mini|hochkant=1.4|Berndorf (Eifel), Luftaufnahme (2015) alt=Grauweißes Kirchengebäude, leicht perspektivisch verzerrt.|mini|Wehrkirche alt=Luftaufnahme aus geringer Höhe einer grauweißen Kirche, Turm in Vordergrund. Die Kirche steht auf einer umfriedeten länglichen Anhöhe|mini|Berndorf (Eifel), Wehrkirche mini|Berndorf (Eifel), Pfarrkirche St. Peter (im Vordergrund)

Berndorf ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Gerolstein an.

Geographie Berndorf liegt zwischen Hillesheim und Kerpen südwestlich von Kerpen im Naturpark Vulkaneifel. Zu Berndorf gehört auch der Wohnplatz Schwalbenhof.

Geschichte Der Ort wurde im Jahre 1121 erstmals urkundlich erwähnt als Graf Theoderich von Ahr das Kloster Steinfeld an den Kölner Erzbischof Friedrich I. abtrat. Die Besitzungen des Klosters, die Hälfte des Dorfes „Berendorp“ mit der Pfarrkirche und dem ganzen Zehnten, wurden von Papst Innozenz II. (1130–1143) sowie im Jahre 1187 vom Kölner Erzbischof Philipp I. von Heinsberg bestätigt.Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier, 1887, S. 267 (Online-Ausgabe bei dilibri) Nach dem Liber valoris gehörte die Pfarrei „Berindorp“ zum kölnischen Eifeldekanat.

Seit 1352 gehörte Berndorf („Berendorf“) landesherrlich zum Kurfürstentum Trier und zum kurtrierischen Amt Hillesheim. Nach einer „eidlichen Kundschaft“ zweier Amtmänner zu Hillesheim aus dem Jahre 1379 übten auch die Markgrafen von Jülich ihre Rechte in „Berendorf“ aus.

Im Zusammenhang mit der Französischen Revolution kam die Region 1794 unter französische Verwaltung und gehörte von 1798 an zum Kanton Daun im Saardepartement.

Nachdem das Rheinland im Jahre 1815 aufgrund der Verträge des Wiener Kongresses an das Königreich Preußen gekommen war, gehörte Berndorf zur Bürgermeisterei Kerpen im 1816 neu geschaffenen Kreis Daun, seit 22. Juni 1822 zur preußischen Rheinprovinz und von 1871 bis 1918 zum Deutschen Kaiserreich.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung von Rheinland-Pfalz kam der Ort 1968 zur Verbandsgemeinde Hillesheim und 2019 zur Verbandsgemeinde Gerolstein.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Berndorf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:

Jahr Einwohner 1815 269 1835 353 1871 370 1905 392 1939 424 1950 450 Jahr Einwohner 1961 484 1970 486 1987 465 2005 535 2017 508

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Berndorf besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden.

Bürgermeister Die Stelle des Ortsbürgermeisters ist vakant. Die Amtsgeschäfte werden durch den Ersten Beigeordneten Andreas Leif und den Zweiten Beigeordneten Christoph Heymann wahrgenommen.

Ein Ortsbürgermeister konnte 2019 nicht gewählt werden. Weder bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war ein Bewerber angetreten, noch konnte der Rat einen Kandidaten finden. Zur Direktwahl am 9. Juni 2024 gab es erneut keine Bewerbungen, und auch der neue Gemeinderat konnte keinen Kandidaten finden.

Der bisherige Bürgermeister Egon Klaes war 2019 nach 20 Jahren im Amt nicht erneut angetreten.

Wappen

Bauwerke Das Ortsbild wird geprägt von der romanischen Wehrkirche. Die daneben erbaute Pfarrkirche St. Peter stammt aus dem Jahr 1927. Teile der barocken Ausstattung der Kirche wurden durch Restauratorinnen aus Koblenz im Jahr 2016 restauriert. Darunter eine barocke Pieta.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Berndorf

Persönlichkeiten Anton Friedrich Josef Schütz (später auch Anton Schutz; * 19. April 1894 in Berndorf; † 6. Oktober 1977 in Scarsdale, New York), Künstler in New York, Vereinigte Staaten

Sonstiges Der Ort gab dem Schriftsteller Michael Preute die Inspiration für den Nachnamen seines Pseudonyms „Jacques Berndorf“.

Weblinks

Internetpräsenz der Ortsgemeinde Berndorf Ortsgemeinde Berndorf auf den Internetseiten der Verbandsgemeinde Gerolstein

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Vulkaneifel Kategorie:Ersterwähnung 1121