Die 7. Jägerbrigade/Jagdkampf ist eine von zwei Jägerbrigaden, die einzige „leichte“ Brigade, des Bundesheeres der Republik Österreich.

Die Brigade besitzt in Teilen, mit dem Jägerbataillon 25, die Fähigkeit für Luftlandeoperationen und besteht aus 3.500 Soldaten in der Friedensorganisation und 5.500 Soldaten in der Einsatzorganisation. Sitz des Brigadekommandos ist die Georg Goess-Kaserne in Klagenfurt.

Gliederung Bundesministerium für Landesverteidigung, in Wien Kommando Landstreitkräfte und Spezialeinsatzkräfte 7. Jägerbrigade, in Klagenfurt Jägerbataillon 12, in Amstetten Jägerbataillon 18, in Sankt Michael in Obersteiermark Jägerbataillon 25, in Klagenfurt Aufklärungs- und Artilleriebataillon 7, in Feldbach Pionierbataillon 1, in Villach Jägerbataillon Oberösterreich Jägerbataillon Kärnten

Aufgaben Der Auftrag der Brigade ist die Militärische Landesverteidigung und die Hilfeleistung bei Katastrophen in Österreich sowie die Mitwirkung bei multinationalen Operationen im Ausland.

Die 7. Jägerbrigade/Jagdkampf ist die einzige Brigade des Österreichischen Bundesheeres, die in der "Mission Vorwärts" gemäß Aufbauplan ÖBH 2032+ eine komplett neue Ausrichtung erhält. Dazu werden die Soldaten der "Siebten" auf die Aufgaben am Gefechtsfeld der Zukunft vorbereitet. Die 7. Jägerbrigade/Jagdkampf ist ein hochmobiler Einsatzverband, der über spezielle Fähigkeiten im Bereich der Aufklärung und schnellen Wirkung, vor allem im urbanen Raum sowie über gesteigerte Fähigkeiten in der Zusammenarbeit mit den Luftstreitkräften des Bundesheeres verfügt. Dadurch sind die Soldaten am zukünftigen Gefechtsfeld dem Gegner durch ihr Können überlegen und handeln "offensiv - präzise und schnell".

Die Brigade vereint damit klassische militärische Fähigkeiten mit modernster Technologie zur Informationsbeschaffung, insbesondere durch Drohnen.

Patenschaften gibt es mit der deutschen Luftlandebrigade 26 und Panzergrenadierbrigade 37Geschichte Panzerbrigade 37 auf www.deutschesheer.de. Eingesehen am 4. Februar 2011 sowie der italienischen Alpini-Brigade Julia und der slowenischen 1. Infanteriebrigade.

Geschichte Die heutige Brigade wurde 1956 als 7. Gebirgsbrigade mit dem Feldjägerbataillon 25, Jägerbataillon 26, Brigadeartillerieabteilung 7, Pionierbataillon 7 gegründet. Das Personal bestand überwiegend aus verschiedenen Grenzschutzabteilungen, die in das Bundesheer übernommen wurden und die Brigade wurde dem Gruppenkommando II in Graz unterstellt. Mit der Heeresgliederung 62 erfolgte die Umbenennung der Brigade in 7. Jägerbrigade und die Umgliederung als eine von sieben Einsatzbrigaden des Bundesheeres. 1963 erfolgte ein Unterstellungswechsel vom Korpskommando II in Salzburg zum Militärkommando Kärnten. Im Rahmen der Heeresreform 1978 wurde die Brigade in eine Landwehrbrigade und die unterstellten Verbände in Landwehrstammregimenter umgewandelt.

Im Jahre 1999 erfolgte die Neuaufstellung der 7. Jägerbrigade und die Unterstellung unter dem Korpskommando I in Graz. Bis heute wurden zahlreiche Umgliederungen der Brigade vorgenommen. Als letztes erfolgte die Auflösung des Artillerieregiment 2 im Jahre 2007 und des Aufklärungsbataillon 1 im Jahre 2008.Die Brigade-7. Jägerbrigade auf www.bmlv.gv.at. Eingesehen am 4. Februar 2011

Mit der Bundesheerreform 2016 sollte die 7. Jägerbrigade fortan eng mit dem damals aus der 3. Panzergrenadierbrigade gebildeten Kommando Schnelle Einsätze zusammenzuarbeiten. Die Fähigkeiten der Brigade, wie die Möglichkeit von Luftlandungen, Aufklärung oder artilleristische Unterstützung, sollten dabei einen wichtigen Beitrag darstellen.Die neuen Strukturen des Bundesheeres, Webseite www.bundesheer.at, abgerufen am 29. Juni 2016 Mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 wurde das Kommando Schnelle Einsätze allerdings wieder aufgelöst und als Nachfolger die 3. Jägerbrigade erneut aufgestellt.3. Jägerbrigade - Das Kommando, Website www.bundesheer.at, abgerufen am 27. April 2020

Mit Anfang November 2024 hat die 7. Jägerbrigade einen neuen Namen „7. Jägerbrigade/Jagdkampf“ und ein neues Erscheinungsbild erhalten mit einer neuen Barettfarbe: Beige. Die 7. Jägerbrigade wird gemäß dem Aufbauplan des Bundesheeres 2032+ zu einer hochmobilen und einsatzorientierten Einheit mit besonderen Fähigkeiten weiterentwickelt. Die Vision: Die Brigade soll künftig große Operationsräume von bis zu 150 × 150 km beherrschen und als militärische Einsatzkraft auf Boden und aus der Luft agieren können. Dieser Ansatz, geprägt durch eine hohe Aufklärungs- und Offensivkraft, stellt die Basis für den „Jagdkampf“ dar – ein Konzept, das auf die strategische Initiative durch eine datengesteuerte Einsatzführung setzt. Diese Fähigkeiten machen die 7. Jägerbrigade einzigartig im österreichischen Bundesheer und prägen die Umbenennung zur „Jägerbrigade/Jagdkampf“.

Seit 1. Jänner 2026 sind die Jägerbataillone Oberösterreich und Kärnten verstärkt durch zwei ehemals selbstständige Jägerkompanien der Miliz in die 7. Jägerbrigade/Jagdkampf integriert.

Kommandanten Brigadier Anton Holzinger 1956–1962 Brigadier Julius Grund 1963–1973 Korpskommandant Michael Annewanter 1974–1980 Oberst Adolf Allmann 1980–1988 Oberst Georg Goëss 1988–1996 Oberstleutnant dG Alois Frühwirth 1996 Brigadier Günter Polajnar 1997–2007 Brigadier Thomas Starlinger 2007–2012 Brigadier Gerhard Christiner 2012–2013 Brigadier Jürgen Wörgötter 2013–2018 Brigadier Josef Holzer 2018–2019 Brigadier Horst Hofer seit April 2019

Siehe auch Liste der österreichischen Brigadekommandanten (Bundesheer – 2. Republik)

Weblinks 7. Jägerbrigade auf der Seite des Bundesheers 7. Jägerbrigade wird zur „Jägerbrigade Jagdkampf“ auf Militär aktuell

Artikel im ÖsterreichWiki über die Bataillone der 7. Jägerbrigade/Jagdkampf

Aufklärungs- und Artilleriebataillon 7 Jägerbataillon Oberösterreich

Einzelnachweise

Jägerbrigade Kategorie:Infanterieverband (Österreich) Kategorie:Organisation (Klagenfurt am Wörthersee) #:7 Jägerbrigade #