Der Blaustirn-Höschenkolibri (Eriocnemis glaucopoides) oder manchmal auch Blaukappen-Schneehöschen ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae). Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet, das die südamerikanischen Länder Argentinien und Bolivien umfasst. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt.
Merkmale mini|Weibchen Der Blaustirn-Höschenkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 9,5 bis 11 cm. Der Schnabel wird ca. 16 mm lang. Der gabelförmige Schwanz erreicht eine Länge von ca. 4,5 cm. Das Männchen hat eine leuchtende hellblaue Stirnkrone. Fast sein gesamtes übriges Gefieder ist schwarzgrün glänzend. An den Beinen finden sich weiße Federbäusche. Der Bereich um die Kloake ist bläulich purpurn. Die Oberseite und die Beinbäusche des Weibchens sind gleich wie beim Männchen. Die Unterseite ist glänzend zimtfarben bis gelbbraun. An den Seiten und im Bereich um die Kloake finden sich deutliche grüne Sprenkel.
Verbreitung und Lebensraum Blaustirn-Höschenkolibris bewegen sich vorwiegend in dichtem Gebüsch und in den unteren Stratifikationsschichten von Waldrändern. Sie leben am Rande von Nebelwäldern oder Wäldern mit laubabwerfender Vegetation der Bergschluchten. Hier findet man sie in Höhen zwischen 1500 und 2900 m. Sie sind an den feuchten Hängen oberhalb der Stadt Cochabamba und in den Yungas und Tälern des Departamento Cochabamba in Bolivien präsent. Von dort erstreckt sich ihr Verbreitungsgebiet bis in die Provinz Tucumán im Nordwesten Argentiniens.
Unterarten miniatur|Verbreitungsgebiet des Blaustirn-Höschenkolibris Im Moment sind keine Unterarten des Blaustirn-Höschenkolibris bekannt. Er gilt als monotypisch.IOC World Bird List Hummingbirds Trochilus d'obrignyi & , 1846IJules Bourcier u. a., 320–321. wird heute als Synonym betrachtet.
Etymologie und Forschungsgeschichte Bei der Erstbeschreibung im Magasin de Zoologie verwendeten d’Orbigny und Lafresnaye den Namen Ornismya glaucopoides.Alcide Dessalines d’Orbigny u. a., S. 27 Erst später wurde die Art der Gattung Eriocnemis zugeschlagen. Dieser Name leitet sich von den griechischen Wörtern für „Wolle“ und für „Manschette, Beinschiene“ ab.James A. Jobling S. 148 John Gould verwendete in seinem Werk A monograph of the Trochilidæ, or family of humming-birds den Trivialnamen D'Orbigny’s Puff-leg und das Synonym Eriocnemis dorbignyi.John Gould, Tafel 278 & dazugehöriger Text, Volume 4. Die Tafel war Teil der Lieferung 23 aus dem Jahre 1861. Das Artepitheton glaucopoides ist ein griechisches Gebilde aus für „blaugrau, mattgrün bis graublau“ und für „ähnlich, ähnelnd“.James A. Jobling S. 174
Literatur
Weblinks
Factsheet auf BirdLife International
Einzelnachweise
Kategorie:Kolibris