Mit Remanenzeffekt (auch: Beharrungstendenz) wird ein städtebauliches Phänomen bezeichnet, welches sich daraus ergibt, dass Familien in einmal bezogenen Wohnungen verbleiben, auch wenn sich durch familiäre Veränderungen wie Auszug der Kinder, der Bedarf an Wohnfläche vermindert. (PDF-Datei; 833 kB) Prag 26. Oktober 2007, Seite 19 Der Remanenzeffekt spielt in der Prognose des zukünftigen Flächenbedarfs, z. B. bei der Erstellung eines Flächennutzungsplans, eine Rolle. Durch politische oder gesellschaftliche Prozesse werden Grundstücke oder Wohnungen geballt in einem Zeitraum freigezogen. Dieser Effekt sollte in der städtebaulichen Planung einbezogen werden, um nicht zu viel Fläche für die Bebaubarkeit festzulegen.

Durch den Remanenzeffekt kann eine Neunutzung des Wohnraums durch nachfolgende Generationen blockiert werden (Lock-in-Effekt) und ein ressourcenintensiver Wohnraummehrbedarf entstehen. Als mögliche Mittel zur Abschwächung des Remanenzeffektes werden Wohnungstausche und neue Wohnformen wie Cohousing und integriertes Mehrgenerationenwohnen erachtet.

Weblinks Konrad-Adenauer-Stiftung: Bestimmungsfaktoren der Wohnungsnachfrage – Brauchen wir die öffentliche Hand? S. 3, 7-11 (PDF-Datei; 660 kB) Vortrag Stefan Siedentop, 2004

Einzelnachweise

Kategorie:Städtebau