mini|Geburtshaus des Dichters Robert Karger Robert Karger (* 24. Juni 1874 in Hohndorf, Landkreis Habelschwerdt, Provinz Schlesien; † 17. Oktober 1946 in Amecke/Sauerland) war ein schlesischer Dialektdichter, Schriftsteller, Journalist und Hauslehrer.
Leben Robert Karger war Lehrer in Habelschwerdt und wirkte als solcher in Glatz und in Oberschlesien. Von 1923 bis zur Vertreibung 1946 lebte er in Neurode.
Von 1911 bis 1942 war er mit August Walzel Redakteur und Herausgeber des populären Volkskalenders „Guda Obend“, der zur Verbreitung von Gedichten und Volksmusik in Glatzer Mundart beitrug.
Autor zahlreicher Gedichte, sowohl in Hochdeutsch als auch in Glatzer Mundart. Er veröffentlichte die Gedichtbände: Schniegläckla (1910) Marmelade (1917) Marjasonne (1921) A Zoaspel Gedichte aus a Gleetscha Barja (1921) A holb Schook aale gleetsche Leutla (1925) und Pauerbrot (Bauernbrot, 1929).
Die Zusammenstellung „Bargloft“, war für den Druck vorbereitet und enthielt über 400 Gedichte, ging jedoch im Jahre 1945 verloren. Einige Werke des Dichters wurden von Komponisten als Lieder vertont: (z. B. Paul Elsner: Es lei ei a Barja, Anton Günther: Om'f Ufabänkla). Kunst: Familie Knieckebään (1931) Lotterie und Liebe (1931) Zwee Jost Poarla. Eines seiner bekanntesten Stücke Der Granzbook (1921) wurde von Georg Hartmann als Bühnenstück vertont (Uraufführung 1924).
Sein Grab auf dem Friedhof Amecke ist eines der wenigen Ehrengräber der Stadt Sundern.Wer war Robert Karger? In: Westfalenpost vom 20. November 2021
Literatur Alois Bartsch: Die Mundart der Grafschatz Glatz, Marx Verlag, Leimen, 1980 Robert Karger: A holb schook aale gleetsche Leutla, Marx Verlag, Leimen, 1993 Robert Karger und die Glatzer Heimat, Marx Verlag, Leimen Heidelberg 1974 Guda Obend, Verlag A. Walzels, Mittelwalde, 1911–1942 Jörg Marx (Hg.): Robert Karger und die Glatzer Heimat, Leimen/Heidelberg 1974 Wolfgang Kessler, Heimatliche Kalender-Jahrbücher der Grafschaft Glatz vor 1945, in: AGG-Mitteilungen 20 (2021), S. 41–60
Als Schallplatte „Groffschoaftersch Häämte“; „Der narsche Grofschoafter“, „Weinachta ei der Grofschoft Glootz“, Marien- und Wallfahrtslieder in der Grafschaft Glatz Schlesien, Durchs Glatzer Land. Mundart-Lieder-Musik. Heimatgruppe Grafschaft Glatz e. V. Lüdenscheid (Mundartgruppe), 1978; Grammophon
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