Sklavin für einen Sommer (im Original: L'alcova) ist ein italienischer Erotikfilm von Regisseur Joe D’Amato aus dem Jahr 1984.
In Deutschland wurde der Film am 6. August 1987 erstmals veröffentlicht.
Handlung Das faschistische Italien Mitte der 1930er-Jahre: Schriftsteller Elio De Silvestris kehrt nach einjährigem Einsatz im Abessinienkrieg wohlbehalten auf seinen Landsitz in Livorno zurück. Mit ausgefallenen Gaben vom schwarzen Kontinent stellt er seine bisexuelle Frau Alessandra zufrieden. Als er ihr jedoch seine „persönliche Beute“ präsentiert, eine dunkelhäutige äthiopisch Prinzessin Zerbal, die ihm als Geschenk überreicht wurde und die ihm völlig ergeben ist, reasgiert sie verbittert, beginnt sich aber dann für die zu interessieren.
Schon früher ging die herrschsüchtige Alessandra mit Wirma, Elios 23-jähriger Sekretärin, eine Liebschaft ein. Mit der Rückkehr Elios durchlebt Wirma eine schwere Zeit wegen ihrer Eifersucht. Fortan hat sie ihre heimliche Geliebte zu teilen. Zudem löst die Fremde als eine potentielle Nebenbuhlerin bei Wirma Beziehungsängste aus. Dies führt zunächst zu Streitigkeiten, die später in offene Feindschaft umschlagen.
Als der mit Liquiditätsproblemen kämpfende Elio Zerbals überdrüssig wird, überträgt er seinen Machtanspruch auf seine hypersexuelle Frau. Alessandra wird so zur neuen Herrin und Zerbal ihre bevorzugte Geliebte. Die verschmähte Wirma zieht sich zurück. Sie erweckt aber das Interesse von Furio, Elios Sohn aus erster Ehe.
Derweil schreibt Elio seine Erinnerungen an den Abessinienkrieg nieder, um mit der Publikation des Buchs Schulden bezahlen zu können. Getrieben von Geldnot beschließt er überdies, Amateur-Pornofilme mit den drei Frauen des Hauses als Aktricen zu produzieren. Allen Bedenken zum Trotz geht der Streifen in Produktion. Beim Dreh wird die noch jungfräulichen Wirma, anders als im ursprünglichen Szenarium vorgesehen, misshandelt und von einem Bediensteten der De Silvestris brutal vergewaltigt, und sie wird dabei von Elio gefilmt.
Als Wirma am nächsten Morgen mit einer gestohlenen Filmrolle zum Tatort zurückkehrt, entdeckt sie, dass Zerbal im Begriff ist, sich für den Verlust ihrer Freiheit zu rächen, indem sie manipulierend auf die De Silvestris einwirkt. Die Frau kehrt das Abhängigkeitsverhältnis um und avanciert zur neuen Herrin über Elio und Alessandra. Wirma erstarrt. Am Ende entfacht sie durch einen Zufall ein Feuer, welches auf Zerbal übergreift und sie unter Qualen verbrennen lässt. In der letzten Szene des Films ergreift die schockierte Wirma die Hand Furios.
Veröffentlichung und Indizierung In die deutschen Kinos schaffte es nur eine gekürzte Fassung. Diese wurde auch auf Video herausgebracht. 1989 wurde der Film durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften als jugendgefährdend indiziert.
2005 veröffentlichte X-NK den Sklavin für einen Sommer erstmals ungeschnitten in einer DVD-Hartbox in Deutschland. 2006 erfolgte eine weitere Indizierung in Listenteil A. 2014 erfolgte die Listenstreichung, da eine Indizierung nach 25 Jahren ihre Wirkung verliert. Der Film wurde 2021 erneut gekürzt auf DVD herausgebracht, dieses Mal als Amaray aus dem Hause Donau Film.
Kritiken Das Lexikon des internationalen Films schreibt, der Film sei ein mit „sadistische[n] Leidenschaften angereicherter Soft-Porno aus den Niederungen dieses Genres.“
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1984 Kategorie:Italienischer Film Kategorie:Erotikfilm Kategorie:Ehemals indizierter Film Kategorie:Vergewaltigung im Film