Die IG Metall Jugend ist die Jugendorganisation der deutschen Gewerkschaft IG Metall und mit rund 233.000 Mitgliedern unter 27 Jahren der größte politische Jugendverband in Deutschland.IG Metall: vom 21. Januar 2014. Alle Menschen im Alter vom 16. bis einschließlich des vollendeten 27. Lebensjahrs gehören automatisch der IG Metall Jugend an, sobald diese in die IG Metall eintreten.Die IG Metall Jugend: „Für uns zählt der Mensch“ Die IG Metall Jugend ist Teil der DGB-Jugend. + Jugendsekretäre beim IG Metall Vorstand Stephan Klecha: Die IG Metall und ihre Jugendarbeit, S. 64. Zeitraum Name 1949–1950 Günter Kudruß 1951–1957 Richard Kohlberger 1957–1962 Manfred Leiss 1962–1965 Otmar Günther 1965–1968 de facto Georg Benz 1968–1973 Horst Klaus 1973–1979 Bernhard Wurl 1979–1990 Horst Richter 1990–1994 Reinhold Götz 1995–1999 Reinhard Hahn 1999–2003 Jan Engelhardt 2003–2008 Michael Faißt 2008–2014 Eric Leiderer 2015–2019 Michael Schmitzer2019–2024Stefanie Holtz2024 – jetzt Svenja Thelen

Geschichte Die IG Metall Jugend sieht sich in der Tradition der Arbeiterjugendbewegung und ihrer Lehrlingsvereine wie des 1904 gegründeten Vereins der Lehrlinge und jugendlichen Arbeiter Berlins. 1909 wird erstmals eine Jugendgruppe in Dresden des IG-Metall-Vorgängers Deutscher Metallarbeiter-Verband (DMV) erwähnt; 1920 errichtet der DMV ein eigenes Jugendsekretariat. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird 1946 ein provisorischer Jugendausschuss der Gewerkschaften in der britischen Zone konstituiert. Nach mehreren Jugendkonferenzen richtet die IG Metall 1949 eine Abteilung Jugend und Berufsausbildung ein; 1950 konstituiert sich der Verbandsjugendausschuss der IG Metall. Im Zusammenhang mit dem Engagement gegen Berufsverbote kam es auch zu der Idee, den in der DDR seit Jahren verbotenen Liedermacher Wolf Biermann 1976 in die Bundesrepublik einzuladen. Entgegen aller Erwartungen wurde die Reise erlaubt. Allerdings wurde Biermann im Zusammenhang mit seinem ersten Auftritt dort aus der DDR ausgebürgert.Bernhard Wurl: Die Einladung. In: Wolf Biermann und andere Autoren: Die Ausbürgerung. Hrsg.: Fritz Pleitgen; 2001, ISBN 3-89834-044-9, S. 282 ff.

Siehe auch Liste von Jugendorganisationen in Deutschland

Literatur Knud Andresen: Gebremste Radikalisierung. Die IG Metall und ihre Jugend 1968 bis in die 1980er Jahre. Wallstein Verlag, Göttingen 2016, ISBN 3-8353-1918-3. Stephan Klecha: Die IG Metall und ihre Jugendarbeit: Generationskonflikte, Netzwerke, Wirkungen. Vorwärts buch, Berlin 2010, ISBN 3-86602-432-0.

Weblinks IG Metall Jugend IG Metall Jugendbildungszentrum

Einzelnachweise

Kategorie:Politischer Jugendverband Kategorie:Gewerkschaft (Deutschland)