Ostbüren ist ein Ortsteil der westfälischen Stadt Fröndenberg/Ruhr, Kreis Unna, mit fast 900 Einwohnern.

Geographie

Lage Ostbüren liegt im Nordosten der Stadt. Die Bundesautobahn 44 durchquert den Norden des Ortsgebietes.

Nachbargemeinden Ostbüren grenzte im Jahr 1967 im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Gemeinden Lünern, Stockum, Siddinghausen, Bausenhagen, Frömern und Kessebüren (alle im Kreis Unna).

Geschichte Ostbüren gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit in eigener Bauerschaft (Oissebueren) im Amt Unna zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten die 15 Steuerpflichtigen in der Bauerschaft zwischen 1 und 6 Goldgulden an Abgabe zu leisten. Größter Hofbesitzer war Herman Weelman mit 6 Goldgulden Abgabe.Aloys Meister: Die Grafschaft Mark, Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 27 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Ostbüren). Im Jahr 1705 waren in der vergrößerten Bauerschaft Ostbürens 28 Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei Hamm im Kataster verzeichnet.Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark 1705, Bearb. von Willy Timm, S. 63–64.

Ab dem 19. Jahrhundert gehörte Ostbüren bei der Errichtung der Ämter in der preußischen Provinz Westfalen zum Amt Fröndenberg im Kreis Hamm. 1895 gab es in der Landgemeinde Ostbüren auf 644,6 ha Fläche, 5 Wohnplätze, 76 Wohnhäuser mit 82 Haushaltungen und 487 Einwohner.Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Berlin 1897, S. 78/79, Online-Ausgabe Münster, Universitäts- und Landesbibliothek 2014, pdf. Anlässlich der Auskreisung der Stadt Hamm am 1. April 1901 wurde aus dem Kreis der Landkreis Hamm. Nach einer Gebietserweiterung im Jahr 1929 wurde dieser im Oktober 1930 in Kreis Unna umbenannt.

Am 1. Januar 1968 wurden Altendorf, Bausenhagen, Frohnhausen, Frömern, Langschede, Neimen, Ostbüren, Stentrop, Strickherdicke und Warmen nach Fröndenberg eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner 1849 480 1910 439 1931Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931. 450 1956Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957 579 1961 596 1967 558 1987 606 2013 851

Mülldeponie

In Ostbüren befinden sich das Kompostwerk für die Kompostierung des Bioabfalls, eine Umladeanlage, einer von sechs Wertstoffhöfen und eine Schadstoffannahmestelle des Kreises Unna.

Verkehr

In Ostbüren gibt es drei Kreisstraßen:

Die K 23 führt im Westen nach Kessebüren und im Osten nach Bausenhagen und Bentrop. Die K 24 führt im Norden zur Bundesstraße 1 bei Stockum und im Süden über Hohenheide nach Fröndenberg. Die K 26 verbindet die Ostbürener mit Frömern.

Weblinks

Einzelnachweise

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