Asobi ni Iku yo! (jap. , dt. „Gehen wir spielen!; Wir kommen [euch] besuchen!“) ist eine Light-Novel-Reihe, die von Okina Kamino geschrieben und von Hōden Eizō illustriert wird. Die Reihe erschien von 2003 bis 2015 bei Media Factorys Imprint MF Bunko J. Aufbauend auf der Romanvorlage folgte eine Adaption Asobi ni Iku yo! als Manga von 888 im Jahr 2006 und eine gleichnamige Anime-Fernsehserie im Jahr 2010, die von AIC Plus+ unter Regie von Yōichi Ueda animiert wurde. Ebenso erschien ein Computerspiel, eine Hörspielreihe und zahlreiches Begleitmaterial.

Handlung Szenario In der Welt von Asobi ni Iku yo! stehen mehrere außerirdische Rassen sowie einige Gruppierungen der Menschen im Mittelpunkt verschiedenster Konflikte. Die Außerirdischen werden dabei jedoch menschenähnlich mit Tierohren (Kemonomimi) und -schwänzen und auch technologisch weit überlegen dargestellt. Dabei stehen sich insbesondere die außerirdischen Rassen der Catia und Dogisia im Konflikt gegenüber.

Bei den Catia (, Kyātia) handelt es sich um Nekomimi und sie werden entsprechend auch mit Merkmalen von Katzen dargestellt. Ihre Darstellungsform wird im Werk damit erklärt, dass sie die evolutionäre Weiterentwicklung von Katzen sein sollen. Entsprechend verfügen sie auch über diverse Eigenheiten von Katzen. So können sie beispielsweise keine heiße Nahrung zu sich nehmen, können nicht schwimmen und haben alljährlich ihre Rolligkeit. Aufgrund der Veränderung ihres Genpools sind sie sehr attraktiv, altern sie wesentlich langsamer und haben eine Lebenserwartung von 200–300 Jahren. Das Geschlechterverhältnis beträgt 30 Frauen auf 1 Mann. Seit über 70.000 Jahren haben sie keinen Krieg mehr geführt und stabile Verhältnisse, wodurch ihre Gesellschaft genetisch und kulturell stagnierte, so dass sie als Gegenmaßnahme anfingen, mit anderen Völkern diplomatisch in Kontakt zu treten.

Als Gegenpol stehen ihnen die Dogisia (, Dogīshua), auch „Hundemenschen“ () genannt, gegenüber. Sie stammen evolutionär von Hunden ab. Sie sind mit den Catia verfeindet. Da sie ein Tabu brachen, wurde ihnen von einem überlegenen Volk das Verlassen ihres Heimatplaneten und der weitere Kontakt mit anderen Völkern untersagt. Seitdem ziehen sie im Hintergrund die Fäden und manipulieren über die Barunmū die Amerikaner und die verbündeten Japaner auf der Erde. Als Symbol ihrer Entschlossenheit und immer noch kriegslüstern schneiden sie sich dazu selbst ihren Schwanz ab.

Bei den Barunmū (), auch „Vogelmenschen“ () genannt, handelt es sich um eine weitere Rasse. Von den Vögeln abstammend gleichen sie in ihrem Aussehen Engeln. Als strategisch ausgerichtetes Volk sind sie gut in List und Tücke, was sie dazu bringt, in den Konflikt einzugreifen, um selbst Vorteile daraus ziehen zu können.

Handlung Ausgehend von diesem Szenario wird der Schüler Kio Kakazu (, Kakazu Kio) vorgestellt, der bei einem größeren Fest im Familienkreis auf die außerirdische Elis (, Erisu, eine namentliche Anspielung auf „Halsband“) trifft. Zu seinem Erstaunen scheint sich niemand über ihre Erscheinung als Nekomimi zu wundern, da offensichtlich alle Gäste bereits zu betrunken sind. Als er nervös versucht, mit ihr ins Gespräch zu kommen, nimmt er aus Versehen einen Schluck Alkohol zu sich, den er aber überhaupt nicht vertragen kann. So wacht er am nächsten Morgen in seinem Bett wieder auf. Aber er ist dabei nicht allein. Elis hat sich ebenfalls bei ihm niedergelassen. Dies bringt ihn sowohl bei ihrem freizügigen Erwachen, als auch beim Besuch von seiner Nachbarin und Freundin Manami Kinjō (, Kinjō Manami) in Verlegenheit. Schließlich gesellt sich auch noch seine Lehrerin Maki Itokazu (, Itokazu Maki) hinzu, die ihm ebenfalls einen Besuch abstattet. Auf Elis aufmerksam geworden, erlangen sie schließlich die sichere Erkenntnis, dass es sich bei ihr wirklich um eine Außerirdische, eine Kundschafterin der Catia handelt, die nähere Informationen über die Erde und ihre Kultur sammeln soll. Daraufhin verlassen sowohl Manami als auch Maki die Wohnung von Kio, um diesen Vorfall ihren Vorgesetzten zu melden. Manami gehört nämlich insgeheim der CIA an, für die auch ihr Vater arbeitet. Entsprechend ist sie mit zahlreichen Abhörgerätschaften ausgestattet und soll sowohl Kio als auch Elis im Auge behalten. Maki gehört unterdessen der terroristischen Sciencefiction-Fan-Sekte Beautiful Contact an, die zwar dem ersten Kontakt mit Außerirdischen gewidmet ist, aber Elis als zu wenig außerirdisch und damit als unwürdig empfindet und sie dementsprechend beseitigen will. Parallel dazu wird Kios Schulfreundin und Auftragskillerin Aoi Futaba (, Futaba Aoi) vorgestellt, die als Akuen Momiji (, dt. „‚unheilvolles Schicksal‘ Momiji“) oder Akuun Momiji (, dt. „‚unverschämtes Glück; schweres Schicksal‘ Momiji“) bekannt ist. Sie arbeitet für eine Sonderabteilung der japanischen Einwanderungsbehörde und bekommt den Auftrag, Elis zu töten.

So entbrennt ein Wettlauf um Elis, den schließlich die CIA, welche im Hintergrund von den Dogisia kontrolliert wird, für sich gewinnen kann. Kio kann sich unterdessen auf die Unterstützung seines Onkels verlassen, der sich trotz der Thematik überhaupt nicht irritiert gibt. Bei der Entführung erkennt Kio jedoch die Armbanduhr von Manami und kann ihr im Nachhinein das Geständnis entlocken, dass sie für die CIA arbeitet und das Elis auf der Kadena Air Base gefangengehalten wird. Bei der Befreiungsaktion stellen sich jedoch seine Freundinnen Manami, Maki und Aoi, die eigentlich seine Feinde sein müssten, gegen den Willen ihrer Vorgesetzten. So gelingt ihnen unter anderem durch die stark unterschätzten Fähigkeiten von Elis die Flucht. Als am nächsten Tag Ruhe eingekehrt zu sein scheint, bekommen sich jedoch unerwarteten Besuch. Das Mutterschiff der Catia hat sich nämlich öffentlich zu erkennen gegeben und ist auf der Erde gelandet. Als Begründung dazu nennen die sie besuchenden Catia eine durch Mehrheit gewonnene Abstimmung innerhalb des Volkes, da Elis' Berichte über den hervorragenden Geschmack von Yakiniku ihr Interesse geweckt hätten. Kios Haus wird dann zur temporären Catia-Botschaft (, Kyātia taishikan) mit Elis als Botschafterin.

Später kommt noch die 12-jährige Antonia Lirimonie Norfedras Papanorgas Arecroteles Cnorses Morfenoss hinzu, die aus einer reichen Familie stammt und etwa 10 % des weltweiten Reichtums innehat, die aus Langeweile einen Nekomimi-Kult namens Koneko no Ashiura (, „Kätzchen-Pfotenunterseite“) – auch als Nekomimi-Religionsgemeinschaft (, nekomimi kyōdan) bezeichnet – gründete, die dann zu einem der wichtigsten verbündeten der Catia auf der Erde wird.

Entstehung und Veröffentlichungen Die Light-Novel-Reihe Asobi ni Iku yo! wird von dem japanischen Autor Okina Kamino geschrieben. Bis einschließlich Band 14 wurden die Illustrationen der Bücher von Hōden Eizō gezeichnet, ab Band 15 von NishiEda. Herausgegeben wird die Reihe von Media Factory unter dem Imprint MF Bunko J. Vom Oktober 2003 bis 25. Februar 2015 erschienen 20 Bände:

Bd. 1: Asobi ni Iku yo! (), 31. Oktober 2003, ISBN 4-8401-0861-7 Bd. 2: Sakusenmei „Un’yā-kun“ (), 29. Februar 2004, ISBN 4-8401-1035-2 Bd. 3: Tanoshii Neko no Tsukaikata (), 31. Mai 2004, ISBN 4-8401-1090-5 Bd. 4: Yamete Tomete no Uchūsen (), 31. August 2004, ISBN 4-8401-1135-9 Bd. 5: Konekotachi no Gakuensai (), 30. November 2004, ISBN 4-8401-1174-X Bd. 6: Gyakushiu no Beautiful Contact (), 30. April 2005, ISBN 4-8401-1252-5 Bd. 7: Tottemo Atsui no Catia Ship (), 31. August 2005, ISBN 4-8401-1408-0 Bd. 8: Valentine’s Day no Ohikkoshi (), 31. Dezember 2005, ISBN 4-8401-1469-2 Bd. 9: Neko to Minna no Iroiro to (), 30. September 2006, ISBN 4-8401-1597-4 Bd. 10: Warui Koto Shimashi? (), 31. Mai 2007, ISBN 978-4-8401-1844-6 Bd. 11: Konekotachi no Ginkō Gōtō (), 31. Mai 2008, ISBN 978-4-8401-2310-5 Bd. 12: Koneko Tadaima Shissōchiu (), 31. März 2009, ISBN 978-4-8401-2486-7 Bd. 13: Okāshan ni Aimashi ka? (), 31. Januar 2010, ISBN 978-4-8401-3161-2 Bd. 14: Kamisama Soko ni Orarimashi ka? (), 31. Juli 2010, ISBN 978-4-8401-3429-3 Bd. 15: Aneue Tonikaku Kekkon Shiyau! (), 31. März 2012, ISBN 978-4-8401-4527-5 Bd. 16: Anata mo Koko ni Ite Hoshī (), 31. Oktober 2012, ISBN 978-4-8401-4817-7 Bd. 17: Koneko to Natsu to Heikō Sekai (), 28. Februar 2013, ISBN 978-4-8401-4994-5 Bd. 18: Konekotachi no Big Journey (), 31. Dezember 2013, ISBN 978-4-04-066160-5 Bd. 19: Tori no Hito Futatabi (), 31. Dezember 2014, ISBN 978-4-04-067309-7 Bd. 20: Soshite Koneko wa Asobi ni Iku yo? (), 25. Februar 2015, ISBN 978-4-04-067401-8

Adaptionen Hörspiel Aufbauend auf den einzelnen Bänden der Romanvorlage entstand eine Hörspielreihe, welche auf vier CDs den Inhalt der ersten vier Bände wiedergibt. Die erste CD wurde am 22. Februar 2006 (GNCA-1071) veröffentlicht. Ihr folgten am 26. April 2006 (GNCA-1072), 5. Juli 2006 (GNCA-1073) und 24. August 2007 (GNCA-1074) drei weitere Veröffentlichungen, die alle wie der entsprechende Band der Vorlage betitelt wurden. Da die Hörspielreihe vier Jahre vor dem Anime produziert wurde, waren völlig andere Sprecher (Seiyū) herangezogen worden. Angaben zu den Sprechern finden sich im Abschnitt Synchronisation.

Computerspiel Am 27. Juli 2006 wurde das Ren’ai-Adventure Asobi ni Iku yo! – Chikyū Pinch no Kon’yaku Sengen () für die PlayStation 2 veröffentlicht. In diesem wird eine Originalgeschichte erzählt, die so nicht in den Büchern vorkommt, aber auf die Sprecher und Lieder des Hörspiels zurückgegriffen. Veröffentlicht wurde das Spiel von Idea Factory.

Manga Aufbauend auf der Light-Novel-Reihe entstand die gleichnamige Manga-Reihe Asobi ni Iku yo!. Sie orientiert sich nur grob an der Vorlage und weicht inhaltlich von dieser ab. Ebenso wurden in der vom Mangaka 888 geschrieben und gezeichneten Reihe neue Charaktere eingeführt, sodass sich diese immer weiter von der ursprünglichen Geschichte entfernt. Der Manga wurde von August 2006 (Ausgabe 10/2006) bis 27. Juni 2014 (Ausgabe 8/2014) in dem Magazin Comic Alive veröffentlicht, welches wie die Buchreihe von Media Factory herausgegeben wird. Die einzelnen Kapitel wurden auch in 10 Sammelbänden (Tankōbon) zusammengefasst: Bd. 1: 31. März 2007, ISBN 978-4-8401-1692-3 Bd. 2: 30. September 2007, ISBN 978-4-8401-1954-2 Bd. 3: 20. April 2008, ISBN 978-4-8401-2220-7 Bd. 4: 30. November 2008, ISBN 978-4-8401-2294-8 Bd. 5: 31. März 2009, ISBN 978-4-8401-2544-4 Bd. 6: 31. Januar 2010, ISBN 978-4-8401-2972-5 Bd. 7: 30. Juni 2010, ISBN 978-4-8401-3337-1 Bd. 8: 23. Februar 2011, ISBN 978-4-8401-3754-6 Bd. 9: 21. Dezember 2013, ISBN 978-4-04-066147-6 Bd. 10: 23. August 2014, ISBN 978-4-04-066831-4

Anime Im Jahr 2010 adaptierte das japanische Animationsstudio AIC Plus+ die Light-Novel-Reihe als Anime-Fernsehserie. Angekündigt wurde die Umsetzung in einem Nachdruck der Buchreihe im März 2009. Nochmals offiziell bestätigt wurde die Ankündigung innerhalb desselben Monats im Magazin Gekkan Comic Alive. So verging etwa ein Jahr, bis die Serie unter der Regie von Yōichi Ueda animiert wurde. Die künstlerische Leitung übernahm dabei Hiroshi Katō. Das Design der Charaktere wurde dabei von Noriko Morijima aufbauend auf der Romanvorlage noch einmal überarbeitet und er übernahm auch als Zeichner die Leitung der Animation.

Die Serie wurde kurz nach Mitternacht vom 11. Juli bis 26. September 2010 (und damit am vorherigen Fernsehtag) auf MBS und eine halbe Stunde später auf TV Kanagawa übertragen. Einige Tage später begannen ebenfalls die Fernsehsender AT-X, Chiba TV, Ryukyu Asahi Broadcasting, TV Aichi und TV Saitama mit der Ausstrahlung. Gleichzeitig wurde die Serie auf Crunchyroll unter dem Titel Asobi ni Ikuyo: Bombshells from the Sky in einer englisch untertitelten Fassung gestreamt.