mini|270px|Soest und seine Ortsteile Thöningsen ist ein Ortsteil von Soest in Westfalen.
Thöningsen liegt im Norden der Stadt, angrenzend befinden sich die Gemeinden Lippetal und Bad Sassendorf. Seit dem Mittelalter ist Thöningsen ein Teil der Soester Börde, genauer: der Niederbörde. Im Westen verläuft die Oestinghauser Landstraße (z. T. B 475). Thöningsen wird von der Schledde durchflossen. Ihr Nebenfluss ist der Roßbach.
In Thöningsen liegt der niedrigste Punkt von Soest mit 73 m ü. NN im „Hammer Land“ zwischen Schledde und B 475. Info der Stadt Soest. Ausgabe Februar 2010. (PDF; 76 kB).
Geschichte Thöningsen wird im Jahr 1168 (1190) als Thodenchusen erstmals erwähnt.Marga Koske: Geschichte der eingemeindeten Soester Stadtteile. In: Soester Zeitschrift. 112, 2000, S. 23–78, hier: 30. Zur ursprünglichen Gemeinde bzw. zum heutigen Ortsteil gehören auch die Höfe von Willingheppen, Hemmis, Kutmecke, Ellingsen sowie die ursprünglich zur Herrlichkeit Hinderking gehörige Bauerschaft Wehringsen. Am 1. Juli 1969 wurde Thöningsen durch das Soest/Beckum-Gesetz in die Kreisstadt Soest eingegliedert. Die einklassige ev. Volksschule von Thöningsen mit den Jahrgängen 1 bis 8 in einem Raum und einem Lehrer wurde 1964 geschlossen. Das Schulgebäude wurde 1970 abgebrochen und 1982 im Westfälischen Freilichtmuseum in Detmold wieder aufgebaut. Historisch (Schule, Schützenverein u. a.) gibt es engere Kontakte zum Soester Ortsteil Katrop und dem Welveraner Ortsteil Balksen.
Name Der Ortsname mit der für die Region typischen Endung „-ingsen“ (=-inghausen) bedeutet etwa: bei den Häusern der Leute des T(h)ōdo/T(h)ōdi.Michael Flöer, Claudia Maria Korsmeier: Die Ortsnamen des Kreises Soest (= Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB), Band 1). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89534-791-7, (https://rep.adw-goe.de/handle/11858/00-001S-0000-0001-CC5B-1) S. 433–434. Die Bedeutungen der zugehörigen Ortsbezeichnungen sind: Hemmis: bei den Häusern der Leute des HemmoMichael Flöer, Claudia Maria Korsmeier: Die Ortsnamen des Kreises Soest (= Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB), Band 1). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89534-791-7, (https://rep.adw-goe.de/handle/11858/00-001S-0000-0001-CC5B-1) S. 220. Kutmecke: FerkelbachMichael Flöer, Claudia Maria Korsmeier: Die Ortsnamen des Kreises Soest (= Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB), Band 1). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89534-791-7, (https://rep.adw-goe.de/handle/11858/00-001S-0000-0001-CC5B-1) S. 290. Ellingsen: bei den Häusern der Leute des Aldi (rekonstruierte Form)/AldoMichael Flöer, Claudia Maria Korsmeier: Die Ortsnamen des Kreises Soest (= Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB), Band 1). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89534-791-7, (https://rep.adw-goe.de/handle/11858/00-001S-0000-0001-CC5B-1) S. 152. Wehringsen bedeutet etwa: bei den Häusern der Leute des Ward(o).Michael Flöer, Claudia Maria Korsmeier: Die Ortsnamen des Kreises Soest (= Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB), Band 1). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89534-791-7, (https://rep.adw-goe.de/handle/11858/00-001S-0000-0001-CC5B-1) S. 459. Willingheppen – etwa: Heppen der Leute des Widilo/Widulo oder Heppen des Widilingbeides nach: Michael Flöer, Claudia Maria Korsmeier: Die Ortsnamen des Kreises Soest (= Westfälisches Ortsnamenbuch (WOB), Band 1). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89534-791-7, (https://rep.adw-goe.de/handle/11858/00-001S-0000-0001-CC5B-1) S. 476–477.
Einwohnerentwicklung
Jahr Ew. 1933 174 1939 161 1961 187 1998 195 2005 204 2008 220
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Belege
Weblinks
Bilder zum Ort
Kategorie:Ortsteil von Soest Thoningsen Kategorie:Gemeindeauflösung 1969 Kategorie:Ersterwähnung 1168