Michael A. Schultz (* 10. November 1938 in Milwaukee, Wisconsin) ist ein US-amerikanischer Film- und Theaterregisseur sowie Filmproduzent. Er gilt als ein wesentlicher Vorläufer des „New Black Cinema“ und hat Regisseure wie Spike Lee maßgeblich beeinflusst.
Leben Nach dem Abschluss seiner Bachelor-Arbeit, die er an der University of Wisconsin–Madison und der Marquette University absolvierte, wechselte er an die Princeton University. Dort führte er 1966 bei einer Produktion von Warten auf Godot seine erste Regie.
1968 trat er der Negro Ensemble Company bei, die ihn 1969 an den Broadway brachte. Seinen Durchbruch als Regisseur hatte er 1972 mit Lorraine Hansberrys To Be Young, Gifted and Black, welches er für das Fernsehen neu arrangierte.
Schultz' frühste Filmprojekte waren sozialkritische Komödien wie Honeybaby, Honeybaby und Cooley High (1975), die ihren Höhepunkt mit Car Wash – Der ausgeflippte Waschsalon (1976) und Which Way is Up? (1977), mit Richard Pryor in der Hauptrolle, erreichten. Car Wash wurde 1977 für die Goldene Palme bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes nominiert und Schultz erhielt auf dem Festival den „Technical Grand Prize“.
1978 führte Schultz bei der Verfilmung des Musicals Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band Regie, für die er das höchste Budget erhielt, das ein afroamerikanischen Filmregisseur bis zu diesem Zeitpunkt erhalten hatte. Der Film erhielt nach seiner Veröffentlichung schlechte Kritiken und wurde zu einem kommerziellen Misserfolg. Zu Schultz' erfolgreicheren Filmen gehörten Scavenger Hunt (1979) und Das Chaoten-Team (1987).
In jüngerer Zeit arbeitete Schultz oft für das Fernsehen. Er pilotierte bekannte Fernsehserien wie Die Abenteuer des jungen Indiana Jones oder Picket Fences – Tatort Gartenzaun und führte bei mehreren Fernsehfilmen Regie.
Im Jahr 1991 wurde Schultz in die Black Filmmakers Hall of Fame aufgenommen.Michael Schultz bei Jet
Schultz ist seit dem 6. Dezember 1965 mit Gloria Schultz (Künstlername Lauren Jones) verheiratet. Sein Sohn Brandon Schultz arbeitet als Schauspieler.
Der pointierteste, politische, afro-amerikanische Filmemacher post-Blaxploitation, Spike Lee, nannte etwa Schultz' Film Cooley High als Inspirationsquelle für seine eigene Arbeit. Lee nahm die Arbeiten von Michael Schultz in seine persönliche Liste von Filmen auf, die jeder sehen sollte.
Filmografie (Auswahl) Fernsehen To Be Young, Gifted, and Black - A Portrait of Lorraine Hansberry in her own Words (1972) Detektiv Rockford – Anruf genügt (1974) Fernsehserie Starsky & Hutch (1975) Fernsehserie Baretta (1975) Fernsehserie Benny's Place (1982) For Us the Living: The Medgar Evers Story (1983) C.A.S.H. (The Jerk, Too) (1984) The Spirit (1987) Die Zeitfalle (1987) Rock 'n' Roll Mom (1988) Tarzan in Manhattan (1989) Hammer, Slammer, & Slade (1990) Jury Duty: The Comedy (1990) Mein unsichtbarer Freund (Day-O) (1992) Diagnose: Mord (1993) Fernsehserie Young Indiana Jones and the Hollywood Follies (1994) Chicago Hope – Endstation Hoffnung (1994) Fernsehserie Shock Treatment (1995) Young Indiana Jones: Travels with Father (1996) Ally McBeal (1997) Fernsehserie Practice – Die Anwälte (1997) Fernsehserie Killers in the House (1998) Ally (1999) Fernsehserie The Adventures of Young Indiana Jones: Tales of Innocence (1999) Philly (2001) Fernsehserie L.A. Law – Der Film (2002) Everwood Fernsehserie Brothers & Sisters Fernsehserie Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen (2006) Fernsehserie Eli Stone (2007) Fernsehserie Dirty Sexy Money (2007) Fernsehserie Chuck (2010) Fernsehserie Manifest (2018) Fernsehserie, eine Folge
Film Together for Days (1972) Honeybaby, Honeybaby (1974) Cooley High (1975) Car Wash – Der ausgeflippte Waschsalon (1976) Greased Lightning (1977) Which Way Is Up? (1977) Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band (1978) Scavenger Hunt (1979) Bustin' Loose (1981) Carbon Copy (1981) Krush Groove (1985) The Last Dragon (1985) Das Chaoten-Team (1987) Livin' Large! (1991) Woman Thou Art Loosed (2004)
Theater 1968: God is a (Guess What?) 1968: Kongi's Harvest 1968: Song of the Lusitanian Bogey 1969: The Reckoning (1969) 1969: Does a Tiger Wear a Necktie? 1970: Operation Sidewinder 1971: The Dream on Monkey Mountain 1972: Der Kirschgarten 1972: Thoughts 1974: What the Wine-Sellers Buy 1991: Mule Bone
Auszeichnungen und Preise 1968: Obie Award für die „Beste Regie“ bei der Theateraufführung von Song of the Lusitanian Bogey 1977: Nominierung für die Goldene Palme und den „Prix Vulcain de l'artiste technicien“ bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes für Car Wash – Der ausgeflippte Waschsalon 1991: Aufnahme in die Black Filmmakers Hall of Fame 2004: Auszeichnung „Bester Film“ für Woman Thou Art Loosed beim American Black Film Festival 2004: Auszeichnung „Bester Amerikanischer Film“ für Woman Thou Art Loosed beim Santa Barbara International Film Festival 2005: Black Reel Award für die „Beste Regie“ für das Independent Movie Woman Thou Art Loosed 2010: Nominierung für den Image Award in der Kategorie „Regie“ für die Folge Second Chances (2009) der Comedy-Fernsehserie Drop Dead Diva
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Einzelnachweise
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