Karl Mörwald (* 26. Oktober 1918 in Krems an der Donau; † Oktober 2004) war ein österreichischer Politiker (KPÖ) und Redakteur. Mörwald war von 1956 bis 1959 Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich.
Mörwald besuchte nach der Volksschule das Gymnasium und danach die Handelsschule. Er war als kaufmännischer Angestellter tätig und wurde 1938 beim Reichsarbeitsdienst eingesetzt. Danach diente er ab Juli 1939 in der Luftwaffe der Wehrmacht, wo er als Stabsschreiber eingesetzt worden ist. Ab Herbst 1943 war er in der Dienststelle des Generals der Schlachtflieger in Berlin unter Oberstleutnant Alfred Druschel tätig. Er beteiligte sich an der Westfront während der Ardennenoffensive im Dezember 1944, wonach er nach Berlin zurückkehrte. Ende Jänner 1945 entging er einer Versetzung zu den Fallschirmjägern, wodurch er mittels Desertion nach Krems floh. Dort hielt er sich bis Kriegsende versteckt und beteiligte sich am Aufbau einer Widerstandsgruppe.Robert Streibel: Karl Mörwald (1918–2021). Das Tagebuch eines Deserteurs. In: Mitteilungen der Alfred Klahr Gesellschaft. 27. Jg., Nr. 2, Juni 2020, S. 17–22 (Digitalisat online als PDF). Nach dem Krieg war Mörwald 1945 als Journalist tätig, zwischen 1945 und 1950 war er Vizebürgermeister in Krems und zwischen 1950 und 1979 Gemeinderat. Er vertrat die KPÖ nach dem Mandatsverzicht von Viktor Pospischil zwischen dem 20. September 1956 und dem 4. Juni 1959 im Niederösterreichischen Landtag.
Literatur NÖ Landtagsdirektion (Hrsg.): Biographisches Handbuch des NÖ Landtages und der NÖ Landesregierung 1921–2000 (= NÖ-Schriften. Band 128). NÖ Landtagsdirektion, St. Pölten 2000, ISBN 3-85006-127-2. Robert Streibel: Krems 1938–1945. Eine Geschichte von Anpassung, Verrat und Widerstand. Verlag Bibliothek der Provinz, Weitra 2014, ISBN 978-3-99028-330-1.
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Einzelnachweise
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