Die Liste DDR-typischer Abkürzungen, die sich als alphabetische Sammlung versteht, enthält Abkürzungen für Begriffe, die aus staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen, Dingen des Alltags und aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen stammen. Die Abkürzungen stellen einen Teilbereich des Sprachgebrauchs in der DDR dar.

A (zum nächsten Buchstaben – B) AAK – Außenhandel-Abrechnungs-Kontor Berlin (1949) AAK – Außenarbeitskommando (im Strafvollzug)Abkürzungsverzeichnis in: Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes der Deutschen Demokratischen Republik (Hrsg.): Kommunalwahlfälschung am 7. Mai 1989 in den ehemaligen DDR-Bezirken Dresden, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) und Leipzig. Berlin 2014, S. 73–75. Online als PDF:

AASK – Afro-Asiatisches Solidaritätskomitee ab 1963, die Nachfolgeorganisation des 1960 gegründeten „Komitee für Solidarität mit den Völkern Afrikas“ AB – Anlagenbau AB – Arbeitsbereich AbA – Allgemeine Bedingungen für Anschlußbahnen ABAO – Arbeits- und Brandschutzanordnung ABF – Arbeiter-und-Bauern-Fakultät: Einrichtung für Arbeiter-und-Bauern-Kinder zur Erlangung der Hochschulreife ab 1949 ABI – Arbeiter-und-Bauern-Inspektion: ab 1963 dem Zentralkomitee der SED und dem Ministerrat der DDR unterstellte Kontrollinstitution ABUS – Volkseigener Betrieb für die Ausrüstung von Bergbau und Schwerindustrie mit Sitz in Merseburg, Oberaltenburg 4 (1953) ABV – Abschnittsbevollmächtigter der Volkspolizei, der als Ansprechpartner für ein bestimmtes, begrenztes (Wohn-)Gebiet diente ACZ – Agrochemisches Zentrum, Einrichtung, die LPGs Technik und Material zur Düngung und Schädlingsbekämpfung bereitstellte ADGV – Allgemeiner Deutscher Gehörlosen-Verband, 1957 in Halle gegründet, 1973 in GSV umbenannt AdK – Akademie der Künste (Berlin) AdL – Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR von 1972 bis 1991 ADMV – Allgemeiner Deutscher Motorsport Verband der DDR von 1957 bis 1990 ADN – Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst 1946 gegründete erste Nachrichtenagentur in Deutschland AdW – Akademie der Wissenschaften der DDR ab 1972 AE – Maß für die Arbeitseinheit in der Landwirtschaft – damit wurde der Anteil der Leistung jedes Mitglieds einer Genossenschaft an dem erzeugten Gesamtprodukt und damit die Basis für die Einkünfte der Arbeitsleistung bemessen ÄBK – Ärzteberatungskommission AEB – Applikationszentrum Elektronik Berlin von 1972 bis 1990, vorher EHB – Elektronikhandel Berlin AeO – Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Offiziere von 1958 bis 1971 AF – Arbeiterfestspiele (1959–1988) AfdE – Ausschuß für deutsche Einheit (1954–1965) AfEP – Amt für Erfindungs- und Patentwesen AfG – Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED von 1976 bis 1990 AfI – Amt für Information ab 1949 beim Ministerpräsidenten der DDR – später Presseamt beim Vorsitzenden des MR AfNS – Amt für Nationale Sicherheit – Nachfolgeeinrichtung des MfS bis 14. Dezember 1989 AfP – Amt für Preise beim MR von 1965 bis 1989 AfS – Amt für Standardisierung von 1954 bis 1973 – ging dann im ASMW auf AG – Arbeitsgemeinschaft AGB – Arbeitsgesetzbuch der DDR AG BKK – Arbeitsgruppe Bereich Kommerzielle Koordinierung (KoKo) ab 1983 im MfS AGCK – Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der DDR ab 1970 AGL – Abteilungsgewerkschaftsleitung in Großbetrieben, AGL-er war der Vorsitzende der AGL. AGM – Arbeitsgruppe des Ministers im MfS AGO – Abteilungsgewerkschaftsorganisation AGO – Arbeitsgerichtsordnung AGP – Arbeitsgemeinschaft der Produktionsgenossenschaften AHB – Außenhandelsbetrieb in der DDR AIF – Amt für industrielle Formgestaltung, das besondere Auszeichnungen für Erzeugnisse vergab: SL = Gestalterische Spitzenleistung, GL = Gute gestalterische Leistung AJA – Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren AK – Aktuelle Kamera – Nachrichtensendung des DFF AKE – Arbeitskrafteinheit – eine männliche/weibliche Person, die mindestens 2100 Arbeitsstunden im Jahr tätig ist. Das galt für Personen > 16 Jahre und < 65 Jahre. AKG – Auswertungs- und Kontrollgruppe AKh – Arbeitskraftstunde – eine Stunde der Handarbeit einer voll arbeitsfähigen AK ALB – Allgemeine Liefer- und Leistungsbedingungen – Bestimmungen in gesetzlichen Regelungen über die Grundsätze der Gestaltung von Vertragsbedingungen oder zwischen Vertragspartnern ALCID – VVB ALCID Radebeul von 1948 bis 1952 für Betriebe der anorganischen Chemie, die Aufgaben wurden danach von der VVB der anorganisch-chemischen Industrie übernommen ANG-Kosten – betrieblich anfallende Kosten für technologisch bedingten Ausschuss, Nacharbeit und Garantieverpflichtungen bei Erzeugnissen und Leistungen AöB – Allgemeine öffentliche Bibliotheken A-Plan – ein Forschungsplan der AdW APO – Abteilungsparteiorganisation – eine Grundorganisation der SED APW – Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR von 1970 bis 1991 ASAO – Arbeitsschutzanordnung ASB – Arbeitsschutzbestimmung ASG – Armeesportgemeinschaft ASK – Armeesportklub ASMW – Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung ASPR – Automatisierte Systeme der Planberechnungen ASR – Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR ab 1972 in Potsdam-Babelsberg bis 1990 AST – Aufgabenstellung ASTM – Arbeitsstelle für Technische Mikrobiologie der AdW AStR – Arbeitseinkommensteuer-Richtlinie ASV – Armeesportvereinigung „Vorwärts“ ab 1956 ASVO – Arbeitsschutzverordnung vom 1. Dezember 1977 (GBl. I/1977 Nr. 36 S. 405) ASW - Akademie für Sozialistische Wirtschaftsführung ATG – Autotransportgemeinschaften – Unternehmer des gewerblichen Güterverkehrs gehörten den ATGs an, die eine Lenkung des Einsatzes des Güterverkehrs durch Lastkraftwagen vornahmen. Dazu gab es in der DDR ATG-Bezirksgeschäftsstellen in den Bezirken ATV – Allgemeine Tarifvorschriften für den Ladungsverkehr als Bestandteil des DBGT A&V – An- und Verkauf, Secondhandladen AWA – Anstalt zur Wahrung der Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte auf dem Gebiet der Musik AWG – Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft AWS – Anwerksilage AWH – Arbeiterwohnheim zur Unterbringung von Arbeitern bspw. beim Industriebau awig – Agrarwissenschaftliche Gesellschaft der DDR (1960–1990) AZKW – Amt für Zoll und Kontrolle des Warenverkehrs

B mini|Pausengymnastik in der Betriebsberufsschule des VEG Wilmersdorf im Kreis Angermünde (zum nächsten Buchstaben – C) … (zum Anfang der Liste) BA – Bergakademie BAF – Technische Universität Bergakademie Freiberg BAO – Brandschutzanordnung, zuletzt wirksam durch die Verhaltensanordnung Brandschutz vom 8. Juni 1982 (GBl. I/1982 Nr. 29 S. 532) Baukema – VEB Kombinat Baukema Leipzig (Baukema: Baumaschinen, komplette Anlagen und Erdbewegungsmaschinen) BBB – Bagger-, Bugsier- und Bergungsreederei bis 1991 BBK – Berliner Bischofskonferenz BBS – Betriebsberufsschule BBZ – Berufsberatungszentrum BDA – Bund Deutscher Architekten, ab 1952, ab 1971 in BdA umbenannt BdA – Bund der Architekten der DDR ab 1971 BdDB – Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig – ab 1946 als Verband der Verleger und Buchhändler der DDR BDP – Bezirksdirektion der DP BDS – Bund Deutscher Segler im Fachverband des DTSB ab 1958 BDVP – Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei (BDVP (B) – mit Betriebsschutz Wismut) BE – Baueinheit(en) der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR BEK – Bund Evangelischer Kirchen in der DDR ab 1969 BEK – Betriebliches Entwicklungs- und Konstruktionsbüro BEL - Bezirkseinsatzleitung, Gliederung des NVR auf Bezirksebene BFD – Bezirksfilmdirektion (Organisation für den Verleih von Filmen für Kinos) BfN – Büro für Neuererwesen in Betrieben und Kombinaten BG – Biologische Gesellschaft der DDR (1959–1990) BGL – Betriebsgewerkschaftsleitung BGO – Betriebsgewerkschaftsorganisation BGW – VEB Berliner Glühlampenwerk „Rosa Luxemburg“, Teilbetrieb des VEB Narva BHG – Bäuerliche Handelsgenossenschaft, Einrichtung zum Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten, Werkzeugen und Baumaterialien BHT-Koks – Braunkohlenhochtemperaturkoks BHuG – Banken für Handel und Gewerbe 1946 bis 1952, dann in die DBB übernommen BHZ – Berliner Handelszentrale Nahrungsmittel mit Sitz in Berlin, Wallstraße 23-24 (1953) BIK – Brandenburgisches Industriekontor (1949) BK – Berliner Konferenz (Katholischer Christen aus europäischen Staaten), ab 1964 BKdAW – Bezirkskomitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer BKG – Bezirkskoordinierungsgruppe (des MfS) BKV – Betriebskollektivvertrag BKW – Braunkohlenwerk BL – Betriebsleitung BLN – Bank für Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft, ab 1968 BLWR – Bezirkswirtschaftsrat BMK – Bau- und Montagekombinat BMSR-Technik – Betriebsmeß-, Steuerungs- und Regelungstechnik BOK – Berliner Ordinarienkonferenz (der römisch-katholischen Kirche in der DDR) BP – Betriebspreis als Bestandteil des Industrieabgabepreises (IAP), der nach den Berechnungen der Industriepreise erfolgte. BPK – Bezirksplankommission, ab 1961 BPKK – Bezirksparteikontrollkommission BPL – Betriebsparteileitung BPO – Betriebsparteiorganisation BPS – Bezirksparteischule BR – Bibliotheksrat BS – Bausoldat, Angehöriger der Baueinheiten der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR BSG – Betriebssportgemeinschaft BSI – Bezirksschulinspektion BSV – Blinden- und Sehschwachenverband der DDR, ab 1957 BT – Bezirkstag BTI – Bezirks-Tierzuchtinspektion BUD – Berg-Unfall-Dienst, 1970 als Ersatz und Abgrenzung zum historisch gewachsenen Bergrettungsdienst (v. a. in der BRD) im Klettergebiet der Sächsischen Schweiz BUT – Binnenhafenumschlagstarif BuV – Bundesvorstand des FDGB BV – Bibliotheksverband der DDR BV – Bezirksvorstand BVfS – Bezirksverwaltung für Staatssicherheit (auch nur BV) BWR – Bezirkswirtschaftsrat, ab 1963 BZ – Berliner Zeitung BZA – Biologische Zentralanstalt der DAL mit der Zentralstelle in Berlin-Kleinmachnow und den Instituten in Aschersleben und Naumburg BZF – Bremszylinderfett „Boluskol“

C (zum nächsten Buchstaben – D) … (zum Anfang der Liste) CFK – Christliche Friedenskonferenz in der DDR 1958–1992 CG – Chemische Gesellschaft der DDR CKB – VE Chemiekombinat Bitterfeld

D (zum nächsten Buchstaben – E) … (zum Anfang der Liste) DA – Dienstanweisung DABA – Deutsche Außenhandelsbank ab 1966 DAG – Deutsche Astronautische Gesellschaft DAHA – Deutscher Außenhandel Berlin – eine Anstalt des öffentlichen Rechts von 1949 bis 1951, danach als DIA DAKZ – Datenerfassung- und Kontrollzentrum (Pharmaziegroßhandel der DDR, SVPM) DAL – Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin (gegründet durch Errichtungsbeschluß der Regierung der DDR vom 11. Januar 1951, GBl. S. 29); 1972 in AdL umbenannt DAMG – Deutsches Amt für Maß und Gewicht (1949) DAMW – Deutsches Amt für Material- und Warenprüfung DANAT – Datenspeicher Naturschutz beim Institut für Landschaftsforschung und Naturschutz Halle DARAG – Deutsche Auslands- und Rückversicherungs-Aktiengesellschaft DASR – Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft in Potsdam-Babelsberg bis 1972 DAV – Deutscher Anglerverband DAW – Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin von 1946 bis 1972 DB – Deutsche Bücherei Leipzig DBB – Deutsche Bauernbank bis 1965, dann als Landwirtschaftsbank, ab 1968 BLN DBD – Demokratische Bauernpartei Deutschlands DBGT – Deutscher Binnenschiffahrts-Gütertarif DBO – Deutsche Bauordnung DBV – Deutscher Basketball-Verband DBSV – Deutscher Billard-Sportverband der DDR ab 1958 DBSV – Deutscher Bogenschützen-Verband der DDR ab 1959 DBV – Deutscher Box-Verband ab 1958 DBV – Deutscher Basketball-Verband der DDR ab 1958 DBV – Deutsches Bücherverzeichnis DCV – Deutscher Caritasverband in der DDR ab 1946 DdZ – Dokumentation der Zeit – eine Zeitschrift herausgegeben vom Deutschen Institut für Zeitgeschichte; Deutsche Düngerzentrale (1949) DE – Diensteinheit (Polizei oder MfS) DEFA – DEFA – Deutsche Film AG DEGT – Deutscher Eisenbahngütertarif ab 1. Juli 1958 DELV – Deutscher Eislauf-Verband der DDR ab 1958