Franz Ferring (* 23. Juli 1910 in Tsingtau; † 24. Februar 2000 in Würzburg) war ein deutscher Diplomat.

Außenpolitik im Dritten Reich 1932 studierte Franz Fering Rechtswissenschaft an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und Mandarin am Seminar für Orientalische Sprachen. In den späten 1930er Jahren war er an der Botschaft des Deutschen Reichs in Paris und 1939 am Generalkonsulat in Hongkong akkreditiert. Am 3. November 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 1. April 1939 aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.025.232).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/8580538 Als Legationssekretär war Ferring ab 1941 Ostasien-Referent der rundfunkpolitischen Abteilung des Außenministeriums unter Joachim von Ribbentrop. auf braunbuch.de

Am 1. Februar 1941 bezeichnet Ferring Hitler als „populärsten und machtvollsten Menschen der Welt“.

Zu dieser Zeit betreute George Orwell die BBC in Britisch-Indien.

Ferring wurde in den Generalkonsulaten in Hongkong und Shanghai als Attaché eingesetzt und ging von dort im Mai 1941 nach Guatemala, da dort der Gesandte Christian Zinsser zur persona non grata erklärt worden war.

Bundesrepublik Deutschland Über seine Entnazifizierung ist nichts bekannt. Ende Mai 1964 war Ferring im Außenministerium der Bundesrepublik Deutschland in der Abteilung III mit der Kreditvergabe an die Energía de Industrias Arragnesas S.A. im von Francisco Franco regierten Spanien befasst.Birgit Aschmann: „Treue Freunde...?“ Westdeutschland und Spanien. 1945–1963. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-515-07579-8, S. 317

Von 1964 bis 1969 war er Botschafter in Südkorea. Nachdem das südkoreanische Botschaftspersonal 1968 auf Weisung von Kim Hyung-Wook 17 Südkoreaner aus der Bundesrepublik entführt hatte, wurde er von der Bundesregierung Kiesinger für zwei Monate aus Seoul abberufen.Die Amerikaner bombardierten Saigon. In: Die Zeit. Nr. 6/1968 Diese Extraordinary rendition wurde vom koreanischen Geheimdienst KCIA weltweit ausgeführt. Aus der Bundesrepublik Deutschland wurde von 56 Entführten berichtet, aus Frankreich von 13, aus den USA von sechs und aus dem Vereinigten Königreich von vier.56 were resided! in West Germany, 13 in France, six in the US and four in the UK. In: Far Eastern economic review. Band 57–58, Review Publishing, 1967

Zu Beginn der sozialliberalen Koalition wurden 25 Angehörige des Auswärtigen Dienstes von Außenminister Walter Scheel in den einstweiligen Ruhestand versetzt, um die ungünstige Alterspyramide des Außenministeriums abzubauen. Gegen diese Verwaltungsentscheidung klagte auch der Beamte Franz Ferring.

Literatur Maria Keipert (Red.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 1: Johannes Hürter: A–F. Schöningh, Paderborn u. a. 2000, ISBN 3-506-71840-1.

Einzelnachweise

Kategorie:Deutscher Botschafter in Südkorea Kategorie:Deutscher Botschafter auf den Philippinen Kategorie:Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945 Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1910 Kategorie:Gestorben 2000 Kategorie:Mann