Die Drosos Stiftung ist eine 2003 in Zürich gegründete und seit Anfang 2005 operationell aktive wohltätige Organisation, die sich unter anderem für die Bildung, die Ernährung und die Gesundheit in armen Regionen sowie für den Klima- und Umweltschutz einsetzt.
Geschichte Die Stiftung geht auf eine private Initiative von Christa Gelpke-Engelhorn zurück. Sie war eine Urenkelin des BASF-Mitbegründers Friedrich Engelhorn und Teilerbin des deutschen Pharmakonzerns Boehringer Mannheim. Dem Stiftungsrat gehören Markus E. Kronauer, Edith Kolb, Hans-Rudolf Castell, Toni Stadler und Barbara Grünewald an.Eintrag der «Drosos Stiftung» im Handelsregister des Kantons Zürich Er ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung und für alle wichtigen Entscheide. Delegierter des Stiftungsrates ist Franz von Däniken, der auf Mitte Februar 2005 sein Amt als Staatssekretär im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten aufgegeben hat, um sich dem Aufbau der Stiftung zu widmen.Rücktritt von Staatssekretär von Däniken auf Mitte Februar 2005, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten, 18. August 2004Scheidender Staatssekretär zieht Bilanz, Interview mit Franz von Däniken, swissinfo, 11. Oktober 2004
Die Geschäftsstelle leitet die operationellen Angelegenheiten, indem sie unter anderem Projektvorschläge prüft.
Projekte Die Stiftung finanziert und fördert insgesamt rund 40 Projekte in der Schweiz, Deutschland, Ägypten, Libanon, Marokko, Iran und Syrien sowie in den palästinensischen Autonomiegebieten und in der MENA-Region.
Zu den von der Stiftung finanzierten Initiativen zählt unter anderem das Projekt Bildung im Strafvollzug, das als Ziel die Wiedereingliederung in Gesellschaft und Arbeitswelt hat. Das 2007 zunächst in sechs Vollzugsanstalten in der Deutschschweiz gestartete und von der Stiftung mit fünf Millionen Franken finanzierte Projekt wurde 2009 in Zusammenarbeit mit den örtlichen Kantonen auch auf die Westschweiz ausgedehnt.„Lernen hinter Gittern für das Leben in Freiheit“, Neue Zürcher Zeitung, 9. Januar 2008, St. Galler Tagblatt, 18. September 2009 Mit dem Entscheid der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) im April 2010 wird das Projekt als fester Bestandteil des Schweizer Strafvollzuges schrittweise auf landesweit 27 Strafanstalten mit insgesamt 155 Lerngruppen ausgedehnt.„Im Knast wird künftig gebüffelt“, 20 Minuten, 9. April 2010
In Deutschland ist die Stiftung mit verschiedenen Leseförderungsprojekten aktiv, unter anderem in Dresden mit dem Leseprojekt Lesestark! Dresden blättert die Welt auf, das von der Drosos Stiftung mit 1,3 Millionen Euro finanziert wird und bundesweit als eines der grössten Projekte zur Leseförderung gilt,„Bundesweit größtes Projekt zur Leseförderung“, meindresden.info, 19. September 2008 sowie mit einem Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Görlitz., Landratsamt Landkreis Görlitz, Medienmitteilung vom 18. Juli 2009Amtsblatt Landkreis Görlitz, Ausgabe 14, 17. Februar 2010 Zudem fördert die Stiftung das Social Impact Lab Leipzig seit 2014 mit über einer Million Euro.
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Einzelnachweise
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