Die Zeitfalle (Timestalkers, alternativ Time Stalkers) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Abenteuerfilm von Michael Schultz aus dem Jahr 1987, der das Thema Zeitreise behandelt. William Devane, Lauren Hutton, John Ratzenberger, Forrest Tucker und Klaus Kinski sind in den Hauptrollen besetzt.

Ray Brown schrieb das Drehbuch, das auf seinem eigenen Buch The Tintype beruht, gemeinsam mit Brian Clemens.

Handlung 1985: Der Geschichtsprofessor Scott McKenzie ist Westernfan durch und durch. Diese Leidenschaft teilt er mit seinem kleinen Sohn Billy. Seine Frau Laurie beobachtet die beiden bei deren leidenschaftlichen „Duellen“, während sie sich für die Arbeit fertigmacht. Da auch Billy zur Schule muss, bringt Scott die beiden zum Auto. In der Nähe findet derweil eine Verfolgungsjagd zwischen Polizei und einem Verkehrsrowdy statt. Billy klettert durchs Fenster in den Wagen und Scott verabschiedet sich von seiner Familie und geht danach ins Haus, während Laurie vom Grundstück fährt. Plötzlich geschieht das Schreckliche: Der Wagen des Verkehrsrowdys überschlägt sich und begräbt das Auto der McKenzies unter sich. Scott, der im Haus das Krachen gehört hat, rennt zur Unfallstelle, kann seine Familie aber nicht mehr retten.

1986: Ein Jahr später übt sich Scott noch immer mit seinem Revolver, seine Leidenschaft für den Wilden Westen ist inzwischen zur Routine geworden. Während er auf die Zielscheibe schießt, fährt ein Militärfahrzeug vor. Diesem entsteigt sein Freund General Joe Brodski. Er holt ihn für eine Auktion ab, bei der Westernunikate versteigert werden. Nebenbei möchte Joe seinen besten Freund verkuppeln, was dieser jedoch derzeit nicht möchte, da er die Ereignisse des letzten Jahres noch nicht verarbeitet hat. Scott fährt mit Joe zur Auktion. Dort schauen sie sich einige Gegenstände aus dem Wilden Westen an. Dabei fallen ihnen zwei Koffer auf, die sie ersteigern wollen, wobei Joe den Koffer mit dem Einschussloch wählt. Der Auktionator beginnt die Auktion, erklärt aber zunächst etwas über ein handgefertigtes Klappmesser.

1886: Die Handlung wechselt in das Jahr 1886. Hier sieht man einen Mann eben dieses Klappmesser anfertigen. Er sitzt inmitten weiterer Cowboys an einem Lagerfeuer, als sich ein älterer Mann mit weißem Haar und hellem Mantel nähert. Er sagt, er sei dem Duft des Kaffees gefolgt und würde gerne einen abbekommen. Die Männer wirken etwas misstrauisch, da eben dieser Mann seltsame Fragen stellt. Dabei will er unter anderem wissen, ob die Bande einen Mann gesehen hat, der Sterne auf seinem Revolver mit einem Griff aus Ebenholz trägt. Gerade als einer der Männer antworten will, wird dieser von seinem Kameraden unterbrochen, der dem Fremden nicht traut. Kurz darauf nimmt sich der Weißhaarige jenen Mann vor, der antworten wollte. Als dieser auf einmal von nichts wissen will, greift der Fremde ihn plötzlich an und verlangt seinen Namen, jedoch beteuert der Mann, dass er sich nur an den Revolver mit Sternen erinnern kann. Der Fremde dankt ihm und bittet darum, nicht zu schießen, da er ohnehin schneller sei.

1986: In der Gegenwart wurde das Klappmesser bereits verkauft. Nun werden die beiden Koffer versteigert. Der Auktionator stellt die Gegenstände darin vor und bittet nun um Gebote.

1886: Der Fremde mit den weißen Haaren kommt derweil in einer Bar an. Auch dort fragt er nach dem mysteriösen Revolverhelden. Dadurch wird Sam, ein kartenspielender Cowboy, auf ihn aufmerksam und fragt ihn aus. Dabei bemerkt Sam, dass der Fremde mehrmals lügt. Nachdem der Fremde ihn grinsend stehen lässt, fühlt sich Sam provoziert und will ihn mit seinen beiden Freunden vor dem Saloon stellen. Der Fremde erweist sich aber tatsächlich als schneller Revolvermann und erschießt die Drei kurzerhand. Kurz darauf werden die drei toten Cowboys für ein Foto aufgebahrt, der Fremde steht dabei im Hintergrund und gerät dadurch unwissentlich mit auf das Bild, während er seine Waffe neu lädt.

1986: Scott gelingt es, die Koffer zu ersteigern, und Joe bekommt tatsächlich den mit dem Einschussloch. Wieder zuhause schaut er sich die Fundstücke aus dem Koffer an. Darunter findet sich auch eine Fotografie aus dem Jahre 1886, auf der sowohl die drei verstorbenen Cowboys als auch der weißhaarige Fremde zu sehen sind. Dabei fällt Scott auf, dass es die Waffe, die der Fremde lädt, zu jener Zeit vor 100 Jahren noch gar nicht gegeben haben kann.

1886: Der Fremde ist mit dem Laden der Waffe fertig und kommt beim Hufschmied vorbei. Dieser weiß auch nicht, wer der Revolverheld ist, den der Fremde sucht. Dafür aber erfährt er vom Old Rattler, einem Fluss in der Nähe. Der Fremde scheint ihn zu kennen und reitet los.

1986: Scott möchte herausfinden, ob er sich täuscht oder ob die Waffe auf dem Foto wirklich nicht in diese Zeit passt. Auf einem Computer schauen sich Scott und Joe das Bild an, während Joe erneut versucht, seinen Freund zu verkuppeln, was dieser aber dankend ablehnt. Als Joe den Bildausschnitt mit der Waffe vergrößert, ist sich Scott sicher: Die Waffe ist eine .357-Magnum und wurde erst 1980 hergestellt. Scott vermutet eine Fälschung, aber ein Kollege Joes bestätigt die Echtheit. Am Abend überlegt er, ob es Zeitreisen wirklich geben könnte. Anders wüsste er sich nicht zu erklären, wie die Waffe sonst auf das Bild gekommen sein könnte.

1886: Der Fremde hat den Fluss erreicht und beobachtet einige Männer und Frauen beim Wasserbad. Er sieht sich die Revolvergriffe der am Ufer liegenden Waffen an. Dann taucht der Anführer der Bande auf, die sich als Postkutschenräuber entpuppen. Doch auch er hat nur einen normalen Holzgriff am Revolver.

1986: Am nächsten Morgen will der Professor seine Zeitreisetheorie mit seinen Studenten erörtern, die dies allerdings mit Belustigung aufnehmen. Als Scott die Fotografie auf der Leinwand zeigen will, beginnt es plötzlich zu flackern, bis der Strom ganz ausfällt. Im Hof erscheinen Blitze und ein blaues Licht. Anschließend geht eine junge Frau auf die Uni zu. Während Scott die Stunde beendet, tritt die Frau ins Klassenzimmer und liest Scotts Theorie. Sie bringt seine Adresse in Erfahrung und besucht ihn. Scott macht gerade wieder seine Schießübungen im Hof. Die junge Frau stellt sich als Georgia Crawford vor. Sie gibt vor, Interesse an Scotts Studien und Theorien zu haben. Sie sieht sich auch das Bild an und will sich mit dem Professor auch gleich auf die Suche nach jener Stadt begeben, in der das Foto gemacht wurde. Scott ist zugleich verwundert und fasziniert von der hübschen jungen Frau, da sie manchmal merkwürdig spricht. Sie begeben sich auf die Suche, haben aber zunächst keinen Erfolg. Nach einigen Geisterstädten will der Professor aufhören, doch Georgia gelingt es, ihn zum Weitermachen zu überreden. Auch spricht sie wieder merkwürdig und hält den Aschenbecher für ein Radio. Das nächste Ziel ist Crossfire. Georgia erkennt die Stadt sofort, sie sind am Ziel. Sie beschließen, sich dort umzusehen und trennen sich. In einem Stall offenbart sich, dass Georgia eine Zeitreisende ist. Sie holt einen kleinen Zeitkristall hervor und gibt etwas ein, woraufhin Blitze auftauchen und Georgia in ein blaues Licht gehüllt wird.

1886: Georgia kommt im Jahr 1886 an. Dort trifft sie ebenfalls auf den Hufschmied, der auch sie zum Fluss schickt. Dort sucht sie die Gegend nach jemandem ab, den sie dem Hufschmied als weißhaarig beschrieben hat. Nicht weit von ihr liegt der Gesuchte, es ist der Fremde auf der Lauer und bemerkt das Erscheinen der jungen Frau. Er scheint sie unter dem Namen Crawford zu kennen. Diese erwehrt sich einer Schlange und reitet zurück nach Crossfire. Der Fremde folgt ihr.

1986: Scott erinnert sich an ein Gespräch mit seinem Sohn Billy über Westernstädte, während seine Frau Laurie ihn damals zum Baden abholte.

1886: Georgia begibt sich wieder in den Stall und reist zurück ins Jahr 1986.

1986: Scott hat inzwischen bemerkt, dass Georgia nicht auf seine Rufe reagiert hat und sucht nach ihr. Da bemerkt er ein blaues Schimmern im Stall. Dort wird er Zeuge, wie Georgia gerade ankommt. Der Professor ist geschockt und will wissen, was hier los ist.

1886: Auch der Fremde erreicht den Stall, und es zeigt sich, dass auch er ein Zeitreisender ist. Er folgt Georgia in Scotts Gegenwart des Jahres 1986.

1986: Georgia erklärt dem verdutzten Professor, dass sie tatsächlich eine Zeitreisende ist, aber aus dem Jahr 2586 stammt. Sie will ihm noch mehr erklären, aber erst mal nach Hause fahren. Als die beiden losfahren, kommt auch der Fremde an. Er verpasst die beiden zwar knapp, kann aber das Kennzeichen noch lesen. Zuhause bei Scott angekommen, erzählt Georgia ihre Geschichte über den Fremden, den sie verfolgt. Sein Name ist Dr. Joseph Cole.

2586: Georgia und Cole sind im Jahre 2586 Arbeitskollegen, Cole ist Leiter des Projektes Zeitreise. Georgias Vater Matthew Crawford ist zudem Coles Partner und auch dessen Vorgesetzter und persönlicher Freund. Leider wird das Zeitreiseprojekt als gefährlich eingestuft, und Cole darf nicht weiterforschen. Als Crawford ihm dies mitteilt, rastet Cole aus, hat er doch sein ganzes Leben in dieses Projekt gesteckt und geplant, in der Zeit zu reisen und sie zu verändern. Als Crawford ihn darauf hinweist, dass das Projekt weder ihm noch Cole gehöre und die Veränderung der Zeitlinie zu gefährlich sei, kommt Cole wieder zur Besinnung und verlässt das Labor. Georgia erlebt den Streit hautnah mit. Allerdings lässt Cole seinen Plan nicht ruhen. Er stiehlt den Zeitkristall, tarnt sich als Cowboy und will in die Zeit flüchten. Als zwei Sicherheitsbeamte ihn stellen, greift er sie an und verschwindet.

1986: Während Georgia ihre Erzählung beendet, lässt Cole sich als Anhalter mitnehmen. Er wirft den Fahrer aus dem Pick-up, nachdem dieser Scott als Besitzer erkannt hat. Dieser überlegt nun zusammen mit Georgia, wieso Cole sich ausgerechnet den Wilden Westen ausgesucht hat. Offenbar will er ein Ereignis aus dieser Zeit verhindern oder verändern. Da Georgia allerdings keine Lust hat, einen ganzen Monat auf der Lauer zu liegen, beschließen die beiden, das genaue Datum und das Ereignis herauszufinden. Cole wird inzwischen von einem Polizisten darauf hingewiesen, dass er im Halteverbot steht. Er erkundigt sich noch nach der Adresse der Uni und fährt weiter.

Scott fällt ein, wen sie fragen können. Es ist ein alter Freund von ihm, Texas John Cody. Dieser hat eine große Sammlung an Western- und Countrysongs und ein Wissen über diese Zeit wie kein anderer. Cody erklärt, dass er den Old Rattler in einem Lied schon einmal gehört hat. Nach kurzer Suche werden sie auch fündig. In diesem Lied ist von einem Überfall auf eine Postkutsche sowie von dem Mann mit Sternen auf dem Revolvergriff die Rede. Und in der Postkutsche sitzt ein ganz besonderer Passagier: der amerikanische Präsident. Nun sind Scott und Georgia dem Ziel ein Stück näher. Jedoch wissen sie noch nicht, warum der Präsident damals in der Postkutsche saß. Diesmal hat Joe die rettende Lösung. Als General hat der Westernfan alles über die Kavallerie gesammelt. An einer Raststätte ruft Scott seinen besten Freund an, und als Joe hört, dass es für eine Frau ist, ist er sofort Feuer und Flamme. Er verspricht, die Unterlagen zur Geschichte von Crossfire herauszusuchen. Mittlerweile ist Cole an Scotts Haus angekommen. Er bricht ein und durchwühlt das Haus ebenfalls auf der Suche nach Informationen zu der Westernstadt. Joe spricht Scott auf den Anrufbeantworter, dass er die Informationen gefunden hat, was Cole hellhörig werden lässt. Dabei wird er von zwei Polizisten überrascht, die er auf der Flucht niederschiesst.