Die 251. Infanterie-Division (251. ID) war ein militärischer Großverband der Wehrmacht.

Geschichte

Aufstellung Die 251. Infanterie-Division wurde im August 1939 als Teil der 4. Aufstellungswelle in Hersfeld aufgestellt.

Westfeldzug Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs nahm sie am Fall Gelb und dem Feldzug gegen Belgien teil. Danach im Fall Rot gegen Frankreich, wobei sie Operationen in der Bretagne durchführte.

Unternehmen Barbarossa Im Rahmen des Unternehmens Barbarossa marschierte die 251. ID in Litauen ein und nahm im Herbst 1941 am Unternehmen Taifun gegen Moskau teil. Es folgten langwierige Kampfhandlungen bei Rschew, wobei sich der schnelle Angriffskrieg in einen materialintensiven Stellungskrieg verwandelte. 1943 folgte der Rückzug aus dem Frontbogen bei Rschew im Rahmen der Unternehmen Büffelbewegung.

Unternehmen Zitadelle Die Division wurde bei der Panzerschlacht von Kursk eingesetzt.

Auflösung 1943 Die Division musste im November 1943 nach äußerst schweren Verlusten an der Ostfront aufgelöst werden.

Wiederaufstellung 1944 Am 27. September 1944 wurde die 251. ID neu aufgestellt. Der neue Divisionsstab bildete sich aus dem Stab der Korps-Abteilung E, welche außerdem die Divisions-Gruppe 251 mit einschloss.

Vernichtung in Westpreußen Im Januar 1945 erlitt die 251. ID. im Brückenkopf Warka bei Warschau schwere Verluste und wurde im März 1945 in Westpreußen endgültig vernichtet.

Verwendung der Reste der Division Teile der 251. ID. bildeten den Grundstock des Führerkorps der im März/April 1945 in Jüterbog aufgestellten Infanterie-Division „Friedrich Ludwig Jahn“ (RAD-Division 2). Dazu ist der komplette Divisionsstab der 251. ID, mit Teilen der Nachr.Abt. 251 (nur mit tragb. Gerät) sowie die Stäbe des Art.Rgt. 251 und des Pi.Btls. 251, noch vor der Kämpfe um die Oxhöfter Kämpe nördlich Gotenhafen in der Nacht vom 1. zum 2. April 1945 nach Hela gebracht worden. Von dort erreichten sie am Abend des 5. April 1945 Jüterbog.

+ Eingliederung und Unterstellung der 251. ID während des Zweiten Weltkriegs Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort September 1939 zur Verfügung 5. Armee C Eifel Oktober 1939 V 4. Armee B Januar 1940 Mai 1940 A Belgien Juni 1940 zur Verfügung OKH – – Lille Juli 1940 XXVIII 6. Armee A Brest August 1940 B September 1940 C Dezember 1940 D Januar 1941 Mai 1941 zur Verfügung – C Ostpreußen Juni 1941 XXIII 16. Armee Nord Juli 1941 zur Verfügung – Dünaburg August 1941 L 9. Armee Mitte Newel September 1941 XXIII Dubno, Kalinin Dezember 1941 XXVII Rschew Januar 1942 Februar 1942 VI April 1942 XXXXVI Mai 1942 XXVII August 1942 VI November 1942 XXVII Januar 1943 Februar 1943 Gruppe Burdach März 1943 zur Verfügung 2. Panzerarmee Orjol April 1943 XX Juli 1943 9. Armee September 1943 LVI 2. Armee Desna Oktober 1943 XXXXVI Gomel Oktober 1944 VIII 9. Armee Warka (Polen) Dezember 1944A Januar 1945 Februar 1945 XXVII 2. Armee Weichsel Ostpreußen

Gliederung Infanterie-Regiment 451 Infanterie-Regiment 459 Infanterie-Regiment 471 Artillerie-Regiment 251 I.–IV. Abteilung Panzerabwehr-Abteilung 251 Aufklärungs-Abteilung 251 Pionier-Bataillon 251 Nachrichten-Abteilung 251 Nachschubstruppen

Personen + Divisionskommandeure der 251. IDDienstzeit Dienstgrad Name 1. September 1939 bis 6. August 1941 Generalleutnant Hans Kratzert 6. August 1941 bis 10. März 1943 Generalmajor/Generalleutnant Karl Burdach 10. März bis April 1943 Generalmajor/Generalleutnant Maximilian FelzmannApril 1943OberstEugen KönigApril 1943 bis 15. November 1943GeneralleutnantMaximilian Felzmann Neuaufstellung – –10. Oktober 1944 bis 4. März 1945GeneralmajorWerner Heucke

+ Generalstabsoffiziere (Ia) der 251. IDDienstzeit Dienstgrad Name 1939 bis 30. November 1939 Oberst Friedrich Krischer Edler von Wehregg 1940 Hauptmann Gundelach 1940 Major Hoeffner 1940 bis Mai 1941 Major Wolf-Arnim Zabel 5. Mai 1941 bis 15. Dezember 1942 Major Hans Meier-Welcker 15. Dezember 1942 bis 12. November 1943 Oberstleutnant Peter Knapp 25. August 1944 bis 10. April 1945 Oberstleutnant Werner Reerink

Oberstleutnant Adolf Fischer war ab 1940 Kommandeur des 459. Infanterie-Regiments. Major/Oberstleutnant Rudolph Alfred Freiherr von Recum (* 31. Juli 1896; † 27. April 1990) Bataillonskommandeur, verhinderte mit seiner Einheit in der Sommerschlacht um Rschew 1942 den sowjetischen Einbruch an der Nordstellung Major Gerhard Konopka (* 27. März 1911 Tirschtiegel/Brandenburg; † 29. Januar 1997 Darmstadt) Konopka wurde während seines Ostfronteinsatzes mehrfach mit Orden ausgezeichnet; u. a. mit der Nahkampfspange in Gold sowie dem Ritterkreuz. 1945 übernahm er ein Regiment der Infanterie-Division Friedrich Ludwig Jahn aus den Überresten der 251. ID.http://www.waffenhq.de/biographien/biographien/konopka.html

Literatur Henrik Schulze: 19 Tage Krieg. Die RAD-Infanteriedivision „Friedrich Ludwig Jahn“ in der Lücke zwischen 9. und 12. Armee. Hoppegarten b. Berlin 2011. ISBN 978-3-932566-45-5.

Weblinks (PDF; 461 kB), Nafziger Collection, Combined Armed Research Library.

Einzelnachweise

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