Xaver Kurmann (* 29. August 1948 in Emmenbrücke) ist ein ehemaliger Schweizer Radrennfahrer. Vom Ende der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre war er einer der erfolgreichsten Schweizer Amateur-Radrennfahrer, in verschiedenen Disziplinen auf der Bahn wie auch auf der Strasse.

Sportliche Laufbahn 1964 begann Kurmann in seinem Geburtsort mit dem Radsport. Als Junior gewann er 22 Radrennen, darunter die Tour der Jugend im deutschen Radevormwald.

Zweimal – 1968 sowie 1972 – startete Kurmann, der als «Lieblingsschüler» von Nationaltrainer Oscar Plattner galt, bei Olympischen Spielen. 1968 in Mexiko-Stadt errang er eine Bronzemedaille in der Einerverfolgung und erzielte den 13. Rang mit dem Schweizer Team (Walter Richard, Jürg Schneider und Bruno Hubschmid) in der Mannschaftsverfolgung. In München 1972 gewann er seine zweite Olympiamedaille in der Einerverfolgung, dieses Mal eine silberne. Mit dem Schweizer Bahn-Vierer (René Savary, Martin Steger und Christian Brunner) belegte er den sechsten Rang in der Mannschaftsverfolgung.

Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1969 in Brünn wurde Xaver Kurmann als erster Schweizer Weltmeister in der Einerverfolgung und errang Bronze im Mannschaftszeitfahren (mit Bruno Hubschmid, Josef Fuchs und Walter Bürki) hinter den Fåglum-Brüdern aus Schweden und der Mannschaft aus Dänemark.Bronze für hervorragenden Schweizer Vierer. In: Vaterland. 25. August 1969. In der Einerverfolgung konnte Kurmann im Jahr darauf in Leicester seinen Erfolg wiederholen, der Vierer allerdings durfte nach einem Defekt an Kurmanns Rad gleich beim Start nicht nochmals starten.Radsport. Illustrierter Radrenn-Sport. Amtliches Organ des Bundes Deutscher Radfahrer. 11. August 1970, S. 6. Bei den Bahnweltmeisterschaften 1973 in San Sebastián unterlag er im Rennen um Platz drei dem Deutschen Rupert Kratzer.

Kurmann gewann zwölf Mal Gold an Schweizer Meisterschaften; 1969 und 1972 die Schweizer Strassenmeisterschaft bei den Amateuren, von 1967 bis 1974 7 Mal die Amateur-EinerverfolgungCharly Schlott, Ernst Bretscher, Nik Iseli, Erik Garin: . Swiss Cycling, 2015 (PDF; 33,5 kB)., 1968 die Meisterschaft im Mannschaftszeitfahren, 1970 und 1974 das 50-Kilometer-PunktefahrenCharly Schlott, Ernst Bretscher, Nik Iseli: . Swiss Cycling, 2015 (PDF; 25,1 kB).. Im Strassenradsport konnte er traditionsreiche Schweizer Eintagesrennen wie die Meisterschaft von Zürich (Amateure) und die Nordwestschweizer Rundfahrt 1967, Pruntrut–Zürich und Pruntrut–Lausanne 1968 gewinnen.

Kurmann startete für den RC Pfaffnau-Roggliswil und den VC Gippingen. 1974 beendete er seine Karriere.

Berufliches Xaver Kurmann war von Beruf gelernter Maschinenschlosser.

Ehrungen 1969 wurden Xaver Kurmann, Walter Bürki, Bruno Hubschmid und Josef Fuchs nach ihrem dritten Platz bei der Strassen-WM zur Schweizer Mannschaft des Jahres gewählt.

Erfolge Bahn 1967 20px Schweizer Meister (Amateure) – Einerverfolgung 1968 16px|Bronze Olympische Spiele – Einerverfolgung Weltmeisterschaft – Einerverfolgung 20px Schweizer Meister (Amateure) – Einerverfolgung 1969 Weltmeister (Amateure) – Einerverfolgung 20px Schweizer Meister (Amateure) – Einerverfolgung 1970 Weltmeister (Amateure) – Einerverfolgung 20px Schweizer Meister (Amateure) – Punktefahren 1972 16px|Bronze Olympische Spiele – Einerverfolgung 20px Schweizer Meister (Amateure) – Einerverfolgung 1973 20px Schweizer Meister (Amateure) – Einerverfolgung 1974 20px Schweizer Meister (Amateure) – Einerverfolgung, Punktefahren 20px Schweizer Meister (Amateure) – Mannschaftsverfolgung

Strasse 1969 Strassen-Weltmeisterschaft (Amateure) – Mannschaftszeitfahren (mit Bruno Hubschmid, Josef Fuchs und Walter Bürki) 20px Schweizer Meister (Amateure) – Strassenrennen 1972 Giro del Mendrisiotto Meisterschaft von Zürich (Amateure) 20px Schweizer Meister (Amateure) – Strassenrennen 1974 20px Schweizer Meister Mannschaftszeitfahren

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Einzelnachweise

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