Das Solum (lat. Boden, Pl. Sola) ist ein Begriff aus der Bodenkunde. Er bezeichnet einen Bodenkörper ohne die Streuschicht (L) mit Pflanzenmaterial und ohne das Ausgangsgestein (C), aus dem es durch Verwitterung hervorgeht. Werden diese beiden Schichten mit einbezogen, spricht man vom Pedon.

In Bezug auf die Bodenhorizontbezeichnungen besteht das Solum aus A-, E-, und B-Horizonten sowie deren Übergangshorizonten und einigen O-Horizonten. Die untere Grenze des Solums wird allgemein mit der Wurzeltiefe mehrjähriger Pflanzen gleichgesetzt, wenn sie keine anderen Faktoren wie Wasserzustand oder Bodenzusammensetzung begrenzen. Ein Solum hat weder eine maximale noch eine minimale Dicke. In manchen Boden kann es schwierig sein, das Solum genau abzugrenzen.

Nicht alle Böden haben ein Solum, z. B. ein Boden, der ausschließlich aus kürzlich abgelagertem Alluvium oder kürzlich freigelegtem weichem Sediment. Einige Böden enthalten Schichten, die nicht an der Bodenbildung beteiligt sind. Diese Schichten gehören nicht zum Solum.

Literatur Blum, Winfried E.H.; Bodenkunde in Stichworten; Gebr. Bornträger Vlg.; Stuttgart 2007; 6. Aufl.; S. 97.

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