22. Leichtathletik-Europacup zentriert|100px Resultate Superliga (Endstand nach 39 Entscheidungen) Weserstadion – 23./24. Juni 2001 Frauen Männer Platz Land Punkte Platz Land Punkte 1 126,5 1 107 2 117,0 2 97 3 86,0 3 94 4 82,0 4 93 5 78,0 5 91 6 72,5 6 87 7 70,0 7 77 8 47,0 8 67 ← Gateshead 2000 Annecy 2002 → abgestiegen in die 1. Liga des nächsten Europacups mini| Das 22. Leichtathletik-Europacup-Superliga-Finale fand am 23. und 24. Juli 1998 im Weserstadion der deutschen Stadt Bremen statt und umfasste 39 Disziplinen (20 Männer, 19 Frauen).

Austragungsort Ursprünglich war Florenz als Austragungsort vorgesehen, doch der italienische Leichtathletik-Verband FIDAL hatte Probleme mit der Fertigstellung des entsprechenden Stadions und musste die Ausrichtungsrechte zurückgeben. So vergab das Council der European Athletic Association die Wettkämpfe am 15. April 2000 auf seiner Sitzung in Wien an die Hansestadt an der Weser, die sich zuvor im nationalen Vorentscheid gegen Nürnberg, Ulm und Erfurt durchgesetzt hatte.

Modus Auch die diesjährige Austragung fand nach den im Europacup 1983 erstmals gültigen Regeln statt. Das höchste Niveau des Cups wurde als Superliga bezeichnet. Die einen Rang unter der Superliga platzierten Nationen trugen ihre Wettbewerbe in der 1. Liga aus, die in zwei Gruppen unterteilt war. Die 2. Liga war wie schon in den Vorjahren ebenfalls in zwei Gruppen aufgeteilt.

Die Wettbewerbe der Superliga wurden am Samstag, 23. und Sonntag, 24. Juni ausgetragen. In den beiden anderen Ligen fanden die Wettkämpfe am selben Wochenende statt. Das seit 1983 praktizierte System mit Auf- und Absteigern entschied auch weiterhin über die Ligeneinteilungen des nächsten Cups – hier für 2002.

Ab 1994 war der vorher praktizierte Austragungsturnus von zwei Jahren auf ein Jahr verkürzt worden. Dadurch war der Europacup in keinem Jahr mehr der internationale Jahreshöhepunkt. In den ungeraden Jahren wurden Weltmeisterschaften, in den geraden Jahren Europameisterschaften oder Olympische Spiele ausgetragen. Dies führte im Lauf der kommenden Jahre zu einer Abwertung des Cups.

Auch die zur Straffung der Veranstaltung 1997 eingeführte Praxis in den vertikalen Sprungwettbewerben, im Kugelstoßen sowie den Wurfdisziplinen wurde beibehalten. Dort standen den Athleten nicht wie üblich sechs, sondern nur vier Versuche zur Verfügung.

Der Leichtathletik-Europacup 2001 Trotz konstant sehr guter Wetterbedingungen stieß die Veranstaltung nur auf mittelmäßige Resonanz in Bremen. Der Vorsitzende des mitorganisierenden Bremer Leichtathletik-Verbandes Matthias Reick schätzte, dass an den zwei Tagen insgesamt rund 28.000 Zuschauer den Wettkämpfen im Stadion beigewohnt hätten. Die Gesamtreichweite des Europacups 2001 im Fernsehen lag bei etwa 36 Millionen TV-Kontakten.

Im Wettbewerbskatalog gab es diesmal keine Erweiterungen. Im Frauenprogramm fehlte immer noch der 3000-Meter-Hindernislauf, der im kommenden Jahr Teil der Veranstaltung wurde.

Seit 1996 sponserte die Handelskette Spar (Eigenschreibweise: SPAR) den Europacup und blieb der Veranstaltung bis zuletzt erhalten. Dies führte auch zur Umbenennung in SPAR-Europacup.

Bei den Männern errang zum ersten Mal Polen den vordersten Platz der Gesamtwertung. Es kam allerdings zu einem kleinen Fehler bei der Siegerehrung, als dem Team zunächst versehentlich die Frauentrophäe überreicht wurde. Die Wettkämpfe der Frauen wurden wieder klar von den Russinnen dominiert, die allein sieben Einzelsiege feiern konnten. Für sie war es – die Zeit der Sowjetunion mit einberechnet – der zehnte Sieg insgesamt und der fünfte in Folge, dem noch zwei weitere folgen sollten. Die zweiten Plätze belegten bei den Frauen Deutschland und bei den Männern Russland.

Sportliche Höhepunkte Als herausragenden sportlichen Höhepunkt konnte das Publikum die Aufstellung eines neuen Europarekordes im Stabhochsprung der Frauen durch die russische Athletin Swetlana Feofanowa mit 4,60 m verfolgen. Über 5000 Meter stellte Feofanowas Landsfrau Jelena Sadoroschnaja mit 14:40,47 min eine neue Weltjahresbestleistung auf. Äußerst überraschend war der Sieg der italienischen 4-mal-100-Meter-Staffel der Männer über die favorisierte Mannschaft aus Großbritannien.

Als erfolgreichste Sportlerin der Veranstaltung zeichnete sich die deutsche 400-Meter-Läuferin Grit Breuer mit zwei Siegen aus.2001 XXII European Cup Bruno Zauli, sport-olympic.gr (englisch), abgerufen am 9. März 2024

Deutsche Mannschaft Das Team des Deutschen Leichtathletik-Verbandes setzte sich aus 41 Athleten zusammen und wurde vom Diskuswerfer Lars Riedel angeführt. Einziger Teilnehmer aus der Gastgeberstadt war der 400-Meter-Läufer Lars Figura.

Doping Der französische Sprinter Christophe Cheval wurde positiv auf das verbotene Mittel Nandrolon getestet und mit einer Sperre von zwei Jahren belegt. Unter anderem seine hier in Bremen erzielten Resultate wurden annulliert. Er hatte über 200 Meter ursprünglich Rang vier belegt und war auf der dritten Position seiner zunächst viertplatzierten 4-mal-100-Meter-Staffel eingesetzt worden. So verlor das französische Team zehn Punkte und wurde vom zweiten auf den sechsten Platz zurückgestuft.Sprinter Cheval Tests Positive. In: Midland Daily News vom 10. Januar 2002 (englisch), ourmidland.com, abgerufen am 9. März 2024

Länderwertungen 2. Liga Die 2. Liga der Männer und Frauen wurde in zwei Gruppen ausgetragen. Die Wettbewerbe der Gruppe 1 fanden am 22. und 23. Juni in Riga, Lettland, statt, die der Gruppe 2 am 23. und 24. Juni in Nikosia, Zypern. Aus den beiden Gruppen qualifizierten sich die jeweils ersten beiden Teams für die Teilnahme an den beiden Gruppen der 1. Liga des nächsten Europacups. Länderwertungen 2. Liga Gruppe 1 in Riga am 22./23. Juni Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 136,5 141 2 131,0 126 3 129,0 125 4 116,5 120 5 115,0 115 6 97,0 76 7 44,0 64 8 43,0 60 9 32,0 51 qualifiziert für die 1. Liga des nächsten Europacups

Länderwertungen 2. Liga Gruppe 2 in Nikosia am 23./24. Juni Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 131 143 2 109 118 3 98 105 4 93 93 5 86 92 6 79 71 7 49 20px|# AASSE 47 8 20px|# AASSE 33 45 qualifiziert für die 1. Liga des nächsten Europacups

Länderwertungen 1. Liga Die Wettbewerbe in der 1. Liga wurden für Männer und Frauen gemeinsam am 23. und 24. Juni ausgetragen. Die Teams der Gruppe 1 trafen sich in Vaasa (Finnland), die Gruppe 2 fand in der ungarischen Stadt Budapest statt. Die beiden jeweiligen Gruppenersten qualifizierten sich für die Superliga des kommenden Europacups. In die 2. Liga absteigen mussten die Mannschaften auf den jeweils letzten beiden Plätzen. Länderwertungen 1. Liga Gruppe 1 – in Vaasa am 23./24. Juni Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 122 110,0 2 105 106,0 3 101 101,0 4 95 94,5 5 76 87,5 6 70 82,5 7 63 77,0 8 51 60,5 qualifiziert für die Superliga des nächsten Europacups abgestiegen in die 2. Liga des nächsten Europacups

Länderwertungen 1. Liga Gruppe 2 – in Budapest am 23./24. Juni Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 119,0 131,0 2 109,0 104,0 3 92,0 97,5 4 88,0 93,5 5 83,0 86,0 6 72,5 73,0 7 62,0 71,0 8 56,5 60,0 qualifiziert für die Superliga des nächsten Europacups abgestiegen in die 2. Liga des nächsten Europacups

Länderwertungen Superliga Die Teams auf den jeweils letzten beiden Plätzen stiegen in die 1. Liga des nachfolgenden Europacups ab. Länderwertungen Superliga – in Bremen am 23./24. Juni Frauen Männer Platz Land Punkte Land Punkte 1 126,5 107 2 117,0 97 3 86,0 94 4 82,0 93 5 78,0 91 6 72,5 87 7 70,0 77 8 47,0 67 abgestiegen in die 1. Liga des nächsten Europacups

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: WR Weltrekord ER Europarekord WL Weltjahresbestleistung DNS nicht am Start (did not start) DSQ disqualifiziert DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert keine Höhe (No Mark) ogV ohne gültigen Versuch r Wettkampf nicht fortgesetzt (retired) x ungültig o Höhe übersprungen – ausgelassen w Rückenwindunterstützung über dem erlaubten Limit von 2,0 m/s

Superliga: Resultate der Einzeldisziplinen Männer 100 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Mark Lewis-Francis 10,13 2 Konstantinos Kenteris 10,15 3 Frédéric Krantz 10,27 4 Marco Torrieri 10,29 5 Tim Goebel 10,35 6 Marcin Krzywański 10,42 7 Sergei Bytschkow 10,46 8 Pedro Pablo Nolet 10,48 WR: 9,79 s – Maurice Greene, Athen 1999 ER:9,87 s – Linford Christie, Stuttgart 1993

Datum: 23. Juni

Wind: +1,4 m/s

200 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Konstantinos Kenteris 20,31 2 Marlon Devonish 20,59 3 Marcin Urbaś 20,69 4 Alessandro Cavallaro 20,84 5 Marc Blume 21,14 6 Alexander Riabow 21,41 DSQ Alberto Dorrego DOP Christophe Cheval 20,82 WR: 19,32 s – Michael Johnson, Atlanta 1996 ER:19,72 s – Pietro Mennea, Mexiko-Stadt 1979

Datum: 24. Juni

Wind: −0,7 m/s

Der zunächst viertplatzierte französische Sprinter Christophe Cheval wurde positiv auf das verbotene Mittel Nandrolon getestet und mit einer Sperre von zwei Jahren belegt. Unter anderem seine hier erzielten Resultate wurden annulliert. Er war auch in der 4-mal-100-Meter-Staffel eingesetzt worden. So verlor das französische Team zehn Punkte und wurde vom zweiten auf den sechsten Platz zurückgestuft.

400 m Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Marc Raquil 44,95 2 Robert Maćkowiak 45,48 3 David Canal 45,52 4 Ingo Schultz 45,53 5 Alesandro Attene 45,92 6 Dmitri Golowastow 46,11 7 Iwan Thomas 46,14 8 Anastasios Goussis 47,05 WR: 43,18 s – Michael Johnson, Sevilla 1999 ER:44,33 s – Thomas Schönlebe, Rom 1987

Datum: 23. Juni

800 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Paweł Czapiewski 1:48,28 2 Andrea Longo 1:48,54 3 Simon Lees 1:48,80 4 Dimitri Bogdanow 1:48,97 5 Jimmy Lomba 1:49,13 6 Tarik Bourrouag 1:49,36 7 Israel Domínguez 1:49,65 8 Pavlos Farouggias 1:50,06 WR/ER: 1:41,11 min – Wilson Kipketer, Köln 1997

Datum: 24. Juni

Am 21. Juni musste der Vorjahresolympiasieger Nils Schumann, der das deutsche Team ursprünglich gemeinsam mit Diskuswerfer Lars Riedel anführen sollte, seine Teilnahme am Europacup absagen. Er hatte am 15. Juni während des Trainings einen Muskelfaserriss im Oberschenkel erlitten und wurde durch Tarik Bourrouag ersetzt.

1500 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 José Antonio Redolat 3:45,81 2 Mehdi Baala 3:46,29 3 Leszek Zblewsk 3:47,06 4 Christian Obrist 3:47,69 5 Panagiotis Stroubakos 3:48,11 6 Tom Mayo 3:48,69 7 Andrei Sadoroschny 3:48,81 8 Benjamin Hetzler 3:50,08 WR: 3:26,00 min – Hicham El Guerrouj, Rom 1998 ER:3:28,25 min – Fermín Cacho, Zürich, 1997

Datum: 23. Juni

3000 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Driss Maazouzi 3:45,81 2 Andrés Díaz 3:46,29 3 John Mayock 3:47,06 4 Wolfram Müller 3:47,69 5 Sergej Drygin 3:48,11 6 Leszek Zblewski 3:48,69 7 Ferdinando Vicari 3:48,81 8 Yannis Neanidis 3:50,08 WR: 7:20,67 min – Daniel Komen, Rieti 1996 ER:7:26,62 min – Mohammed Mourhit, Monaco 2000

Datum: 24. Juni

5000 m Platz Athlet Land Zeit (min) 1 Ismaïl Sghyr 13:50,47 2 Alberto García 13:50,96 3 Marco Mazza 13:55,85 4 Michael Openshaw 13:58,15 5 Jan Fitschen 13:58,86 6 Michail Jeginow 14:00,24 7 Dariusz Kruczkowski 14:08,83 8 Anastasios Fraggos 14:33,38 WR: 12:39,36 min – Haile Gebrselassie, Helsinki, 1998 ER:12:49,71 min – Mohammed Mourhit, Brüssel 2000

Datum: 23. Juni

110 m Hürden Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Jewgeni Petschonkin 13,38 2 Florian Schwarthoff 13,57 3 Tony Jarrett 13,58 4 Emiliano Pizzoli 13,71 5 Krysztof Mehlich 13,86 6 Hipólito Montesinos 13,88 7 Ladji Doucouré 14,02 8 Dimítrios Piétris 14,04 WR/ER: 12,91 s – Colin Jackson, Stuttgart 1993

Datum: 24. Juni

Wind: +1,3 m/s

400 m Hürden Platz Athlet Land Zeit (s) 1 Fabrizio Mori 48,39 2 Marek Plawgo 48,98 3 Stéphane Diagana 49,07 4 Ruslan Maschtschenko 49,53 5 Christopher Rawlinson 50,11 6 Periklis Iakovakis 50,28 7 Eduardo Iván Rodríguez 50,44 8 Jan Reinberg 51,66 WR: 46,78 s – Kevin Young, Barcelona 1992 ER:47,37 s – Stéphane Diagana, Lausanne 1995

Datum: 24. Juni

3000 m Hindernis