Crottendorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Bindlach im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Crottendorf hat eine Fläche von 2,160 km². Sie ist in 318 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6791,39 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Gemein, Neuhaus, Röthelbach, Weiherhaus und Zettlitz.

Geografie Der Weiler liegt am linken Ufer der Trebgast. Die Bahnstrecke Bayreuth–Neuenmarkt-Wirsberg verläuft mitten durch den Ort. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Gemein (0,4 km südlich) bzw. nach Zettlitz (0,6 km nordwestlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Eckershof zur Staatsstraße 2183 (0,3 km nordöstlich).

Geschichte Crottendorf gehörte zur Realgemeinde Gemein. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Crottendorf aus 4 Anwesen (2 Söldengüter, 2 Tropfhäuser). Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Verwaltung Ramsenthal war Grundherr sämtlicher Anwesen.R. Winkler: Bayreuth, S. 348.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde Crottendorf bayerisch. Infolge des Gemeindeedikts wurde Crottendorf dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Bindlach zugewiesen.R. Winkler: Bayreuth, S. 468. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Crottendorf, zu der Gemein, Neuhaus, Opelsgut, Röthelbach, Schießhaus und Schupfenschlag gehörten.R. Winkler: Bayreuth, S. 489f. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt). Mit dem Gemeindeedikt von 1818 kam es zur Eingliederung der Gemeinde Zettlitz mit Hussengut und Wundersgut. Etwas später wurde auf dem Gemeindegebiet Weiherhaus gegründet. Ab 1862 gehörte Crottendorf zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Bayreuth (1879 in Amtsgericht Bayreuth umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1928 eine Gebietsfläche von 3,383 km². Mit der Eingemeindung von Hussengut, Opelsgut, Schießhaus, Schupfenschlag und Wundersgut am 1. April 1939 nach Bayreuth verringerte sich die Gebietsfläche auf 2,149 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Crottendorf am 1. Januar 1976 nach Bindlach eingemeindet.

Bodendenkmal Wasserburgstall Crottendorf

Einwohnerentwicklung Gemeinde Crottendorf Jahr 1822 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 126 178 181 188 188 200 193 199 222 231 220 219 215 213 226 229 203 188 125 193 210 200 174 171HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 25 32 34 36 37 35 26 31 Quelle

Ort Crottendorf Jahr 1819 1822 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 26 14 24 24 26 31 18 22 21 38 32Häuser 5 4 5 4 4 4 7Quelle

Religion Crottendorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Bartholomäus (Bindlach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Bindlach) Kategorie:Weiler im Landkreis Bayreuth Kategorie:Fränkisches Rittergut Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bayreuth) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1975 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bayreuth