Das Kloster Les Chambons (Campi boni; Notre-Dame des Chambons) ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Gemeinde Borne (Ardèche) im Département Ardèche, Region Auvergne-Rhône-Alpes, in Frankreich. Das Kloster lag im Weiler Les Chambrons rund 43 km westlich von Aubenas im Wald von Bauzon.
Geschichte Das Kloster wurde auf Grund einer Stiftung von Guillaume de Borne und seiner Söhne 1152 von dem damals noch nicht dem Zisterzienserorden beigetretenen Kloster Dalon und dessen Tochter Kloster Loc-Dieu gegründet, aber wegen der Entfernung von diesem 1164 dem Kloster Sénanque, nicht aber dessen Mutterkloster Mazan, das nur unweit von Les Chambons gelegen ist, als Tochterkloster unterstellt und gehörte damit wohl von Anfang an der Filiation von Kloster Cîteaux an (die Abhängigkeit von Sénanque wird allerdings in Zweifel gezogen).Hélène Morin Sauvade, Carsten Fleischhauer: Sénanque. Éditions Zodiaque, Paris 2002, ISBN 2-7369-0280-7, S. 22. Rückschläge erlitt das Kloster durch die Pest und den Hundertjährigen Krieg. Es fiel 1474 in Kommende. Die mittelalterliche Klosteranlage entsprach nicht dem bernhardinischen Plan. Ausbaupläne im 17. Jahrhundert wurden nicht verwirklicht. In der Französischen Revolution wurde das Kloster 1791 aufgelöst und verschwand bald darauf.
Bauten und Anlage Von der Kirche haben sich Mauern bis zur Höhe von rund 1 m erhalten. Steine des Klosters sind im Ort verbaut. Der Hauptaltar ist in die Kirche von Saint-Étienne-de-Lugdarès gelangt. Erhalten sind drei befestigte Grangien, die Schlösser Chabrolières, le Breuil und le Crouzet. In der Grangie la Felgère richtete sich 1830 der erste Trappistenkonvent von Kloster Notre-Dame-des-Neiges ein.
Abtsliste Regularäbte Guillaume de Borne, 1152 Bernard I. Durand, Prior, 1156 Guillaume I., 1163 Pierre II. de Merle, 1173 Guillaume, 1178 Pierre III. Adhémar, 1198 Arnaud, abbé, 1219 Pierre VI. Béraud, 1238 Bernard de Tine, 1242 Eble, 1248 Pierre VII., genannt De La Chapelle, 1256 Guillaume Récanieu, 1259 Mathieu de Trabe, 1260 Eblon Azas, 1284 Pons de Trabe, 1292 Pierre Rostaing, 1329 Pierre de Sampson, 1359 Armand de Spalet, 1365 Étienne Garnier, 1374 Pierre X. Ayn, Mir, 1395 Jean de la Roque, 1439
Kommendataräbte Charles de Joyeuse, 1474 Guillaume III. de Joyeuse, 1502 Guillaume de Joyeuse, 1551 Jean Dutour, 1557 Kardinal François de Joyeuse, 1601 Henri I. von Lothringen, Herzog von Guise, 1616 Louis de Chauméjan, 1641 Henri II. François Xavier de Belsunce de Castelnoron, Bischof von Marseille, 1706 René Joseph de Gouyon de Varavault, 1755.
Literatur Bernard Peugniez: Routier cistercien. Abbayes et sites. France, Belgique, Luxembourg, Suisse. Nouvelle édition augmentée. Éditions Gaud, Moisenay 2001, ISBN 2-84080-044-6, S. 429.
Weblinks inhaltsarme Website der Certosa di Firenze „Les Chambons“ in Cistopedia - Encyclopaedia Cisterciensis
Einzelnachweise
Chambons Chambons Kategorie:Bauwerk im Département Ardèche Kategorie:Borne (Ardèche) LesChambons Kategorie:Aufgelöst 1791