Carl Hochenegg (* 27. Oktober 1860 in Wien; † 6. Februar 1942 ebenda) war ein österreichischer Elektrotechniker.

Leben Wie sein Bruder, der Chirurg Julius von Hochenegg (1859–1940), war er Sohn des Hof- und Gerichtsadvokaten Johann Baptist Hochenegg und dessen Ehefrau Cäcilie; sein Großvater mütterlicherseits war der Jurist und Hochschullehrer Joseph von Winiwarter. Während seines Studiums wurde er 1879 Mitglied der Burschenschaft Libertas Wien.Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 201.Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I: Politiker. Teilband 9: Nachträge. Koblenz 2021, S. 71 (). Nach dem an der k.k. Technischen Hochschule in Wien absolvierten Studium der Elektrotechnik war er von 1883 bis 1899 bei Siemens & Halske in Wien beschäftigt, wo er die Position eines stellvertretenden Direktors der Abteilung für elektrische Bahnen und Zentralen einnahm. Mit Antrittsvorlesung am 1. März 1900.Carl Hochenegg: Antrittsvorlesung. In: Johann Sahulka (Red.): Zeitschrift für Elektrotechnik. Band 18.1900, Heft 11/1900, . Spielhagen & Schurich (Kommission), Wien 1900, S. 125–130. übernahm Hochenegg an seiner Alma Mater die Lehrkanzel für Elektrotechnik, die bis dahin von Adalbert von Waltenhofen (1828–1914) geleitet worden war, und wirkte als ordentlicher Professor bis 1920. Besondere Verdienst erwarb sich Hochenegg um die zwischen 1900 und 1904 gebauten elektrotechnischen Institute, deren Gestaltung wie Einrichtung er wesentlich beeinflusste.OBV. Als 1903 die Lehrgebiete der Elektrotechnik aufgeteilt wurden, übernahm er die Lehrkanzel für Bau und Betrieb elektrischer Anlagen und elektrischer Arbeitsübertragung. 1906/07 bekleidete er das Amt des Rektors,OBV. 1909/10 war er Präsident des Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Vereins. Um 1904 begutachtete er die Experimente von Alexander Just (1874–1937) und verwies diesen an Siemens. Hochenegg machte sich um die Elektrifizierung Wiens verdient. Er wurde am Grinzinger Friedhof bestattet.Grabstelle Carl Hochenegg, Wien, Grinzinger Friedhof, Gruppe 3, Nr. 23.

Im Jahr 1960 wurde in Wien-Döbling (19. Bezirk) die Hocheneggasse nach ihm und seinem Bruder Julius benannt (Schreibweise aus 1960 – der Straßenname wurde nicht an die neue Rechtschreibung angepasst, nach der es Hochenegggasse heißen müsste).

Preise, Auszeichnungen, Ehrungen Lebenslanges Mitglied im Herrenhaus des Reichsrats (1917) k.k. Hofrat Ehrenbürgerschaft der Technischen Hochschule Wien (1925) Ehrendoktor der Technischen Hochschule Wien (1928) Wilhelm-Exner-Medaille (1931) Benennung einer Gasse im 19. Wiener Gemeindebezirk (1960; Ehrung geteilt mit Julius von Hochenegg) Stiftung des Carl-von-Hochenegg-Preises der Wiener akademische Burschenschaft Libertas (2005)

Schriften Anordnung und Bemessung elektrischer Leitungen, 1893

Sicherheitsvorschriften für elektrische Starkstrom-Anlagen, 1907 Projekt betreffend Elektrische Untergrundbahnen durch die Innere Stadt Wien, 1909 Vorschläge zur Verbesserung der Wiener Verkehrsverhältnisse, 1910

Beiträge zur Verbesserung der Wiener Verkehrsverhältnisse, 1923

Vorschlag zur Belebung der österreichischen Volkswirtschaft (Vorwort: Richard Reisch), 1933

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Elektroingenieur Kategorie:Rektor (Technische Universität Wien) Kategorie:Träger der Wilhelm-Exner-Medaille Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Wien Kategorie:Ehrenbürger der Technischen Universität Wien Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Mitglied des Deutschen Klubs (Verein) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1860 Kategorie:Gestorben 1942 Kategorie:Mann