mini|Porträtbüste von Adelbert Hotzen vor der Stiftskirche St. Materniani et St. Nicolai in Bücken Adelbert Theodor Hotzen (* 17. Oktober 1830 in Grohnde; † 13. März 1922 in Hildesheim) war ein deutscher Architekt und preußischer Baubeamter. Er galt als überzeugter Vertreter des von Conrad Wilhelm Hase geprägten Stils der Neugotik.Helmut Knocke: Hotzen, Adelbert Theodor. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 179 u.ö.; online über Google-BücherInhaltsgleich auch in Helmut Knocke: Hotzen, Adelbert. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 309.

Werdegang Hotzen absolvierte von 1848 bis 1851 zunächst eine Militärausbildung in Hannover und Stade. Zuletzt stand er im Rang eines Leutnants.

1852 nahm Hotzen Privatunterricht in Hannover und besuchte 1852–1853 einen Mathematikkurs an der Polytechnischen Schule München. Darauf aufbauend studierte er von 1853 bis 1857 Architektur an der Polytechnischen Schule Hannover.

1857–1858 war er als Mitarbeiter von Conrad Wilhelm Hase tätig, unter anderem beim Bau von Schloss Marienburg.

Von 1859 bis 1868 arbeitete Hotzen als selbständiger Architekt in Hannover. In dieser Zeit wurde er Mitglied im Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover und war gemeinsam mit Conrad Wilhelm Hase, Ludwig Bähr, Wilhelm Hauers, Franz Ewerbeck, Wilhelm Lüer und Franz Andreas Meyer Mitbegründer der „Niedersächsischen Bauhütte“.Helmut Knocke: Bauhütte zum weißen Blatt. In: Stadtlexikon Hannover, S. 52 Später wurde Hotzen Ehrenmitglied der Bauhütte zum Weißen Blatt.

Ab 1866 unterbrach Adelbert Hotzen seine selbständige Tätigkeit in Hannover und arbeitete bis 1895 als Baubeamter in den Orten Göttingen, Linden, Hannover, Schleswig und Harburg und Goslar. (Ausgrabungen auf dem Petersberg)

Im Ruhestand lebte Adelbert Hotzen in Celle und Hildesheim.

Adelbert Hotzen war der Vater des Architekten Otto Hotzen (* 20. Mai 1871 in Goslar; † 1914, gefallen im Ersten Weltkrieg).

Bauten (unvollständig) 1860–1862: eigenes Haus (genannt „Hotzenburg“) in Hannover, Haarstraße 1862–1869: Neubau von Schloss Hastenbeck, 1863 bis 1864 unter Mitwirkung seines Freundes Hermann NartenHelmut Knocke: Narten, (3) Georg Hermann Carl. In: HBL, S. 268 sowie im Zeitraum zwischen 1863 und 1866 mit Adolf NartenHelmut Knocke: Narten, (1) Adolf. In: HBL, S. 267 1863–1868: Restaurierung der Stiftskirche in Bücken; zeitweilig unter der Bauleitung von Werner SchuchHugo Thielen: Schuch, Werner. In: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 324 sowie im Zeitraum zwischen 1863 und 1866 mit Adolf Narten 1865: Schule in Hoya 1868–1871: Restaurierung der Kaiserpfalz Goslar, in den Jahren 1869 bis 1870 mit Theodor Unger als ArchitektHelmut Knocke: Unger, Theodor. In: HBL, S. 367 1873–1874: Evangelisches Vereinshaus in Hannover, Prinzenstraße 1873–1875: Krankenhaus Bethesda in (Hannover-)Kirchrode 1887–1893: Restaurierung des Schleswiger Doms, unterstützt durch den Jungarchitekten und späteren Bremer Dombaumeister Ernst Ehrhardt 1902: Kapelle des Frauenheims in Hildesheim-Himmelsthür

Literatur Günther Kokkelink, Monika Lemke-Kokkelink: Baukunst in Norddeutschland. Hannover 1998, S. 537 f. Hiram Kümper, Dieter Wegener: Ernst Ehrhardt – Dombaumeister. Ein Architektenleben zwischen Preußen und Bremen. Bremen: Edition Temmen 2022, S. 123–155, ISBN 978-3-8378-1061-5.

Weblinks Reinhard Glaß: Datensatz zu Adelbert Hotzen in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902), zuletzt abgerufen am 4. Februar 2016

Einzelnachweise

Kategorie:Architekt (Hannover) Kategorie:Architekt des Historismus Kategorie:Ehrenmitglied der Bauhütte zum Weißen Blatt Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1830 Kategorie:Gestorben 1922 Kategorie:Mann