Der Schraubach ist ein mit Oberlauf etwa 13 Kilometer langer, nordwestlicher und rechter Zufluss der Landquart im Prättigau im Schweizer Kanton Graubünden.
Geographie Verlauf Der Schraubach entsteht durch den Zusammenfluss der im Rätikon entspringenden Quellbäche Grossbach und Wissbach auf etwa bei Schuders.
Der Schraubach, der nun in westliche Richtung verläuft, durchfliesst das Schraubachtobel, wo er das stärkste Gefälle passiert. Er mündet nach etwa 6 Kilometern (mit Grossbach etwa 13 km) bei Schiers in die Landquart.
Einzugsgebiet Das 64,9 km² grosse Einzugsgebiet des Schraubachs liegt im Rätikon und wird durch sie über die Rätikon und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Das Einzugsgebiet besteht zu 42,0 % aus bestockter Fläche, zu 36,5 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 0,9 % aus Siedlungsfläche und zu 20,4 % aus unproduktiven Flächen.
Flächenverteilung
Die mittlere Höhe beträgt , und der höchste Punkt ist das Eisjöchl mit im Nordosten des Einzugsgebietes.
Zuflüsse Direkte und indirekte Zuflüsse, jeweils von der Quelle zur Mündung, die Längen in Kilometer (km), das Einzugsgebiet in Quadratkilometer (km²) und der mittleren Abfluss (MQ) in Liter pro Kubikmeter (m³/s) nach dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung Grossbach (rechter Quellbach, Hauptstrang), 7,4 km, 26,97 km², 1,14 m³/s Älplibach (rechter Quellbach, Hauptstrang), 3,9 km, 9,26 km², 0,42 m³/s Cavällbach (rechts), 3,1 km, 3,15 km² Drusabach (linker Quellbach, Nebenstrang), 4,6 km, 10,17 km², 0,45 m³/s Falzipbach (rechter Quellbach, Hauptstrang), 3,1 km, 5,11 km², 0,24 m³/s Caprivbach (linker Quellbach, Nebenstrang), 3,2 km, 2,31 km² Wissbach (linker Quellbach, Nebenstrang), 5,1 km, 13,84 km², 0,51 m³/s Chleinbach (linker Quellbach), 3,0 km, 4,39 km², 0,16 m³/s Riedbach (links), 1,3 km Chleibach (rechter Quellbach), 4,1 km, 4,5 km² Salginabach (rechts), 6,1 km, 11,43 km², 0,45 m³/s
Hydrologie Bei der Mündung des Schraubachs in die Landquart beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 2,43 m³/s. Sein Abflussregimetyp ist nival alpin Abrufbar unter , und seine AbflussvariabilitätDie Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert. beträgt 18.
Hochwasserschutz In Schiers, das früher mehrfach von Murgängen heimgesucht wurde, wird der Schraubach nicht mehr wie einst durch Sperranlagen gezähmt, sondern über mehrere Kaskaden geführt und so in seiner Fliessgeschwindigkeit geschwächt.
Frühe wirtschaftliche Nutzung Vor der Verbauung wurde der Bach für Holztransporte genutzt. Das Holz wurde unter anderem für die Papierfabrik in Landquart gebraucht.
Freizeit und Erholung Dem Schraubach folgt ein 8,5 km langer Wanderweg, der nach der Schneeschmelze im Mai öffnet und in ca. 3,5 Stunden nach Schiers führt.
Literatur Elisabeth Bardill, Eine wilde, unbekannte Flusslandschaft, in: Terra Grischuna 4/2010, S. 60–63
Weblinks Schraubach Geographisches Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise
Kategorie:Prättigau Kategorie:Schiers