mini|rechts|alternativtext=Constancia de la Mora|Constancia de la Mora Constancia de la Mora Maura (* 28. Januar 1906 in Madrid; † 27. Januar 1950 in Guatemala) war eine spanische Kommunistin und Feministin.
Leben Constancia de la Mora entstammte einer spanischen Politiker- und Diplomatenfamilie. Sie war Enkelin des konservativen spanischen Ministerpräsidenten Antonio Maura und Nichte von Miguel Mora (1887–1971), Abgeordneter und Minister der Zweiten Spanischen Republik. Sie war verheiratet mit Manuel Bolin, einem spanischen Adligen, von dem sie sich 1931 trennte und mit ihrer Tochter Lourdes, genannt Luli, in Madrid lebte. Ihr zweiter Mann war Ignacio Hidalgo Cisneros, der spätere Kommandeur der republikanischen Luftwaffe. Sie heiratete ihn 1933 nach der Scheidung von ihrem ersten Mann ohne kirchliche Erlaubnis, was durch die laizistische Gesetzgebung der Spanischen Republik ermöglicht worden war. Mit ihm ging sie nach Italien und Deutschland, wo er als Luftwaffenattaché an der spanischen Botschaft tätig war. 1935 kehrten sie nach Spanien zurück.
Zu Beginn des Spanischen Bürgerkrieges kümmerte sie sich in Madrid um die Evakuierung von Waisenkindern an die Levante. Ihre eigene Tochter wurde im Dezember 1936 mit dem allerersten Kindertransport in die Sowjetunion verbracht.El inicio de las expediciones. In: Niños de Rusia, abgerufen im September 2026. Anschließend half sie beim Aufbau von Lazaretten in Alicante. Später wurde sie zur Leiterin des Pressebüros der Regierung ernannt und betreute die ausländische Presse in der republikanischen Zone. Schon seit dem 26. Oktober 1936 arbeitete sie als Dolmetscherin des Militärrates der Internationalen Brigaden in Albacete, der aus dem Organisationskomitee zur Aufstellung der Internationalen Brigaden hervorging und aus Vital Gaymann (Vidal), Vittorio Vidali und Karol Świerczewski (General Walter) bestand.Antony Beevor: Der Spanische Bürgerkrieg. 2. Auflage, ISBN 978-3-442-15492-0, S. 208. Als die militärische Lage 1938 immer dramatischer wurde, reiste sie im Auftrag Negríns mit ihrem Mann zu Geheimverhandlungen mit Stalin in die UdSSR, wo dieser zusagte, deutlich mehr Waffenhilfe an Spanien zu leisten und Flugzeuge und Panzer zu liefern. Diese Lieferungen kamen aber nicht mehr rechtzeitig an, um den Erfolg der franquistischen Katalonienoffensive zu verhindern. Nach Kriegsende floh sie zunächst nach Frankreich, reiste dann in die USA und ließ sich 1939 in Mexiko nieder. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte sie ihre Tochter wiedersehen und aus der Sowjetunion zurückholen. Im Jahre 1950 kam sie bei einem Autounfall in Guatemala auf der Panamericana ums Leben.Soledad Fox Maura: Constancia de la Mora. Esplendor y sombra de una vida española del siglo XX. Espuela de Plata, Sevilla 2008, S. 327.
Schriften Doble Esplendor. Editorial Atlante, Mexiko 1940 Doppelter Glanz. Übersetzung aus dem Spanischen von Olla Ewert, Dietz Verlag, Berlin (DDR) 1949, Lizenznummer 1 LSV 7353
Literatur Soledad Fox Maura: Constancia de la Mora in War and Exile. International Voice for the Spanish Republic. Sussex Academic Press, Brighton 2007, ISBN 978-18-451-9166-5.
Weblinks Constancia de la Mora Maura: de hija del presidente conservador Antonio Maura a destacada comunista (Kurzbiografie, Kommunistische Partei Spaniens)
Einzelnachweise
Kategorie:Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg Kategorie:Spanischer Emigrant in Mexiko Kategorie:Spanier Kategorie:Geboren 1906 Kategorie:Gestorben 1950 Kategorie:Frau