Dumbrăvița (veraltet Țânțari oder Țânțariu; , oder Szunyogszeg) ist eine Gemeinde im Kreis Brașov in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Dumbrăvița im Kreis Brașov Die Gemeinde Dumbrăvița liegt südöstlich vom Siebenbürgischen Becken nördlich der Măgura Codlei (Zeidner Berg), im Zentrum des Kreises Brașov. An der Mündung des Valea Caselor-Bach in die Homorod – ein linker Nebenfluss des Olt (Alt) –, an der Kreisstraße (drum județean) DJ 112C und an der Bahnstrecke Brașov–Făgăraș befindet sich Dumbrăvița etwa 10 Kilometer nördlich von Codlea (Zeiden); die Kreishauptstadt Brașov (Kronstadt) befindet sich etwa 25 Kilometer südöstlich entfernt.
Geschichte Der Ort Dumbrăvița wurde 1470 urkundlich erwähnt. Ende des 18. Jahrhunderts war der Ort Sitz eines Grenzregiments im ungarischen Königreich.Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
Im Königreich Ungarn lag die Gemeinde im Stuhlbezirk Törcsvár (heute Bran) im Komitat Fogaras, anschließend im Kreis Făgăraș und ab 1950 im heutigen Kreis Brașov an.
Nach unterschiedlichen Angaben, wurde ab 1960 mit dem Gesetz Nr. 3 von 1960, oder 1965, die ehemalige Bezeichnung des Ortes Țânțari, in die aktuelle Dumbrăvița geändert. 2015 veranlasste der damalige Bürgermeister der Gemeinde eine Umfrage, wobei 90 % der befragten Bewohner für die Rückbenennung des Ortes zustimmen würden.
Bevölkerung Bei der Volkszählung 1850 wurden auf dem Areal der Gemeinde Dumbrăvița 2964 Menschen gezählt. In dem von überwiegend rumänischer Bevölkerung lebenden Gemeinde, wurde die höchste Einwohnerzahl (5160) und auch gleichzeitig die der Rumänen (5050) 1977 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Roma (466) wurde 2002, die der Magyaren (60) 1910 und die der Rumäniendeutschen (24) 1890 ermittelt.Volkszählung 1850–2002, letzte Aktualisierung 1. November 2008 (ungarisch; PDF; 521 kB). 2011 lebten in der Gemeinde Dumbrăvița 4624 Menschen. 4294 waren Rumänen, 148 Roma, 18 Magyaren, vier Rumäniendeutsche und restliche machten keine Angaben zu ihrer Ethnie.Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB).
Sehenswürdigkeiten Die rumänisch-orthodoxe Kirchen Sf. NicolaeAngaben zur Sf. Nicolae in Dumbrăvița bei biserici.org abgerufen am 25. März 2016 (rumänisch). in Dumbrăvița und die Sf. Vasile cel MareAngaben zur Sf. Vasile cel Mare in Vlădeni bei biserici.org abgerufen am 25. März 2016 (rumänisch). im eingemeindeten Dorf Vlădeni (Wladein). In Dumbrăvița die Moara veche („alte Mühle“ in der Gării Str. Nr. 959), 1887 errichtet, steht unter Denkmalschutz. (PDF; 7,10 MB). Der Complexul piscicol Dumbrăvița, ein fast 420 Hektar großes Naturschutzgebiet mit einem etwa 1,8 km² großen See und mehrere kleinere Teiche entlang der Homorod. abgerufen am 25. März 2016 (rumänisch). Ein sowjetischer Soldatenfriedhof des Zweiten Weltkrieges an der Europastraße 68 in der Nähe des eingemeindeten Dorfes Vlădeni.()
Persönlichkeiten Dumitru Stăniloae (1903–1993), in Vlădeni geboren, Orthodoxer Theologe Nicolas Simion (1959–2026), Jazzmusiker
Weblinks
Dumbrăvița bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1470