Würzburgs 1814–2000. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1301, Anm. 1301. Dampfmaschinen und Brücken. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten verließ Bohn 1871 das Unternehmen und gründete 1873 mit Adolf Herber aus Eltville in Würzburg die Schnellpressenfabrik Bohn & Herber im in Bahnhofsnähe gelegenen Stadtteil Grombühl. Ziel war der Bau von einfachen und preiswerten Schnellpressen. 1880 waren etwa 70 Personen in der Maschinenfabrik Bohn beschäftigt.Horst-Günter Wagner (2007), Band 1, S. 411, und Band 2, S. 1301, Anm. 91. Ab 1891 fertigte Bohn & Herber Tiegeldruckpressen mit schwingendem Fundament mit Neuerungen am Cylinderfarbwerk die unter der Nummer DE66029 patentiert wurden.
1937 übernahm der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer Bohn & Herber.
Eine Stoppzylinder Schnellpresse von Bohn & Herber aus dem Jahr 1890 findet sich ausgestellt im Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek.
Eine halbautomatische Steindruckmaschine von Bohn & Herber aus dem Jahr 1895 ist im Museum für Drucktechnik in Rankweil (Vorarlberg) ausgestellt. Ursprünglich war diese Maschine zum Druck vom Ampullenbeschriftungen in der Basler Pharmazieindustrie eingesetzt.
Eine Stopp- oder Haltzylinderpresse vom Typ Accidenz N° 5 der Firma Bohn & Herber aus dem Jahr 1900 wird im Druckmuseum Grevenmacher in Luxembourg ausgestellt. Sie gehört zur ersten Generation von Schnellpressen.
Firmenschriften finden sich im Archiv des Deutschen Museums.Firmenschriften – B. ;Deutsches Museum.
Literatur Boris Fuchs: Deutscher Drucker 17 (9. Juni 2005), S. 50 – Online-Version: Journal für Druckgeschichte, Neue Folge 11 (2005), Nr. 2, S. 50
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemaliger Druckmaschinenhersteller Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Würzburg) Kategorie:Unternehmensgründung 1873 Kategorie:Aufgelöst 1937 Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Würzburg)