mini|Logo Libyan Investment Authority ist die englischsprachige Bezeichnung für den Staatsfonds Libyens. Dieser wurde im August 2006 vom Allgemeinen Volkskomitee mit einem Gründungskapital von etwa 40 Milliarden US-Dollar errichtet. Ziel des Fonds ist es, die Überschüsse aus dem Ölexport diversifiziert anzulegen und damit die Abhängigkeit des Staates vom Ölexport zu mindern.
Die arabische Bezeichnung des LIA lautet .
Personal LIA Der Libyan Investment Authority steht ein neunköpfiges Stiftungskuratorium () vor. Das Gremium wird vom libyschen Parlament für fünf Jahre ernannt, seine Mitglieder dürfen beliebig oft wiederernannt werden. Sie bestimmen den Verwaltungsrat (), den Geschäftsführer und seine Stellvertreter. Das Stiftungskuratorium kann Verwaltungsräte untergeordneter Körperschaften in die Generalversammlung bestellen und externe Beratungsgremien einrichten. Es trifft seine Entscheidungen durch absolute Mehrheit. Das Stiftungskuratorium erstellt Berichte über die Leistung des Verwaltungsrats und publiziert diese gegenüber dem libyschen Parlament. Der Verwaltungsrat besteht aus fünf Mitgliedern inklusive des Vorsitzenden, seines Stellvertreters und des Geschäftsführers.Libya Investment Authority. (PDF) In: sovereignfundscentral.com.
Vom 1. Juni 2013 bis zum 8. Juni 2014 und seit dem 18. Mai 2015 ist Abdulmagid Breish Vorsitzender der Libyan Investment Authority. Er strengte Gerichtsprozesse gegen Goldman Sachs und die Société Générale an, die das Vermögen der LIA während der Gaddafi-Zeit zu ihrem Nachteil verwaltet hätten. (PDF) In: lia-ly, 19. Mai 2015. Die Rechtmäßigkeit der Einsetzung von Hassan Bouhadi als Vorsitzenden wird von der Übergangsregierung in Tobruk jedoch nicht anerkannt. (PDF) In: lia.com.mt, 11. Oktober 2014
Stiftungskuratorium (Trustees Council) Mitglieder des Vorstandes sind: Al-Baghdadi Ali al-Mahmudi Vorsitzender, Generalsekretär des Allgemeinen Volkskomitees Abd-al-Hafid Mahmud al-Zulaytini stellvertretender Vorsitzender, Stellvertretender Generalsekretär des Allgemeinen Volkskomitees Mahmoud Jebril Ibrahim, Volkskomitee-Sekretär des Nationalen Planungsrats Ammar Latif, Volkskomitee-Sekretär für Tourismus Ali Abd-al-Aziz al-Isawi, Volkskomitee-Sekretär für Wirtschaft, Handel & Investition Mussa Kussa, Volkskomitee-Sekretär für Ausländische Liaison & Internationale Kooperation Muhammad al-Huwayj, Finanz-Sekretär des Allgemeinen Volkskongress Taher al-Juhaymi, Volkskomitee-Sekretär für Planung Farhat Bengdara, Zentralbank-Gouverneur der Central Bank of Libya (CBL).
LAAICO Abdulftah Sharif, Generaldirektor der LAAICOVerordnung über Massnahmen gegenüber Libyen. (PDF; 0,3 MB) Der Schweizerische Bundesrat, 30. März 2011. Abgerufen am 25. Juli 2026.
Investments Dieser vom Gaddafi-Clan kontrollierte libysche Fonds hatte bis 2009 über 65 Milliarden US-Dollar in Projekte investiert.Verenex and Libyan Investment Authority enter into agreement. Pressemitteilung der VERENEX ENERGY INC., 18. September 2009 via newswire.ca. Abgerufen am 25. Juli 2026. Die LIA hält acht Milliarden in Aktien bei 107 Firmen. 65 Prozent dieser Investitionen sind in Nordafrika angelegt, 20 Prozent in Asien und 15 Prozent in Europa, Nord- und Südamerika. In: taighde.com. Das Geld steckt in Banken, Zeitungen, Sportvereinen, Energiekonzernen, Telekommunikations- und Automobilfirmen, Rüstungsindustrie, Minengesellschaften, Immobiliengesellschaften und dem Tourismussektor.
Liquide Mittel 2009 hatte der Fonds nur 22 Prozent seines Besitzes langfristig investiert, 39,81 Milliarden hielt er in Bar oder kurzfristigen Finanzinstrumenten. Generaldirektor Layas gab laut einem Geheimbericht des US-Botschafters Gene Cretz vom 28. Januar 2010 an, der Fonds verfüge über 32 Milliarden US-Dollar liquider Mittel, „vor allem in Bankdepots, die uns gute Langzeitrenditen geben“. Mehrere US-Banken verwalteten demnach jeweils 300–500 Millionen US-Dollar. Der Hauptteil der Investitionen steckt allerdings in Londoner Banken und Immobilien. Bei folgenden Banken und Private-Equity-Firmen hat die LIA Kontenhuffingtonpost.com
Goldman Sachs JP Morgan Fortis Export-Import Bank of the United States Citigroup Carlyle Blackstone Unicredit FM Capital Partners Boston Generating
Libya Foreign Investment Company (LFIC) Die LFIC wurde 1981 als Libyan Arab Foreign Investment Company (LAFICO) mit einem Startkapital von 1,7 Milliarden US-Dollar gegründet. Die weltweiten Investitionen beliefen sich laut eigenen Angaben 2006 auf 1,885 Milliarden libysche Dinar (etwa 1,5 Mrd. US-Dollar). 2006 wurde die LAFICA Teil der LIA. Sie verwaltet sie 3,5 Milliarden an Investitionen und Immobilien, darunter 7,585 Prozent der italienischen Großbank Unicredit (davon 4,988 Prozent durch die Zentralbank Libyens (CBL)) über 68 Prozent der italienischen Banca UBAE SpA (gehalten durch die Libyan Foreign Bank, Unicredit SpAbloomberg.com und die Zentralbank Libyens (CBL)businessinsider.com) 5 Prozent der italienischen Banca di Roma 2,6 Prozent des italienischen Automobilkonzerns Fiat 7,5 Prozent des italienischen Fußballclubs Juventus Turin 2,01 Prozent des italienischen Rüstungskonzerns Finmeccanica weniger als 6,4 Prozenteni.com (PDF; 6,36 MB) des italienischen Energiekonzerns Eni ca. 1,4 Prozent des russischen Aluminiumkonzerns Rusal über 3 Prozent des britischen Verlags Pearson, zu dem auch die Financial Times gehört.Die Welt in der Hand, Wie der Gaddafi-Clan märchenhaft reich wurde. In: Capital, 28. Februar 2011 47 Prozent der maltesischen Corinthia Group of Companies, diese besitzt Anteile der International Hotel Investments p.l.c. (IHI) diese besitzt 72 Prozent der portugiesischen Alfa Investimentos Turisticos Lda 70 Prozent der maltesischen CHI Limited 100 Prozent der maltesischen Corinthia Towers Tripoli Limited 100 Prozent der maltesischen Five Star Hotels Limited 100 Prozent der niederländischen IHI Benelux B.V. 100 Prozent der ungarischen IHI Hungary Zrt 100 Prozent der maltesischen IHI Lisbon Limited 100 Prozent der tschechischen IHI Towers s.r.o. verschiedene Hotels darunter Art Hotel in Antalya Corinthia Palace Hotel & Spa in San Anton Hôtel du Lac in Tunis Excelsior Hotel in Side Güllük Hotel in Güllük Konospiste Hotel in Konopiste Labranda Hotel in Güllük Marina Hotel im Corinthia Beach Resort in St. George’s Bay Panorama Hotel in Prag Ramada Plaza in Budapest Ramada Plaza in Tunis Santarém Hotel in Santarém Tekirova Hotel in Antalya 21,7 Prozent der italienischen Textilgesellschaft Olcese
Oilinvest Der niederländische Ölkonzern Oilinvest International In: NZZ am Sonntag, 27. Februar 2011 wurde 1988 mit einem Aktienkapital von 450 Millionen US-Dollar gegründet, die zu gleichen Teilen von LAFICO, Libyan Foreign Bank (LAFB) und der National Oil Company (NOC) gehalten wurden. Er gehört ebenfalls seit 2006 zur Libyan Investment Authority mit folgenden Tochtergesellschaften:
der Tankstellenkette Tamoil mit 2800 Tankstellen in Europa (einschließlich der deutschen Tankstellenkette HEM) der deutschen Raffinerie Holborn Europa Raffinerie GmbH der maltesischen Petrochemiekonzern Chempetrol Overseas Limited
Libyan Arab African Investment Trade Company (LAAICO) Die LAAICO ist seit 2006 Teil der LIA und hat in 26 der 53 afrikanischen Staaten investiert, in vier weiteren engagierte sich LAP (Libyan-african Investment Portfolio). Dieser Unterfonds verwaltet mit fünf Milliarden US-Dollar einen Großteil der langfristigen Investitionen.allafrica.com
Die LAAICO hat Investitionen und Joint-Ventures im afrikanischen Telekommunikationssektor. Sie hält Minengesellschaften mit Erzen zur Stahlproduktion, Diamanten und Goldressourcen und möchte in seltene Erden expandieren. Im Tourismussektor hält sie Hotelanlagen und Land über Immobiliengesellschaften. Im Agrarsektor plant man die Expansion in den Tabak- und Fruchtanbau. In der herstellenden Industrie verdient der Fonds mit Naturgummiverarbeitung, Fruchtsaft- und Wasserabfüllfabriken, Holzwirtschaft, Plastikindustrie und Stoffherstellung. LAAICO besitzt
100 Prozent der Libya Oil Africa 100 Prozent der Libyan African Company 100 Prozent der malischen Libyan Foreign Investment Company (LAFICO-MALI); diese besitzt Vier-Sterne-Hotel de l’Amitie in Bamako Anteile an der National Tobacco Company (SONATAM) Fruchtsaftfabrik (geplant) 100 Prozent der gambischen Libyan Foreign Investment Company (LAFICO-GAMBIA); diese besitzt Vier-Sterne-Atlantic-Hotel in Banjul (204 Zimmer) 60 Prozent der African International Trading Company 100 Prozent Societe pour l'Investissement et Commerce (SALIC) in Burkina Faso 100 Prozent der liberianischen Libyan Foreign Investment Company (LAFICO-LIBERIA); diese besitzt 86 Prozent der Immobilienfirma Pan African Real Estate Corporation Gummifabrik (1000 t/Jahr) 75 Prozent der guineischen Societe Arabe Libyo-Guineenne Pour Le Development Agricole Et Agro-Industriel (SALGUIDIA); diese besitzt 50 Prozent der Immobilienfirma BDS 50 Prozent des Fruchtkonzerns N.S.T. Minen in der guineischen Region Mifergui-Nimba 65,5 Prozent der ghanaischen Investment Gesellschaft Ghana Libyan Arab Holding Company Limited (GLAHCO), welche zwei Töchter betreibt:glahco.com GLAHCO Hotels & Tourism Development Company Limited (GHTDCO); diese besitzt folgende Hotels Vier-Sterne-Hotel Golden Tulip in Accra (234 Zimmer und 16 Appartements) Vier-Sterne-Hotel Golden Tulip Kumasi City (160 Zimmer) Ghana Libyan-Arab Agricultural Company Ltd (GLAACO) mit 3426 Hektar Farmland mit Fruchtbäumen in Sojakobi Ghana Groceries Limited mit einem Supermarkt in Accra 100 Prozent der Geflügelfarm Societe Agricole Togolaise Arabe Libyenne (SATAL) 51 Prozent des beninischen Obst- und Gemüse-Herstellers Societe nouvelle africaine des industries des fruits et legumes (SONAIFEL) Anteile des chinesisch-libyschen Telekommunikations-Joint-Venture Dataport, welches bis 2009 51 Prozent des nigrischen Telekommunikationskonzerns SONITEL besaß. 100 Prozent der tschadischen Libyan Foreign Investment Company (LAFICO-TCHAD); diese besitzt Hotels (u. a. fünf Sterne Hotel mit 200 Zimmern im Bau bei N'djamena) Immobilienfirmen Mineralwasser-Fabrik Stoffhersteller 100 Prozent der ethiopischen Libyan Foreign Investment Company (LAFICO-ETHIOPIA); diese besitzt Anteile an Mineralwasser-Fabrik in Addis Ababa 49 Prozent des ethiopischen Agrarkonzerns Ethio-Libyan Joint Agricultural Company (ELACO) 50 Prozent der zentralafrikanischen Minengesellschaft Companie Centrafricane des Mines (COCAMINES) die Diamanten fördert. 100 Prozent der ugandischen Lake Victoria Hotel Company Limited 100 Prozent der gabunischen Libyan Foreign Investment Company (LAFICO-GABON) die 400.000 Hektar Wald bewirtschaftet. 100 Prozent des Sägemühlenbetreibers Societe Congolaise Arab Libyenne du Bois (SOCALIB) die in der Republik Kongo 506.000 Hektar Wald bewirtschaftet. Anteile der Minengesellschaft Oryx Natural Resources (ONR) die in der Demokratischen Republik Kongo schürft. 55 Prozent des komorischen Mobilfunkkonzerns Comcell 100 Prozent der sambischen Libyan Foreign Investment Company, die 52 Villen auf 8 Hektar Land besitzt 100 Prozent der südafrikanischen Ensemble Hotel Holdings; diese besitzt fünf Sterne Hotel Michelangelo in Johannesburg 40 Prozent der Legacy Hotel Holdings, die folgende Immobilien besitzt Commodore Hotel (232 Zimmer) Portswood Hotel (102 Zimmer) Kwa Maritane Hotel (90 Zimmer) Baku Bung Hotel (76 Zimmer) Checodore Hotel (20 Zimmer) 4186 m² Land für ein 33-stöckiges Hochhaus Anteile der simbabwischen Rainbow Tourism Group 49 Prozent der madagassischen Societe Mixte Libyo-Malgache (LIMA Holding), diese betreibt Geflügelhaltung Tourismus Immobilien Anteile der Minengesellschaft Ashanti Goldfields Company Limited
Libyan African Investment Portfolio (LAP) Die LAP ist die afrikanische LAAICO-Tochter die 2006 mit 5 Milliarden US-Dollar Startkapital ausgestattet wurde. Sie hat folgende Investitionen: