mini|Vilija Blinkevičiūtė (2012) Vilija Blinkevičiūtė (* 3. März 1960 in Linkuva, Rajon Pakruojis, Litauische SSR) ist eine litauische Politikerin (LSDP). Von 2021 bis 2025 war sie Vorsitzende ihrer Partei. Seit 2009 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments. Zuvor war sie von 2000 bis 2008 Sozial- und Arbeitsministerin Litauens sowie von 2004 bis 2009 Mitglied des Seimas.

Leben 1978 absolvierte Vilija Blinkevičiūtė mit der Goldmedaille als Auszeichnung das Abitur an der Mittelschule Linkuva sowie von September 1978 bis Juni 1983 das Diplomstudium der Rechtswissenschaften an der Juristischen Fakultät der Universität Vilnius in Saulėtekis der litauischen Hauptstadt Vilnius.

Von 1983 bis 1990 war Vilija Blinkevičiūtė Revisorin des Sozialschutzministeriums Sowjetlitauens, Oberinspektorin an der Pensionenabteilung der Pensionenamt, von 1990 bis 1994 Konsultaltin der Abteilung für Regulierung der Arbeitsverhältnisse des Sozialschutzministeriums Litauens, danach Oberjuriskonsult, von 1994 bis 1996 Ministeriumssekretärin des Sozialschutz- und Arbeitsministeriums Litauens, von 1996 bis 2000 stellvertretende Sozialschutz- und Arbeitsministerin, vom 9. November 2000 bis 9. Dezember 2008 litauische Sozialschutz- und Arbeitsministerin.

Blinkevičiūtė war Kandidatin der Partei Naujoji Sąjunga bei der Präsidentschaftswahl in Litauen 2004, verpasste jedoch den Einzug in die Stichwahl. Von 2004 bis 2009 war sie Mitglied des Seimas. Seit 2009 ist sie Mitglied des Europäischen Parlaments. Blinkevičiūtė war in der 7. Legislaturperiode (2009–2014) Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres und im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter. Sie war zudem stellvertretende Vorsitzende der Delegation im Ausschuss für parlamentarische Kooperation EU-Ukraine und in der Parlamentarischen Versammlung EURO-NEST und stellvertretende Delegierte in den Ausschüssen für parlamentarische Kooperation EU-Kasachstan, EU-Kirgistan und EU-Usbekistan sowie für die Beziehungen zu Tadschikistan, Turkmenistan und der Mongolei.

In der 8. Legislaturperiode (2014–2019) war sie stellvertretende Vorsitzende und später Vorsitzende im Ausschuss für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter, qua Amt daher auch Mitglied der Konferenz der Ausschussvorsitzenden, weiterhin Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten und nunmehr stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres. Sie war zudem weiterhin als Delegierte in der Parlamentarischen Versammlung EURO-NEST tätig und war zudem Delegierte für die Beziehungen für die Beziehungen zu den Ländern Südostasiens und zu ASEAN. In der 9. Legislaturperiode (2019–2024) amtierte Blinkevičiūtė als stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten, war weiterhin Mitglied im Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter und wechselte als stellvertretendes Mitglied in den Ausschuss für Kultur und Bildung. Blinkevičiūtė setze außerdem ihre Tätigkeit in der Parlamentarischen Versammlung EURO-NEST fort und wurde stellvertretende Delegierte in den Parlamentarischen Ausschüssen EU-Armenien, EU-Aserbaidschan und EU-Georgien. Blinkevičiūtė ist in der 10. Legislaturperiode (2024–2029) weiterhin Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten und Stellvertreterin im Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter. Sie ist zudem Delegierte im Parlamentarischen Assoziationsausschuss EU-Moldau.

In der 2021 wurde sie zur Vorsitzenden der sozialdemokratischen LSDP gewählt. Bei der Parlamentswahl in Litauen 2024 wurde die LSDP mit Blinkevičiūtė als Spitzenkandidatin stärkste Kraft.Blinkevičiūtė ir Skvernelis sutarė formuoti koaliciją: „Sukirtom rankom“ Sie erklärte jedoch anschließend, nicht als Premierministerin zur Verfügung zu stehen, sondern Europaabgeordnete bleiben zu wollen. Daraufhin wurde ihr Parteikollege Gintautas Paluckas als Ministerpräsident nominiert. Im Mai 2025 wurde sie auch im Parteivorsitz von Paluckas abgelöst.

Quellen

Weblinks

Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Seimas-Mitglied (21. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Litauen Kategorie:Sozial- und Arbeitsminister (Litauen) Kategorie:Mitglied des Sozialausschusses (Litauen) Kategorie:Verwaltungsjurist Kategorie:Stellvertretender Sozialminister (Litauen) Kategorie:Naujoji-Sąjunga-Mitglied Kategorie:Parteivorsitzender der LSDP Kategorie:Stellvertretender Parteivorsitzender der LSDP Kategorie:Kandidat für das Präsidentenamt (Litauen) Kategorie:Absolvent der Universität Vilnius Kategorie:Träger des Ordens für Verdienste um Litauen Kategorie:Litauer Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1960 Kategorie:Frau