mini|Haus Alfens mini|Ortsbebauung mini|Ortsschild mini|Weg ins Grüne

Millen-Bruch ist eine Ortschaft der Gemeinde Selfkant im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Geographie Lage Millen-Bruch liegt im nordwestlichen Gebiet der Gemeinde Selfkant unweit der deutsch-niederländischen Grenze zwischen Havert und Millen. Mit Haus Alfens gibt es dort ein altes Gehöft.

Gewässer Bei Starkregen und bei Schneeschmelze fließt das Oberflächenwasser aus den Bereich Millen-Bruch über den Saeffeler Bach in den Rodebach (GEWKZ 281822)http://www.lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/wasser/pdf/Gewaesserverzeichnis%20GSK3C.xls und dann weiter in die Maas. Der Rodebach hat eine Länge von 28,918 km bei einem Gesamteinzugsgebiet von 173,385 km².

Nachbarorte

Siedlungsform Millen-Bruch ist eine verstreute Siedlung in Anlehnung an den Ort Havert.

Geschichte mini|Millen-Bruch auf der Tranchotkarte 1803–1820 mini|Millen-Bruch auf der Urkatasterkarte von 1846 mini|Millen-Bruch auf der Neuaufnahme von 1912

Ortsgeschichte Die heutige Ortschaft Millen-Bruch setzt sich aus den früheren Gehöften Gut Alfens, Beckers, Flecken und Hegems zusammen, schließt sich an Havert an und gehörte früher zum Jülicher Amt Millen. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts lag Havert im Besitz der Herrlichkeit Wassenberg. Gerhard von Wassenberg verfügte über das Patronatsrecht an der Kirche St. Gertrud zu Havert, das er 1118 dem von ihm gegründeten Georgsstift übertrug. 1260 befand sich die örtliche Grundherrschaft und die Gerichtsbarkeit in der Hand der Herren zu Millen. Nach Übergang dieser Herrschaft an Heinsberg erscheinen Hof und Ländereien zu Havent im 14. Jh. als Heinsberger Lehen. (Haus Burg, Haus Wammen) Zum Gericht Havert gehörten Isenbruch und Schalbruch.

Millen-Bruch hatte 1828 im Verbund mit Havert etwa 550 Einwohner. Havert bildete mit Isenbruch und Schalbruch die Gemeinde Havert, die zum Amt Selfkant gehörte.

Vom 23. April 1949 bis zum 31. Juli 1963 stand der Selfkant und damit auch die Gemeinde Havert unter niederländischer Auftragsverwaltung. Am 1. August 1963 erfolgte nach Zahlung von 280 Millionen D-Mark die Rückführung.

Mit dem Gesetz zur Neugliederung von Gemeinden des Selfkantkreises Geilenkirchen-Heinsberg vom 24. Juni 1969https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?print=1&anw_nr=2&gld_nr=%202&ugl_nr=2020&val=4036&ver=0&sg=0&menu=1&aufgehoben=N&keyword=&bes_id=4036 trat am 1. Juli 1969 folgende Gebietsänderung in Kraft.

§ 1 (1) Die Gemeinden Havert, Hillensberg, Höngen, Millen, Süsterseel, Tüddern, Wehr (Amt Selfkant) und die Gemeinde Saeffelen (Amt Waldfeucht) werden zu einer neuen amtsfreien Gemeinde zusammengeschlossen. Die Gemeinde erhält den Namen Selfkant.

§ 1 (2) Das Amt Selfkant wird aufgelöst. Rechtsnachfolgerin ist die Gemeinde Selfkant.

Kirchengeschichte Die Pfarre St. Gertrud Havert war mit den heutigen Millen-Bruch Isenbruch, Lind, Schalbruch und Stein eine eigenständige Kirchengemeinde. Die Bevölkerung besteht zum größten Teil aus Katholiken.

Die urkundliche Ersterwähnung der Kirche St. Gertrud in Havert ist aus den Jahren 1118 bekannt, als Gerhard von Wassenberg, der über das Patronatsrecht verfügte, dieses an das Georgsstift übertrug.

Im Zuge der zweiten Pfarrgemeindereformen im Bistum Aachen wurde die einst eigenständige katholische Pfarrgemeinde St. Gertrud im Jahr 2025 in den Pastoralen Raum Gangelt/Selfkant eingegliedert.

Politik Gemäß § 3 (1) der Hauptsatzung der Gemeinde Selfkant ist das Gemeindegebiet in Ortschaften eingeteilt. Millen-Brch mit Havert ist eine Ortschaft und wird nach § 3 (2) von einem Ortsvorsteher in der Gemeindevertretung vertreten. Ortsvorsteher der Ortschaft Havert ist Heinz-Josef Dahlmanns. (Stand 2013)

Infrastruktur mini|hochkant|Knotenpunkt 43 in Millen-Bruch

Es existiert ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Tierhaltung, ein Versandhandel, ein Fußbodenverleger und einige Betriebe für Kleingewerbe. Der Kinderspielplatz wurde von den Ortsvereinen in Havert errichtet Ein Bürgerhaus für Schützen, Trommlerkorps und Feuerwehr ist in Havert Der Ort hat Anschluss an das Radverkehrsnetz NRW.

Sehenswürdigkeiten Katholische Pfarrkirche St. Gertrud, als Denkmal Nr. 6 Buntverglasung in der Pfarrkirche St. Gertrud

Vereine Freiwillige Feuerwehr Selfkant, Löscheinheit Havert-Schalbruch St. Johannes von Nepomuk Schützenbruderschaft Havert Spielmannszug 1920 Edelweiß Havert e. V. Kirchenchor St. Cäcillia Havert Reit- und Fahrverein Selfkant-Havert Sportverein SV 1967 Havert-Stein e. V. Sozialverband VdK Deutschland – Ortsverband Selfkant betreut Havert

Regelmäßige Veranstaltungen Vogelschuss der Bruderschaft Patronatsfest und Kirmes in Havert

Verkehr Autobahnanbindung BAB Streckenabschnitt Anschlussstelle Entfernung A46 Heinsberg – Düsseldorf AS Heinsberg 15 km A44 Aachen – Mönchengladbach AS Aldenhoven 30 km A4 Aachen – Köln AS Weisweiler 40 km

Bahnanbindung Ab Bahnhof Geilenkirchen (ca. 15 km Entfernung)

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf Wupper-Express Aachen–Mönchengladbach–Düsseldorf–Dortmund Rhein-Niers-Bahn Aachen–Mönchengladbach–Duisburg–Essen

Busanbindung Die AVV-Linie 438 der WestVerkehr bedient Millen-Bruch an Schultagen mit einzelnen Fahrten.

Zudem verkehrt der Multi-Bus seit dem 9. Juni 2024 kreisweit erweitert und zu einheitlichen Bedienzeiten. Mehr Informationen gibt es bei WestVerkehr.

Linie Linienverlauf

Straßennamen An Alfens, De-Plevitz-Straße, Sandkoul

Literatur Handbuch des Bistums Aachen. 3. Auflage. Kühlen, Mönchengladbach 1994, ISBN 3-87448-172-7, S. 684–686 Leo Gillessen: Die Ortschaften des Kreises Heinsberg, ISBN 3-925620-13-3, S. 245 Leo Gillessen: Zur Ortsnamen- und Siedlungskunde des südlichen Selfkantkreises, in: Heimatkalender 1971, S. 41–50 Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz. Nicolai, Berlin und Stettin 1830

Weblinks

Website der Gemeinde Selfkant Denkmale in der Gemeinde Selfkant Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Selfkant

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Kreis Heinsberg Kategorie:Geographie (Selfkant)