miniatur|Auf dem Kriegerdenkmal im Gemeindefriedhof Talheim sind alle Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege aus Talheim aufgeführt
Das Kriegerdenkmal in Talheim im Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg, ist eine Gedenkstätte für die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Gemeinde und für die durch Kriegsereignisse zu Tode gekommenen Talheimer Bürger.
Geschichte und Gefallene Die Geschwister Ludwig (1869–1955), Albert (1877–1951) und Karoline (1870–1955) Zoller, die zunächst nach Südafrika ausgewandert waren, unterstützten 1925 die Errichtung des Denkmals mit 200 Mark,Barbara Barth: Auf den Spuren der Wohltäter (23. Februar 2009), abgerufen am 7. Juli 2013 während der Denkmalverein in den vier Jahren seines Bestehens die Erstellung des Gefallenen-Denkmals in die Wege leitete.Ortshistoriker Gaa gerät ins Schwärmen. (30. August 2008), abgerufen am 7. Juli 2013
Hervorzuheben ist die Erwähnung der Zivilistinnen Frida Bräuninger und Erika Scherb, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg als Opfer aufgeführt sind.
Die große Opferzahl im Zweiten Weltkrieg (91 gefallene und 37 vermisste BürgerGeschichtsbuch der Gemeinde Talheim im Landkreis Heilbronn. Gemeinde Talheim, Talheim 1995, S. 151) kommt daher, dass im April 1945 die US-Armee und deutsche Truppen, die sich auf dem Rückzug befanden, in Talheim aufeinandertrafen und vom Haigern und vom Hundsberg aus der Ort unter Kreuzfeuer genommen wurde. Insofern ist das Denkmal ein historisches Mahnmal, das an eines der vielen Rückzugsgefechte erinnert, die 1945 in den letzten Kriegswochen in Deutschland stattfanden.
Ursprünglicher Standort 350px|mini|Talheim mit Kriegerdenkmal (Mitte) und Bottwartalbahn (rechts).
Das Kriegerdenkmal war ursprünglich ortsbildprägendSiehe Galerie: Ortshistoriker Gaa gerät ins Schwärmen: Den Ortskern prägte das 1925 errichtete Gefallenen-Denkmal in der Ortsmitte – auf dem jetzigen Rathausplatz – unterhalb des Oberen Schlosses errichtet war auch beim Durchfahren des Orts mit der heute stillgelegten Bottwartalbahn zu sehen. Am 29. November 1925Geschichtsbuch der Gemeinde Talheim im Landkreis Heilbronn. Gemeinde Talheim, Talheim 1995, S. 129 wurde die Gedenkstätte unter großer Beteiligung der Talheimer Bevölkerung eingeweiht.
Bei der Gedenkfeier für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs hielten der evangelische und der katholische Pfarrer sowie als Vertreter der Israeliten der Lehrer Straus Ansprachen., abgerufen am 9. Juli 2013 Straus’ Glaubensbruder Moritz Hirschfeld, abgerufen am 6. Juli 2013 ist auf dem Denkmal eingetragen.Gustav Manasse nicht verewigt Im Zusammenhang mit den deutschen Blitzkriegen fielen sechzehn Soldaten aus Talheim, ein weiterer Soldat wurde durch den Talheimer Bürgermeister als vermisst gemeldet., abgerufen am 9. Mai 2013
Während des Nationalsozialismus war das Denkmal Bestandteil des Adolf-Hitler-Platzes, der zuvor Kelterplatz hieß, abgerufen am 7. Juli 2013 und als Aufmarschplatz der Partei diente. Der Platz wurde in den Jahren 1951 bis 1953 im Zusammenhang mit der Schozachregulierung umgestaltet.
Eine zur Gedenkstätte führende Fußgängerbrücke wurde, obwohl für die Verteidigung unbedeutend, im April 1945 durch die Wehrmacht gesprengt., abgerufen am 6. Juli 2013
Neues Denkmal Im Zuge einer Umgestaltung der Ortsmitte wurde das Denkmal um 1980 niedergelegt und auf den Gemeindefriedhof, unter augenscheinlicher Verwendung der original Umfassungssteine,Historisches Foto der Denkmalanlage, abgerufen am 13. Juli 2013 neu geschaffen.
Einzelnachweise
Weblinks Sammlung von Abbildungen und Unterlagen über Denkmäler, Ehrentafeln und dgl. für Gefallene des Ersten Weltkriegs im Oberamt Heilbronn Archivalien: M 746 Bü 27 (1926-1929)
Talheim Kategorie:Bauwerk in Talheim (Landkreis Heilbronn) Kategorie:Gedenkstätte des Ersten Weltkriegs in Baden-Württemberg Kategorie:Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs in Baden-Württemberg