Junkermühle ist ein Ort und ehemaliger Mühlenstandort in der Gemeinde Kürten, Rheinisch-Bergischen Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Lage und Beschreibung Junkermühle liegt im Nordosten der Gemeinde Kürten im Tal der Kürtener Sülz an der Wipperfürther Landstraße (L286). Nachbarorte sind Nassenstein, Dahl und Bilstein.Topografisches Informations Management TIM-online, bereitgestellt von der Bezirksregierung Köln

Geschichte Im Ort gab es eine mit Wasserkraft betriebene Getreidemühle, welche erstmals 1383 erwähnt wurde. Vorhanden sind 1998 noch der Mühlenteich und das Gebäude ohne Wasserrad.Herbert Nicke, Bergische Mühlen; Martina Galunder-Verlag, Wiehl, Seite 267, Kürtener Sülz, Nr. 7 Junkermühle Oberhalb der Mühle auf einem Felssporn stand früher die Junkerburg, die von Engelbert, dem Sohn von Roland von Mosbach genannt Breidenbach um 1525 erworben sein soll.

Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies aus dem Jahre 1715, Blatt Amt Steinbach, belegt, dass der Ort bereits 1715 als Adelichhaus, Mühle und Höfe bestand und als Engelbertsmühle bezeichnet wurde. Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Engelberts. Aus ihr geht hervor, dass Junkermühle zu dieser Zeit Teil der Honschaft Berg im Kirchspiel Olpe im Landgericht Kürten war.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz. Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794. Bonn 1898.

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Steinbach aufgelöst und Junkermühle wurde politisch der Mairie Olpe im Kanton Wipperfürth im Arrondissement Elberfeld zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Olpe im Kreis Wipperfürth. Junkermühle gehörte zu dieser Zeit zur Gemeinde Olpe.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als Junkermühle mit einem Mühlensymbol verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Junkermühle verzeichnet.

1822 lebten 35 Menschen im als Hof und Mühle kategorisierten und Junkermühl bezeichneten Ort. 1830 hatte der Ort 38 Einwohner und wurde mit Junkermühl bezeichnet.Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830 Der 1845 laut der Uebersicht des Regierungs-Bezirks Cöln als Hof und Fruchtmühle kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit zwei Wohnhäuser. Zu dieser Zeit lebten 20 Einwohner im Junkermühle genannten Ort, davon 15 katholischen und fünf evangelischen Bekenntnisses.Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], Die Gemeinde- und Gutbezirksstatistik der Rheinprovinz führt Junkermühle 1871 mit zwei Wohnhäusern und 13 Einwohnern auf. Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland von 1888 werden vier Wohnhäuser mit 21 Einwohnern angegeben.Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888. 1895 hatte der Ort vier Wohnhäuser und 25 Einwohner.Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897. 1905 besaß der Ort sechs Wohnhäuser und 36 Einwohner und gehörte konfessionell zum katholischen Kirchspiel Olpe und zum evangelischen Kirchspiel Delling.Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1909.

1927 wurden die Bürgermeisterei Olpe in das Amt Olpe überführt. In der Weimarer Republik wurden 1929 die Ämter Kürten mit den Gemeinden Kürten und Bechen und Olpe mit den Gemeinden Olpe und Wipperfeld zum Amt Kürten zusammengelegt.Geschichte der Gemeinde Kürten Der Kreis Wipperfürth ging am 1. Oktober 1932 in den Rheinisch-Bergischen Kreis mit Sitz in Bergisch Gladbach auf.

1975 entstand aufgrund des Köln-GesetzesGV. NRW. 1974 S. 1072 die heutige Gemeinde Kürten, zu der neben den Ämtern Kürten, Bechen und Olpe ein Teilgebiet der Stadt Bensberg mit Dürscheid und den umliegenden Gebieten kam.

1989 ist das Mühlensymbol zum letzten Mal auf den topografischen Karten vermerkt.Historika25, Landesvermessungsamt NRW, Blatt 4909, Kürten

Sehenswürdigkeiten Hervorzuheben sind: Baudenkmal Burgartige Villa - Wipperfürther Straße 501, Baudenkmal Wegekreuz (1813) am Weg Rothe Furth, Pulver-/Frucht- und Getreidemühle - Wipperfürther Straße 497.

Busverbindung Der Ort ist über die im Ort befindliche Bushaltestelle der Linien 426 und 429 an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden.Busnetz 2013, Rheinisch-Bergischer Kreis, herausgegeben vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH

Wanderwege Durch den Ort führen der Schlösserweg (X19), der Wanderweg Rund um Kürten (K im Kreis) und der Talsperren-Themenweg Wasserquintett (grün mit 5 blauen Punkten).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Kürten Kategorie:Ersterwähnung 1383 Kategorie:Mühle in Europa Kategorie:Wassermühle in Kürten