International Taekwon-Do Federation (ITF) ist ein Verband, welcher am 22. März 1966 in Seoul, Südkorea von General Choi Hong-hi gegründet wurde. Nach seinem Tod im Jahre 2002 trennte sich der Sohn des Gründers Choi Jung Hwa von dieser und gründete seinen eigenen ITF Verband. Wegen internen Differenzen spaltete sich die ITF Wien 2003 in zwei Lager, aus der eine weitere ITF mit heutigem Sitz in Benidorm hervorging. Die ITF dient der Förderung und Verbreitung der koreanischen Kampfkunst. Hauptaufgaben sind die Koordination und Zertifizierung von Wettbewerben und Lehrgängen, die Standardisierung von Techniken, Lehr- und Prüfungsinhalten (Formenlauf, Freikampf, Bruchtests), die Zusammenarbeit mit nationalen Mitgliedsorganisationen sowie die Beurkundung von Dan-Trägern.

Definition des Taekwon-Do Taekwon-Do ist eine Form des waffenlosen Kampfes, die der Selbstverteidigung dient. Es ist der wissenschaftlich fundierte Einsatz des Körpers zur Selbstverteidigung – eines Körpers, der durch intensives körperliches und geistiges Training sein volles Leistungspotenzial entfaltet.

Taekwon-Do ist eine Kampfkunst. Das Fundament sind Disziplin, Technik und geistige Schulung für die Entwicklung eines ausgeprägten Gerechtigkeitssinns, von Standhaftigkeit, Bescheidenheit und Entschlossenheit. Gerade diese geistige Haltung unterscheidet den wahrhaftigen Übenden von demjenigen, der lediglich auf Effekthascherei aus ist und sich damit begnügt, nur die kämpferischen Aspekte der Kunst zu beherrschen.

Taekwon-Do steht zudem für eine Denk- und Lebensweise, die insbesondere eine Haltung strenger Selbstdisziplin, sowie das Ideal einer edlen moralischen Selbstvervollkommnung vermittelt. Am ehesten lässt es sich mit einer Lebensphilosophie vergleichen, die fast kultähnliche Züge trägt.

Geschichte der ITF (ITF Yeogsa ITF) EInige Jahre nach Ende des Koreakriegs nahmen führende Vertreter der „Kwan“ ihre Bemühungen um eine Wiedervereinigung wieder auf. Zwischen 1959 und 1961 wurden zu diesem Zweck mehrere Organisationen gegründet. Besondere Bedeutung erlangten dabei eine vorwiegend aus Mitgliedern der Chung Do Kwan bestehende Gruppe unter der Führung von Choi Hong-hi (koreanisch ) sowie das im September 1961 ins Leben gerufene „Unified Consolidation Committee“.

Choi Hong-hi gründete 1959 eine Organisation namens „Korea Taekwondo Association“ (KTA) um die 9 Kwans (Kampfkunstschulen) in Südkorea unter ein Dach zu bekommen. Er war der erste Präsident.

Am 22. März 1966 wurde dann die ITF von Choi Hong-hi in Seoul, Südkorea gegründet.

In den 1960er Jahren wurde eine Gruppe von zwölf südkoreanischen Kampfkunstmeistern aus der Korea Taekwon-Do Association (KTA) zusammengestellt, um die neu etablierte Kampfkunst Taekwon-Do zu verbreiten.Choi, H. H. (1972): Taekwon-Do: The Korean art of self-defence. Mississauga: International Taekwon-Do Federation.Park, S. H. (1993): "About the author." In H. H. Choi: Taekwon-Do: The Korean art of self-defence, 3rd ed. (Vol. 1, pp. 241–274). Mississauga: International Taekwon-Do Federation.Pioneers. In: itftkd.sport (englisch)., abgerufen am 5. Januar 2010.Early Masters of Tae Kwon Do. (DVD). Directed by D. Warrener (2005). Rising Sun Productions (englisch). (DVD). Compiled by P. McPhail (c. 2007). PaulM Taekwon-Do (englisch).

In alphabetischer Reihenfolge und unter Beachtung der koreanischen Namenskonventionen sind dies:

Die Gruppe stand unter der Führung von Choi Hong-hi, – dem ersten Präsidenten der KTA, sowie Nam Tae-hi, der als „Vater des vietnamesischen Taekwondo“ bekannt ist. Viele dieser Männer bekleideten unter Choi Führungspositionen innerhalb der ITF, doch einige verließen die Organisation im Laufe der Zeit. Die meisten von ihnen ließen sich in Nordamerika nieder, während andere in Europa oder Australien heimisch wurden.

1972 wanderte der Gründer nach Kanada aus und so wurde das Hauptquartier nach Toronto verlegt. Im Jahre 1985 wurde der Hauptsitz erneut verlegt, diesmal nach Wien.

Auf dem ITF-Kongress im Jahr 2001 wurde ITF-Generalsekretär Master Choi Jung Hwa demokratisch zum Präsidenten der International Taekwon-Do Federation (ITF) für eine sechsjährige Amtszeit gewählt. Auf seinen Vorschlag hin sollte General Choi die ersten zwei Jahre und Meister Choi Jung Hwa die verbleibenden vier Jahre im Amt sein. Diese Entscheidung wurde jedoch bald darauf – sowohl durch ein Schreiben von General Choi im November 2001 als auch auf der außerordentlichen Sitzung des ITF-Kongresses in Wien im Januar 2002 – wieder rückgängig gemacht und General Choi wurde ersucht, bis zum Ende seiner Amtszeit Präsident zu bleiben. Meister Choi Jung Hwa und sein ITF-Team wiesen den Beschluss des Sonderkongresses in Wien zurück und beharrten weiterhin darauf, dass Meister Choi Jung Hwa der einzige rechtmäßige ITF-Präsident sei.

Tod des Gründers und Spaltung der ITF Choi Hong-hi verstarb am 15. Juni 2002 in Pjöngjang, Nordkorea. Kurz zuvor versammelte sich eine Handvoll hochrangiger ITF-Mitglieder am Krankenbett von General Choi: Rhee Ki ha (Vizepräsident), Tom MacCallum (Generalsekretär), Leong Wei Meng (Vorsitzender des Beratenden Ausschusses), Hwang Kwang-Sung, Park Jong-soo, Hwang Jin, Hwang Bong-Yong, Jong Jae-Hun und Ra Bong-Man teil. Nach Chois letzten Worte soll er sich Chang Ung als Nachfolger gewünscht haben.

100 Tage nach dem Tod des Generals fand in Pjöngjang eine Sondersitzung statt, um die Ernennung von Professor Chang Ung zum ITF-Präsidenten zu bestätigen.

Choi Jung-hwa, der den in Kanada ansässigen Zweig der ITF leitete, warf Pjöngjang vor, zu versuchen, den Wiener Flügel der Organisation zu übernehmen.

Da nur eine Handvoll Vertreter anwesend war, hielten viele die Sondersitzung für einen Verstoß gegen die ITF-Satzung und für unverbindlich. Gemäß der ITF-Satzung übernimmt im Falle des Todes des Präsidenten der Vizepräsident das Amt des amtierenden Präsidenten, bis eine Wahl durchgeführt werden kann. Woraufhin Russell MacLellan das Amt vorübergehend annahm.

Am 27. September 2002 folgte dazu ein Schreiben vom Generalsekretär der ITF Tom MacCallum an die ITF-Mitglieder, in dem die Ereignisse in Pjöngjang erläutert wurden und darauf bestanden wurde, dass die Wahl des Präsidenten gemäß der Satzung erfolgen muss.

Dies führte zu einer Spaltung zwischen denjenigen, die Professor Chang Ung als Präsidenten anerkannten, und jenen, die Russell MacLellan als amtierenden Präsidenten betrachteten.

Choi Jung Hwa distanzierte sich von den starken nordkoreanischen Einflüssen in der ITF und gründete am 7. November 2002 die ITF Canada mit Sitz in Toronto.

Am 24. Januar 2003 erfolgte eine Vereinbarung zwischen den Anwälten der Chang-Ung-Gruppe und der ITF, dass das Geld der ITF auf einen Treuhandfonds überwiesen werden solle. Die Chang-Ung-Gruppe ließ die Registrierung bei den örtlichen Behörden in Wien auf ihren Namen ändern und hob das gesamte Geld vom Bankkonto ab. Worauf die europäischen ITF-Verbände (Deutschland, Polen, Spanien) sich an das Gericht in Wien wandten und geltend machten, dass die Gruppe um Chang Ung nicht die rechtmäßigen Funktionäre der ITF seien. Der Richter stellte fest, dass Chang Ung nicht – wie in der Satzung vorgeschrieben – zum ITF-Präsidenten gewählt worden war und somit keinerlei Verbindung zur ITF oder deren rechtlicher Registrierung in Wien bestand.

Am 12. Juni 2003 veranstaltete die Gruppe von ITF Chang Ung ihre Weltmeisterschaft im griechischen Thessaloniki. Auf dem anschließenden Kongress wurde Chang Ung als deren ITF-Präsident bestätigt.

Vom 12. bis zum 15. Juni 2003 fand eine von Russell MacLellan geleitete 13. ITF-Senioren-Weltmeisterschaft in Warschau, Polen, statt und am 13. Juni 2003 erfolgte ebenfalls in Warschau der 14. ITF-Kongress, auf dem Tran Trieu Quan zum ITF-Präsidenten gewählt wurde.

Am 24. Juni 2003 wurde die Registrierung der ITF in Wien auf die Namen der auf dem Warschauer Kongress gewählten ITF-Funktionäre korrigiert, trotz Einspruchs der Chang-Ung-Gruppe.

Am 12. März 2004 beantragte die ITF Gruppe Tran eine gerichtliche Anordnung zur Räumung des ITF-Hauptquartiers in Wien durch Vertreter der Gruppe um Chang Ung. Die Klage wurde abgewiesen.

Am 27. Oktober 2005 wurde vom Landesgericht für Zivilrechtssachen (Wien) die Ernennung und / oder Eintragung von Chang Ung als Präsident der ITF Wien als nichtig erklärt.

2007 wollte die ITF Gruppe Tran als nächsten Schritt beim Gericht in Wien die Herausgabe des Hauptquartiers in Wien durch die Nordkoreaner beantragen, aber letztendlich ließen sie sich als ITF am 30. Oktober 2007 offiziell beim Innenministerium in Madrid, Spanien, registrieren.

Somit gibt es 3 ITF Verbände:

ITF Wien (Österreich), vorher ITF Nordkorea, unter der Leitung von Großmeister Jang Ung (* 5. Juli 1938 – † 29. März 2026). Er war vom 22. September 2002 bis zum 26. August 2015 Präsident. Sein Nachfolger wurde Ri Yong-Son. ITF Canada, heute ITF-AdministrationITF Administration In: itf-administration.com (englisch). ist seit dem 7. November 2002 unter der Leitung von Großmeister Choi Jung Hwa – dem Sohn von General Choi – hat ihren Verbandssitz in Harlington, Middlesex, United Kingdom.

ITF Benidorm (Spanien), vorher ITF Wien – welche vom 13. Juni 2003 bis zum 12. Januar 2010 unter der Leitung von Großmeister Tran Trieu Quan stand. Am 30. Oktober 2007 wurde diese ITF offiziell beim Innenministerium in Madrid, Spanien, registriert. Vom 12. Februar 2010 bis 2019 war Großmeister Pablo Trajtenberg Präsident und seit dem 28. April 2019 ist dies nun der Deutsche Paul Weiler (ITF-DITF-D In: itf-d.de.). – – International Taekwon-Do Federation, In: Namu.Wiki (koreanisch).

ITF und die olympischen Spiele Im Oktober 1982 fand ein Treffen von Choi Hong-hi und Árpád Csanádi, dem Vorsitzenden des Programmausschusses des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), in Budapest, Ungarn, statt. Im Gespräch ging es um die Anerkennung der ITF durch das IOC. Im April 1984 reiste Choi Hong-hi nach Lausanne, um mit Juan Antonio Samaranch über eine mögliche Taekwon-Do Beteiligung an den olympischen Spielen zu sprechen. Mit dabei war damals Chuck Sereff, der mit dem 8. Dan damals der höchstrangige Nichtasiate war.

Samaranch bestand darauf, dass die ITF und WTF sich zusammenschließen sollten, auch wenn es nur für die Zeit der olympischen Spiele sei, damit Taekwondo ins olympische Programm aufgenommen würde.

Nach dem Treffen verschickte Choi Briefe an die WTF, in denen er um Gespräche bat. Es kam keine Antwort. Stattdessen setzte der koreanischen Secret Service KCIA sich mit allen koreanischen Trainern weltweit in Verbindung und setzte sie unter Druck, zur WTF zu wechseln.

Wenige Monate vor der Taekwondo-Premiere in Seoul schrieb Choi an Samaranch sich den WTF Sportverband noch einmal anzuschauen, denn der Verband würde von Politikern und Vertretern der koreanischen CIA anstelle von Taekwondo-Leuten geleitet und kontrolliert.

Doch Samaranch selbst hatte keinen Zweifel am WTF Verband und seiner Version des Taekwondo und somit war das Thema für Choi erledigt.

Nationale Verbände Der ITF in Wien sind weltweit Verbände angegliedert, die sich in 123 Staaten auf nationaler Ebene um Organisationsfragen, Prüfungsordnungen und -abnahmen und Ausrichtung von Wettbewerben kümmern.

In Deutschland wird die ITF (Tran Trieu Quan) beispielsweise durch den International Taekwon-Do Federation Deutschland e. V. (ITF-D) vertreten, in Österreich durch die ITF-Austria und in der Schweiz durch die I.T.F. Switzerland Taekwon-Do Federation.

Die ITF Canada hat weltweit 64 Verbände, welche sich ebenfalls auf nationaler Ebene um Organisationsfragen, Prüfungsordnungen und -abnahmen und Ausrichtung von Wettbewerben kümmern. In Deutschland ist das die German-ITF e. V.German-ITF Verbandsseite.