Die New Jersey Devils (IPA: ) sind ein US-amerikanisches Eishockeyfranchise der National Hockey League aus Newark im Bundesstaat New Jersey. Es nahm zu Beginn der Saison 1974/75 unter dem Namen Kansas City Scouts den Spielbetrieb auf. Vor der Spielzeit 1976/77 zog das Franchise zunächst von Kansas City nach Denver um und spielte bis Ende der Saison 1981/82 unter dem Namen Colorado Rockies. Im Sommer 1982 erfolgte schließlich der Umzug an die Ostküste und die Umbenennung in den derzeitigen Namen. Die Teamfarben sind Rot, Schwarz und Weiß.

Die Devils tragen ihre Heimspiele im Prudential Center aus und sind das einzige Franchise, das innerhalb der Liga zweimal den Standort wechselte. Seit Beginn der 1990er Jahre gehört das Team zu den erfolgreichsten der Liga und verpasste seit 1988 nur in zwei Spieljahren die Playoffs. Zudem gewann die Mannschaft seit 1995 bei fünf Finalteilnahmen dreimal den prestigeträchtigen Stanley Cup. Die Devils sind für ihre defensiv ausgerichtete Spielweise bekannt. Sie führen eine Rivalität mit den New York Rangers und den Philadelphia Flyers. Die Devils gewannen neun Mal die Atlantic Division, zuletzt in der Saison 2009/10.

Geschichte Erfolglose Jahre nach dem Umzug an die Ostküste (1982 bis 1987) mini|Altes Logo der Devils Das Franchise wurde bereits 1974 gegründet und spielte die ersten zwei Jahre unter dem Namen Kansas City Scouts. Aus finanziellen Gründen zog das Team bereits nach zwei Spielzeiten zur Saison 1976/77 nach Denver und wurde zu den Colorado Rockies. Hier kam es im Sommer 1978 zu einem Besitzerwechsel. Der neue Eigentümer Arthur Imperatore verkündete gleich, dass er das Team gerne nach New Jersey umsiedeln wollte. Noch stellte sich die National Hockey League diesem Wunsch entgegen, da es dort keine angemessene Spielstätte gab. Die Rockies hatten es in der Folge mit dem stetig im Raum stehenden Umzug schwer. Schließlich kaufte John McMullen das Team und vollzog zur Saison 1982/83, als die Brendan Byrne Arena fertiggestellt war, den Umzug. Da sie mit ihrem Standort in bestehende territoriale Rechte anderer Teams eingriffen, war es erforderlich, die New York Rangers, New York Islanders und Philadelphia Flyers finanziell zu entschädigen. Mit diesen Teams hatte man auch starke regionale Konkurrenz. Um sich in der neuen Heimat die erforderliche Akzeptanz zu verschaffen, wurde eine Umfrage nach dem neuen Teamnamen gestartet. Über 10.000 Stimmen wurden abgegeben und die Entscheidung fiel mehrheitlich auf New Jersey Devils.The New York Times, SCOUTING; 'Jersey Devils' Wins Name Poll.

Der populärste Spieler in der ersten Spielzeit war Torhüter Glenn Resch, die erfolgreichsten Spieler waren Aaron Broten und Don Lever. Dazu kam Bob MacMillan, der der jüngere Bruder von Cheftrainer Bill MacMillan war und in der Verteidigung der Finne Tapio Levo, als einziger europäischer Stammspieler. In den letzten Spielen der ersten Saison zeigte der junge Pat Verbeek, dass er ein wichtiger Bestandteil der Devils-Zukunft sein würde. Auch wenn in der ersten Saison nur 17 Spiele gewonnen wurden – die wenigsten Siege der Liga –, belegten die Devils mit 48 Punkten den vorletzten Platz in ihrer Division. Für die zweite Spielzeit wurde Mel Bridgman von den Calgary Flames im Tausch für Joel Quenneville und Steve Tambellini geholt. Neben Verbeek konnte sich auch der junge Verteidiger Joe Cirella etablieren. Ihr Debüt geben auch Ken Daneyko und John MacLean. Als sich aber der sportliche Erfolg nicht einstellte, trennten sich die Devils noch während der Saison von Trainer und General Manager Bill MacMillan. Nur zwei Siege aus den ersten 20 Spielen machten den Handlungsdruck zu groß. Tom McVie übernahm das Traineramt bis zum Saisonende, während Max McNab neuer General Manager wurde. Am Ende der Saison reichten 17 Siege erneut zum vorletzten Platz in der Division. Gekrönt wurde der Fehlstart von einer Aussage Wayne Gretzkys, der die Devils als „Mickey-Mouse-Team“ bezeichnet hatte. Beim nächsten Gastspiel der Edmonton Oilers trugen viele Zuschauer Mickey-Mouse-Ohren.Kat’s Devils Den,

Mit Doug Carpenter als neuem Cheftrainer gingen die Devils in die Saison 1984/85. Die Verteidigung wurde mit Bruce Driver und dem Deutschen Uli Hiemer verstärkt. Im Angriff tat sich der starke Rookie Kirk Muller hervor, mit Greg Adams unterstützte ein weiterer Neuling das Team. Auch wenn es wieder nur für den vorletzten Platz reichte, war das Team mit 22 Siegen näher an den vor ihnen liegenden Teams dran. Zwar verbesserten sich die Devils stetig und brachten es in den beiden folgenden Spielzeiten auf je 28 Siege, da mit Mario Lemieux jedoch beim bisherig Letzten, den Pittsburgh Penguins, ein schneller Aufschwung kam, musste sich New Jersey mit dem letzten Platz in der Division zufriedengeben. Als auch 29 Siege in der Saison 1986/87 nicht reichten, um die rote Laterne der Division abzugeben, und auch verpflichtete Spieler wie der Torhüter Karl Friesen nicht einschlugen, holte Besitzer McMullen als Team-Präsident Lou Lamoriello. Dieser war im College-Eishockey über viele Jahre erfolgreich gewesen, besaß aber keine Erfahrung im Profibereich.

Erste Erfolge (1987 bis 1994) Lamoriello entließ im Sommer 1987 Max MacNab als General Manager und übernahm diese Position selbst. Mit Brendan Shanahan und Doug Brown kamen wieder hoffnungsvoller Spieler und für Greg Adams sowie Torhüter Kirk McLean hatten die Devils aus Vancouver Patrik Sundström verpflichtet. Mitten in der Spielzeit holten die Devils mit Jim Schoenfeld einen neuen Trainer. Am letzten Spieltag der Saison konnten die Devils aus eigener Kraft erstmals die Playoffs erreichen. In einem dramatischen Spiel bei den Chicago Blackhawks erzielte John MacLean das entscheidende Tor in der Overtime. Die New York Rangers hatte man im Rennen um die Endrunde ausgestochen, in der ersten Playoff-Runde waren die New York Islanders dann der erste Gegner. Nachdem das erste Spiel in Overtime hatte gewonnen werden können, wurde die Serie in sechs Spielen gewonnen. Auch den Boston Bruins boten die Devils einen harten Kampf über sieben Spiele, bevor sie ausschieden. In dieser Serie kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Trainer Schoenfeld und Schiedsrichter Don Koharski. Auf dem Weg in die Kabine stolperte Koharski während eines Verbalgefechts. Er beschuldigte den Trainer ihn geschubst zu haben. Schoenfeld wurde gesperrt, erstritt über ein ordentliches Gericht die Aussetzung der Sperre. Daraufhin verweigerten die Schiedsrichter ihren Einsatz. Daher wurde ein Spiel mit unterklassigen Schiedsrichtern, die zufällig in der Halle waren, ausgetragen.Youtube, TSN Jim Schonfield goes after Don Koharski. Der erfolgreichste Spieler der Playoffs war Patrik Sundström.

Nach diesem Erfolg folgte zunächst ein Rückschritt. Die Qualifikation für die Endrunde wurde deutlich verpasst und der Umbau des Teams damit vorangetrieben. Pat Verbeek wurde im Tausch für Sylvain Turgeon an die Montréal Canadiens abgegeben. Zusätzlich nutzen die Devils die Öffnung des Eisernen Vorhangs und holten mit Wjatscheslaw Fetissow und Alexei Kassatonow zwei erfahrene Verteidiger aus der Sowjetunion. Im Laufe der Saison ging mit Aaron Broten der letzte Spieler, der in der ersten Saison der Devils im Kader stand. So umgebaut erreichte das Team den zweiten Platz in ihrer Division, doch schieden sie in der ersten Playoff-Runde gegen die Washington Capitals aus. Besonders die Verpflichtung von Claude Lemieux, für den Turgeon nach Montreal zurückkehrte, war Zeichen für eine defensivere Spielweise. Auch andere Transfers zeigten dies, so kam für Brendan Shanahan mit Scott Stevens von den St. Louis Blues der künftige Schlüsselspieler in der Verteidigung, für Kirk Muller kamen aus Montréal Tom Chorske und Stéphane Richer.

Die wichtigste Personalie war seinerzeit noch nicht so auffällig. Im NHL Entry Draft 1990 hatten die Devils in der ersten Runde einen talentierten Torhüter ausgewählt, der drei Jahre später den Durchbruch schaffen sollte, Martin Brodeur. Lamoriello hatte den Kader gut umgebaut. Die erfolgreich im Draft der 1980er Jahre geholten Spieler waren gegen Spieler getauscht worden, aus denen die Stützen des Teams wurden. Im Draft bewiesen die Scouts eine geschickte Auswahl, als Spieler wie Scott Niedermayer und Brian Rolston geholt wurden. Niedermayer konnte an der Seite von Stevens seine offensiven Qualitäten zeigen. Dazu kamen mit Bernie Nicholls und Bobby Carpenter noch Routiniers, die dem Team Stabilität gaben. Nachdem das Team viermal in Folge in der ersten Playoff-Runde gescheitert war, erreichten die Devils in der Saison 1993/94 erstmals über 100 Punkte in der regulären Saison und verloren in den Conference Finals gegen ihren Lokalrivalen, die New York Rangers. Im siebten Spiel beendete Stéphane Matteau im zweiten Abschnitt der Verlängerung mit seinem Tor die Hoffnung auf den Finaleinzug. Erstmals wurden Spieler der Devils auch bei der Vergabe der individuellen Trophäen am Saisonende berücksichtigt. Martin Brodeur erhielt als bester Rookie die Calder Memorial Trophy, Scott Stevens gewann den NHL Plus/Minus Award und Jacques Lemaire wurde als bester Trainer mit dem Jack Adams Award ausgezeichnet.

Zwei Stanley-Cup-Siege (1995 bis 2000) mini|Martin Brodeur war bei allen drei Cup-Siegen der große Rückhalt der Devils Bedingt durch einen Streik begann die Saison 1994/95 erst im Januar und wurde verkürzt mit nur 48 Spielen ausgetragen. Das Team, dem das unglückliche Aus in den letzten Playoffs noch anzumerken war, war weitgehend unverändert geblieben. Mit dem Routinier Bernie Nicholls konnten sich die Devils nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen. Die dadurch entstandene Lücke schloss der Ende Februar verpflichtete Neal Broten, der von den Dallas Stars kam. Nach 30 Spielen hatten die Devils mehr Niederlagen als Siege zu verbuchen, mit einem starken Schlussspurt kämpften sich die Devils aber noch auf den fünften Platz der Eastern Conference und damit in die Playoffs. Hier standen sie in der ersten Runde den Boston Bruins gegenüber, die in den ersten beiden Heimspielen in Boston Martin Brodeur nicht überwinden konnten. Nach einer Niederlage im dritten Spiel war es erneut Brodeur, der mit seinem dritten Shutout die Serie fast im Alleingang gewann. Auch gegen die Pittsburgh Penguins, die in der zweiten Runde der Gegner waren, setzten sich die Devils durch. Nur im ersten Spiel in Pittsburgh konnten die Penguins triumphieren, bevor die Devils mit vier Siegen in Folge in das Conference-Finale einzogen. Hier waren die Philadelphia Flyers um Topscorer Eric Lindros der klare Favorit.

Nachdem die ersten fünf Spiele jeweils durch das Auswärtsteam gewonnen worden waren, durchbrachen die Devils diese Serie im sechsten Spiel und entschieden so die Serie zu ihren Gunsten. Im Finale waren es dann die stark favorisierten Detroit Red Wings der Gegner. Mit zwei Siegen kehrten die Devils aus Detroit zurück und bestätigten zuhause die starke Leistung. Nach zwei Siegen mit jeweils 5:2 gelang der Sweep, wie in Nordamerika ein glatter Sieg in einer Serie von Spielen ohne eigene Niederlage bezeichnet wird, und das Team gewann erstmals den Stanley Cup. Besonders zwei Spieler, die in der Regel vor allem durch ihren Körpereinsatz auffielen, hatten sich in den Playoffs gesteigert. Claude Lemieux und Randy McKay hatten in der regulären Saison zusammen elf Tore erzielt. In den Playoffs brachten es die beiden zusammen auf 21. Lemieux wurde auch als bester Spieler der Playoffs mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet. Turbulent war die folgende Saison. Es gab Gerüchte über einen Umzug der Devils nach Nashville. Hierdurch genötigt, stimmte der Bundesstaat New Jersey einer Renovierung der in die Jahre gekommenen Halle zu.Sportsecyclopedia.com, Geschichte der New Jersey Devils.