Der Hockey Club Rychenberg Winterthur (kurz «HCR») ist ein Schweizer Unihockeyverein aus Winterthur, welcher in der höchsten Schweizer Spielklasse, der Unihockey Prime League, mitspielt. Der Verein wurde 1983 als erster Unihockeyclub der Stadt Winterthur gegründet und war im gleichen Jahr einer von 22 Initianten des Schweizer Unihockeysports.
Das Fanionteam spielt seit der Klubgründung ununterbrochen in der höchsten Schweizer Spielklasse und wurde 2026 zum ersten Mal Schweizer Meister. Zuvor wurde er bereits viermal Vizemeister (1986, 1992, 1993 und 2010) und gewann fünfmal den Schweizer Cupwettbewerb (1986, 1988, 1991, 1996 und 2025).
Ein erfolgreiches Damenteam der Schweiz, die Red Ants Rychenberg Winterthur, war ehemals die Damensektion des HCR. Sie feierte als HC Rychenberg bereits zwölf Meistertitel und gewann fünfmal den Schweizer Cup. Die Damensektion spaltete sich im Jahr 2000 zwecks besserer Identifikation der Damensektion vom Verein ab.
Geschichte mini|Eventheimspiel 2017 gegen Floorball Köniz vor ausverkauften Rängen in der Eulachhalle. Die Anfänge des HC Rychenberg liegen in den 1970er Jahren. Damals vergnügten sich mehrere Jahre lang einige Primarschüler auf dem Parkplatz der Kantonsschule Rychenberg mit Strassenhockey. Es waren die gleichen Schüler, die einige Jahre später auf der Treppe zum Pausenplatz der Kantonsschule den HC Rychenberg ins Leben riefen.
Als der harte Kern bereits im Mittelschulalter stand, wurde aus dem Gegeneinander ein Miteinander. An die Stelle der Turniere untereinander trat der regelmässige Kräftevergleich mit einer ähnlichen Quartiergemeinschaft aus dem Winterthurer Vorort Sulz-Rickenbach. Auf dem Hintergrund dieser Lokalderbys gab sich die Mannschaft aus der Eulachstadt den heute noch gültigen Namen Hockeyclub Rychenberg Winterthur. Mit der Zeit förderten die Konfrontationen mit Sulz-Rickenbach aber nichts mehr Neues zu Tage und verloren dadurch ihren Reiz. Der Moment war günstig, nach Alternativen Ausschau zu halten. Das Schicksal meinte es gut mit den hockeybegeisterten Winterthurern, denn just in dieser Zeit initiierte der Schweizerische Landhockeyverband (SLHV) eine Versuchsmeisterschaft für Unihockey.
mini|Michel Wöcke gegen Floorball Köniz. Das Zeitrechnung hiesigen Unihockeys begann am 6. Februar 1983. Zweiundzwanzig Mannschaften nahmen beim ersten von vier Turnieren der Versuchsmeisterschaft in der universitären Sportanlage in Zürich-Fluntern teil, darunter der HC Rychenberg. National wie international geläufige Namen wie Felix Arbenz und Konrad Lieske waren zwei der Teamstützen dieser Mannschaft der ersten Stunde. Am Ende der Versuchsmeisterschaft schaute für die Winterthurer ein zehnter Rang heraus, was ihnen die Qualifikation für die erste offizielle Meisterschaft des Landhockeyverbandes eintrug. Es kam, was kommen musste: Kurze Zeit nach dem finalen Turnier gab sich der HC Rychenberg am Freitag, dem 13. Mai 1983 anlässlich der Gründungsversammlung auf der Treppe zum Pausenplatz der Kantonsschule Rychenberg ein offizielles Gewand und schuf damit die nötige Voraussetzung, um die Option auf die Teilnahme an der ersten Nationalliga A-Meisterschaft 1983/84 einlösen zu können.
In der Folge wurde diese Teilnahmeoption für die erste Meisterschaft 1983/84 eingelöst. Die Gelb-Rot-Schwarzen steigerten sich in der ersten offiziellen Meisterschaft um vier Ränge auf Platz 6 und stiessen beim ersten Cupwettbewerb ins Halbfinal vor. Doch bereits Ende der Saison rutschte der HCR in die erste Krise: Unmittelbar nach Saisonschluss verliessen acht Spieler den Verein, gründeten zusammen mit den ehemaligen Konkurrenten aus Rickenbach unter dem Namen UHC Sulz-Rickenbach einen eigenen Klub und dünnten damit die Spielerdecke des HC Rychenberg aus. Der Pionier unter den Winterthurer Unihockeyclubs erholte sich binnen kurzer Zeit vom Ungemach und gedieh in den folgenden Jahren prächtig. Die Mitgliederzahl stieg stetig auf zwischenzeitlich über 250 Aktive an, davon mehr als 160 im JuniorInnenalter, was hohe Anforderungen an die Administration stellte und mehrmals einen strukturellen Um- und Ausbau von Verwaltung und Organisation zur Folge hatte.
mini|Verteidiger Nils Conrad. In der Folgezeit von 1984 bis 1988 erlebte der HCR eine Blütephase, belegte in vier hintereinanderliegenden Saisons immer Platz 2 oder 3 und gewann zweimal den Pokal (1985/1986 und 1987/1988). Während dieser Phase im Jahre 1986 wurde auch die erfolgreiche Damensektion gegründet, die von Beginn an das Geschehen im Schweizer Damenunihockey dominierte und sich 2000 schliesslich als Red Ants Rychenberg Winterthur verselbständigte. 1988 kam es noch zu Fusionsgesprächen zwischen dem ehemaligen UHC Winterthur-Eulach und dem HCR, die jedoch scheiterten.. Abgerufen am 9. Dezember 2012. Die Damensektion gewann bis auf 1990 alle Meistertitel bis zu ihrer Loslösung vom Verein. Die Herrensektion des Vereins stieg seit Beginn der Schweizerischen Unihockeyliga nie ab und ist damit der einzige Verein, der immer in der höchsten Liga spielte. 2005 schloss sich der 1992 gegründete Winterthurer Quartierclub und 3. Liga-Verein UHC Rosenberg Winterthur dem HCR an.«Fusion in Winterthur», Newsartikel auf unihockey.ch vom 19. Juli 2004. Abgerufen am 9. Dezember 2012.
Der HC Rychenberg ist trotz hartnäckiger Konkurrenz in der Stadt und im Kanton der einzige Verein der Schweiz, der ohne Fusion seit Beginn der nationalen Unihockey-Zeitrechnung der Nationalliga A angehört.
Seit August 2018 trainiert und spielt der HC Rychenberg Winterthur in seiner neuen Heimstätte der AXA Arena in Winterthur. Mit 1950 Sitzplätzen ist diese Arena ein idealer Ort für spannendes Spitzenunihockey in Winterthur. Der 19. März 2019 geht in die Geschichte der AXA Arena ein. Erstmals seit dem Bau der AXA Arena gelang es dem HC Rychenberg, in einem Playoffspiel gegen GC Unihockey, die Halle bis auf den letzten Platz zu füllen. Mittlerweile gelingt es dem HC Rychenberg Winterthur, auch während der Qualifikationsspiele vor ausverkauften Rängen zu spielen, so beispielsweise am 17. Februar 2024 gegen Grasshoper Club Zürich. Während der Saison 23/24 verzeichnete der HCR einen Zuschauerdurchschnitt von 1392.
HC Rychenberg Winterthur - Schweizermeister 2026
Vereinsgeschichte - History Made Der HC Rychenberg Winterthur ist Schweizer Meister 2026. Damit gewinnt der traditionsreiche Unihockeyverein erstmals in seiner Vereinsgeschichte den nationalen Titel.
Im Superfinal in Fribourg traf der HC Rychenberg auf den amtierenden Meister Zug United. Die Winterthurer verspielten dabei zunächst eine 4:0-Führung, und bis zum Ende der Verlängerung fielen keine weiteren Tore. Die Entscheidung musste daher im Penaltyschiessen fallen. Dort behielten Torhüter Eric Kunz sowie die Schützen des HC Rychenberg die Nerven und sicherten dem Team den Meistertitel.
Der Weg zum Titel Der Erfolg kam nach einer eher mässig verlaufenen Regular Season überraschend. Die Qualifikation schloss der HC Rychenberg Winterthur mit lediglich sieben Siegen nach regulärer Spielzeit sowie einigen weiteren Erfolgen nach Verlängerung oder Penaltyschiessen auf dem 7. Tabellenplatz ab.
Im Playoff-Viertelfinal traf der HC Rychenberg auf die Unihockey Tigers Langnau. Dort zeigten die Winterthurer eindrücklich, welche Fortschritte sie sich in den Wochen zuvor erarbeitet hatten. Mit Teamgeist, Spielfreude und Entschlossenheit entschieden sie die Best-of-seven-Serie gegen die Emmentaler klar mit 4:0 für sich.
Im Playoff-Halbfinal wartete mit dem SV Wiler-Ersigen der 13-fache Rekordmeister. Die Ausgangslage schien schwierig, hatte der Gegner doch seit 2002 zwanzig Halbfinalserien in Folge gewonnen. Der HC Rychenberg setzte den Favoriten jedoch von Beginn an unter Druck und konnte sich eine 3:1-Serienführung erarbeiten. Im fünften Spiel nutzten die Winterthurer ihren ersten Matchball und gewannen eine dramatische Partie im Penaltyschiessen mit 5:4. Damit war der Finaleinzug vollendet.
Das Meisterkader der Saison 2025/26
Nr. Spieler Geburtstag Nat. Nati-Auswahl Ausleger Torhüter 31 Maxim Perroulaz 05. April 2001 35 Eric Kunz 17. Dezember 2005 Verteidiger3 Almiro Stüdeli 21. August 2002Links5Johan Larsson12. Juli 1994Links 7 Levin Conrad 19. März 1998 Links 14 Nicola Hocevar 08. August 2007 Links 21 Niklas Rutz 01. Mai 1999 Links 22 Michel Wöcke 04. Dezember 1995 Links 28 Mael Marthaler 11. Januar 2005 Links 66 Kimmo Reich 16. Juni 2006 Links 70 Nils Boman 09. Mai 2006 Links 71 Marco Eyer 17. Februar 1999 Rechts81Tim Aeschimann01. Oktober 1999Rechts Stürmer 6 Oskar Weissbach 20. Juni 2000 Links 8 Flavio Graf 22. Juni 2002Rechts 9 Kimo Oesch19. März 2003Links 10 Julian Egli08. Dezember 2007Links 11 Manuel Maurer 14. August 1993Links12Severin Ott07. Mai 2002Links13Claudio Mutter05. Januar 1996Links 15 Manuel Matt 15. November 2002 Links 18 Loic Ammann 20. Dezember 2006 Rechts 19 Noah Püntener12. Juli 1999Links 23 Tobias Studer28. März 1998Rechts 44 Dani Jaaranen 18. September 2006 Links 56 Damian Hocevar 27. Juni 2005 Links 61 Nico Mutter 02. Juli 1998 Rechts91Timo Graf23. April 2004Links
Die Meister Team-Betreuer 2025/26 Name Nationalität Funktion Philippe Soutter Cheftrainer Tero Kotilainen Assistenztrainer Kari Koskelainen Assistenztrainer Mirco Casteletti TorhütertrainerMarco Peyer AthletiktrainerBryan HugAthletiktrainerPhilipp Purkert PhysiotherapeutTina SchoofPhysiotherapeutChristoph WühtrichPhysiotherapeutManuel HangartnerPhysiotherapeutFabian Schaller Teamarzt Thomas Ziegler Sportchef Andreas Fisch Sportchef
HC Rychenberg Winterthur - Cupsieger 2025
Geschichte und Triumph Der HC Rychenberg Winterthur erzielte im Jahr 2025 einen historischen Erfolg, indem der Verein nach 28 Jahren wieder den Schweizer Unihockey Cup gewann. Im Finalspiel setzten sie sich mit einem deutlichen 7:2-Sieg gegen den Titelverteidiger Zug United durch. Die Partie wurde in der Berner Wankdorfhalle ausgetragen, die sich durch die Fangemeinschaft vom HC Rychenberg in eine gelbe, euphorische Kulisse umwandelte.
Bedeutung des Erfolgs Der Cupsieg markiert den ersten von HC Rychenberg seit 1996. Die Mannschaft, der Staff sowie alle Beteiligten zeigten eine unermüdliche Leistung auf wie auch neben dem Spielfeld. Die starke Winterthurer Gemeinschaft, die engagierte Fancommunity und die tatkräftige Unterstützung zahlreicher Personen – von Spielern, Trainern und Funktionären bis hin zu Helferinnen und Helfern – trugen zum Triumph bei. Zudem leisteten Sponsoren, Partner und Gönner eine wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung des Vereins.
Rychi Berger Rychi Berger, das Maskottchen des HC Rychenberg, ist ein zentraler Sympathieträger und erfreut sich großer Beliebtheit bei Fans aller Altersgruppen. Bekannt als beliebtes Fotomotiv und geschätzt für seine humorvolle Art, trägt er massgeblich zur Stimmung bei den Heimspielen des NLA-Clubs bei. Rychi Berger gilt als das bekannteste Maskottchen der höchsten Schweizer Unihockey-Liga.
Rychi's Leuebandi Rychi Berger führt den offiziellen Kinderfanclub, Rychi's Leuebandi, vom HC Rychenberg Winterthur an. Der Club richtet sich an begeisterte Unihockeyfans bis zum Alter von zehn Jahren und bietet eine Vielzahl an Aktivitäten und Überraschungen für den Nachwuchs. In Rychi's Leuebandi haben junge Fans die Möglichkeit, die Heimspiele der NLA-Mannschaft live in der Arena zu erleben. Dabei können sie das HCR-Maskottchen Rychi Berger persönlich treffen, das bei den Spielen regelmäßig für gute Laune sorgt. Der Kids-Club fördert die Begeisterung für Unihockey und den HCR und ermöglicht es jungen Fans, das Spielgeschehen hautnah mitzuerleben und sich aktiv am Vereinsleben zu beteiligen.
Erfolge 1. Mannschaft HC Rychenberg Winterthur Meister: 2026 Vizemeister: 1986, 1992, 1993, 2010 3. Rang: 1985, 1987, 1988, 1995, 2003, 2004, 2005, 2007, 2013, 2016, 2018, 2023 Cup-Sieger: 1991, 1996, 2025 Cup-Finale: 1986, 1988, 1991, 1992, 1996, 2002, 2006, 2017, 2022, 2024, 2025, 2026 Supercup-Sieger: 2026