The Salsoul Orchestra war ein 1974 in New York gegründetes US-amerikanisches Disco-Orchester, das auf dem Höhepunkt der Musikrichtung Ende der 1970er zahlreiche Erfolge feiern konnte. Bis zu seiner Auflösung 1982 begleitete es außerdem zahlreiche Disco-Künstler im Studio.

Karriere Das Ensemble wurde 1974 von dem Arrangeur, Komponisten und Musiker Vincent Montana, Jr. gegründet. Zuvor war er Mitglied bei MFSB gewesen, ein Zusammenschluss mehrerer Studiomusiker, die zunächst zahlreiche Philly-Soul-Musiker begleiteten und später erfolgreich eigene Alben veröffentlichten. Einige Musiker dieser Gruppe folgten Montana, Jr. nach New York, um im Salsoul Orchestra zu spielen. Die Big Band verband fortan Elemente aus Philly Soul, Funk und klassischer Disco-Musik, im Gegensatz zu MFSB mit zusätzlichen Latin-Elementen. Für Salsoul Records nahm das Orchester ab 1975 bis Anfang der 1980er Jahre fast ein dutzend Studioalben auf. Außerdem fungierten die zeitweise bis zu 50 Musiker als Studio-Begleitung für zahllose Künstler des Plattenlabels.Biografie+Diskografie, Discogs.com

Die Gruppe feierte auf Anhieb große Erfolge: Das Debüt The Salsoul Orchestra platzierte sich 1975 auf Platz 14 in den USA, etliche Songs rangierten außerdem hoch in den Disco-Charts. Besonders erfolgreich waren Salsoul Hustle und die Coverversion eines alten Jimmy-Dorsey-Hits, Tangerine, denen auch gute Notierungen in den Pop- und R&B-Hitlisten gelangen. Die Nachfolge-LP Nice ’n’ Naasty konnte den Erfolg in etwa wiederholen. Das „amüsante“ Weihnachtsalbum Christmas Jollies deutete laut Allmusic an, dass das Orchester eine Vorliebe für den wachsenden Trend der Disco-Novelty-Aufnahmen hatte.[ Artikel zum Orchester bei Allmusic] Nachfolgende Werke wie Cuchi-Cuchi (1977), mit Charo als Leadsängerin, Up the Yellow Brick Road (1978) mit Musical-Songs und ein zweites Weihnachtsalbum (Christmas Jollies II, 1981) setzten diesen Weg konsequent fort. Dem gegenüber stehen „ernsthaftere“ Alben wie Magic Journey mit großen Hits wie Run Away, der von Loleatta Holloway gesungen wurde.

The Salsoul Orchestra löste sich 1982 auf. Noch Anfang 1983 stand die Single Ooh, I Love It (Love Break) als letzter Hit des Ensembles in den amerikanischen Disco-Charts. In den 1990er Jahren wurden die meisten Studiowerke des Salsoul Orchestras auf CD wiederveröffentlicht, diverse Kompilationen folgten. 1997 wurde Run Away von dem Projekt Nuyorican Soul und der Sängerin India neu aufgenommen und erreichte diesmal Platz eins der Disco-Charts.[ Chart-Infos, Allmusic]

Vincent Montana Jr. verstarb am 13. April 2013.Statusmeldung, offizielle Facebook-Seite, abgerufen am 15. April 2013

Diskografie

Alben

Weitere Alben 1978: How Deep Is Your Love 1978: How High? 1979: Street Sense 1982: Heat It Up 2005: Swingin’ with Santa 2005: Salsoul

Kompilationen

Weitere Kompilationen 1994: Anthology Volume 1 1994: Anthology Volume 2 1997: The Best Of 1999: The Best of the Salsoul Orchestra 2003: Sound of Salsoul: Best of the Salsoul Orchestra 2003: Greatest Hits 2004: Heat It Up 2005: The Anthology 2005: Greatest Disco Hits 2015: The Salsoul Orchestra Story: 40th Anniversary Collection (3 CDs)

Singles

Weitere Singles 1975: I Just Can’t Give You Up (Floyd Smith mit The Salsoul Orchestra) 1976: Chicago Bus Stop (Ooh, I Love It) 1976: It Don’t Have to Be Funky (To Be a Groove) 1976: Little Drummer Boy 1976: We Wish You a Merry Christmas 1976: Christmas Medley 1977: Borriquito (mit Charo) 1977: Short Shorts 1977: Dance a Little Bit Closer 1978: Sgt Pepper’s Lonely Hearts Club Band 1978: Catch Me on the Rebound (mit Loleatta Holloway) 1978: Magic Journey 1979: Sun After the Rain 1979: Somebody to Love 1981: Deck the Halls

Auszeichnungen für Musikverkäufe Platin-Schallplatte

1978: für das Album Christmas Jollies

Quellen

Weblinks Offizielle Website von Vincent Montana, Jr.; Philly Sound Works

Kategorie:Disco-Band Kategorie:Orchester (Vereinigte Staaten) Kategorie:Musikgruppe (New York City)