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Unter der Marke Onleihe bietet die divibib GmbH aus Reutlingen seit 2007 einen Service für die Online-Ausleihe von digitalen Medien an. Daran nehmen einzelne sowie zu einem Verbund zusammengeschlossene Bibliotheken aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Liechtenstein, Dänemark, Belgien und Frankreich sowie die internationalen Goethe-Institute teil., Onleihe FAQ. Benutzer einer teilnehmenden Bibliothek können die bereitgestellten digitalen Medien über die Website ihrer Bibliothek mit ihrem Bibliotheksausweis ausleihen. Im Jahr 2020 deckte die Onleihe etwa 40 Prozent des E-Book-Konsums in Deutschland ab. Von Verlagen und Autoren wird ihr Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen.

Mit der Onleihe-App können E-Books, elektronische Zeitungen und Magazine, Hörbücher und Musik auf PCs mit den Betriebssystemen Windows, Linux oder MacOS und den Browsern Chrome, Edge, Firefox und Safarihilfe.onleihe.de sowie Android- oder iOS-Smartphones und Tablets sowie auf Amazon Kindle Fire Tablets recherchiert, ausgeliehen und im integrierten Reader oder integrierten Medienplayer genutzt werden. Außerdem gibt es eine eigens auf die Graustufen-Darstellung von E-Readern angepasste Version der Onleihe, mit der der Service auf den mobilen Lesegeräten auf beschleunigte Weise genutzt werden kann.

Mit dem „eCircle“ existiert mittlerweile ein spezielles Präsentationsgerät bzw. „Kiosksystem“, mit dem direkt in der Bibliothek in der Onleihe recherchiert und ausgeliehen werden kann.

Der Begriff „Onleihe“ ist ein Kofferwort aus „online“ und „Ausleihe“. Eine Eintragung der Wortmarke „Onleihe – Bibliothek digital“ beim Deutschen Patent- und Markenamt wurde im Mai 2007 durch die divibib GmbH versucht, aber zunächst abgelehnt.Registereintrag Nr. 307348237 beim DPMA. Im Juni 2008 war der Antrag erfolgreich.Registereintrag Nr. 3020080389451 beim DPMA. Mittlerweile steht die Onleihe im Duden.

Unter dem Auftritt libell-e.delibell-e.de betreut dasselbe Unternehmen durch den Borromäusverein vertretene katholische Büchereien mit nahezu identischem Angebot und Seitengestaltung bei der Online-Ausleihe.

Am 11. August 2026 gab der EKZ Bibliotheksservice bekannt, dass die Onleihe vom US-amerikanischen Anbieter OverDrive übernommen und schrittweise in die Libby-App migriert werde.

Funktion Unabhängig von Öffnungszeiten und Ort können nach Legitimation mit dem Bibliotheks-Benutzerausweis E-Books, E-Videos, E-Audios, E-Magazines, E-Paper und E-Music heruntergeladen und auf Endgeräte übertragen werden. Eine zeitliche Kontrolle der Leihfrist erfolgt durch die Digitale Rechteverwaltung (DRM). Nach Ablauf der Leihfrist ist eine weitere Nutzung der E-Medien-Datei nicht mehr möglich. Dementsprechend fallen keine Versäumnisgebühren an. Sofern ein Titel nicht bereits von anderen Nutzern vorreserviert ist, kann dieser beliebig oft erneut ausgeliehen werden. Bei beliebten Titeln können mehrere Exemplare zur Verfügung stehen.

Die Bibliotheken kleinerer Städte schließen sich innerhalb von Regionen wie beispielsweise NiedersachsenOnleihe Niedersachsen oder MünsterlandOnleihe Münsterland zusammen und verlinken auf einen gemeinsamen Onleihe-Auftritt mit somit identischem Angebot und Leihfristen. Großstädte wie DüsseldorfOnleihe Düsseldorf buchen hingegen ihren eigenen Auftritt mit zumeist umfassenderem Angebot.

Technische Voraussetzungen Je nach Lizenzmodell der teilnehmenden Bibliotheken werden über die Onleihe-Plattform die Medientypen E-Book, E-Paper (Tages- und Wochenzeitungen, Fachzeitschriften), E-Audio (Hörbücher), E-Video (Dokumentationen, Lehrvideos, Spielfilme), E-Music und E-Learning (Online-Kurse) angeboten.

Eine stets aktualisierte Übersicht „Was läuft wo“ findet man auf den Hilfeseiten aller Onleihen.Die onleihe – Was läuft wo? (PDF; 139 kB), auf cms.onleihe.de, abgerufen am 25. September 2018

E-Books und E-Paper E-Paper Medien liegen in der Regel als PDF, E-Books primär als EPUB, gelegentlich aber auch als PDF vor. Sowohl E-Book wie auch E-Paper Medien können auf PCs (Windows 2000 / XP / Vista / 7 / 8 / 10 / Apple Mac OS-X oder Linux) mit Adobe Acrobat Reader ab 8.x (PDF) bzw. Adobe Digital Editions ab 2.0 (EPUB), sowie mit dazu kompatibler SoftwareManche PDF-Reader haben Funktionseinschränkungen, insbesondere in Zusammenhang mit DRM Smartphones und Tablets (iOS ab 9.0, Android ab 4.4) mit der Onleihe App und der Bluefire Reader App sowie auf E-Book-Readern, die das Format EPUB mit Adobe-DRM oder Readium-DRM unterstützen (Cbook, Icarus, Imco, Kobo, Onyx, PocketBook, Tolino) onleihe.de, Stand: 16. November 2015; abgerufen am 20. Dezember 2015. gelesen werden. onleihe.de; abgerufen am 20. Dezember 2015. Unterstützt wird Microsoft Windows ab Windows 2000. Unter macOS X können DRM-geschützte PDF-Dateien ebenfalls mit dem Adobe Acrobat Reader betrachtet werden. EPUB-Dateien können auf beiden Plattformen mit Adobe Digital Editions genutzt werden; unter Windows ist es auch möglich, sie auf diesem Umweg auf einige E-Book-Reader zu übertragen und darauf zu lesen.

E-Audio (Hörbücher) und E-Music E-Audio Medien aus der Onleihe können mit folgenden Geräten wiedergegeben werden: onleihe.de; abgerufen am 20. Dezember 2015. Smartphones und Tablets (iOS ab 9.0, Android ab 4.4) mit der Onleihe App als Download oder im Streamingmodus wofür eine kontinuierliche Internetverbindung notwendig ist. PCs mit Windows, Apple und (abhängig vom Browser) Linux-System nur mit Streamingfunktion. Auf den Hilfeseiten der Onleihe gibt es eine stets aktualisierte Kompatibilitätsliste für das Streaming.

E-Video Onleihe E-Video Medien gibt es nur im Streaming. Wie bei E-Audios ist auch hier die Kompatibilität abhängig von Betriebssystem und Browser.

E-Learning Online-Lernkurse können in der Onleihe „ausgeliehen“ werden. Danach werden die Nutzer auf die Originalplattformen der Kursanbieter weitergeleitet, wo sie die Lektionen durchführen können.

Geschichte und Unternehmen Die erste öffentliche Bibliothek, die einen Online-Service für die Ausleihe anbot, war die Public Library im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn im Jahr 2005.Dirk Asendorpf: Generation Google in der Bibliothek. Zeit Online, 1. April 2009; abgerufen am 22. März 2012. In den USA war das Unternehmen OverDrive seit 1986 auf den Vertrieb von virtuellen Medien insbesondere an Bibliotheken spezialisiert. Im Jahr 2006 gab es in New York mehr Online-Ausleihen als Ausleihen von gedruckten Büchern.David Hugendick: schüss, Gutenberg. In: Die Zeit. 17. April 2008. Abgerufen am 22. März 2012. Dieses Modell gilt als Vorbild für die Onleihe.Jan Free: Die Regale sind leer! Zeit Online, 17. April 2008; abgerufen am 22. März 2012

Betreiber der Onleihe ist die divibib GmbH aus Reutlingen. Der Firmenname ist eine Abkürzung für „Digitale Virtuelle Bibliotheken“.Welche Rolle spielt für sie die Onleihe? In: boersenblatt.net. 29. März 2012. Abgerufen am 29. März 2012. Das Unternehmen befindet sich mittlerweile zu 100 Prozent im Besitz der EKZ Bibliotheksservice GmbH aus Reutlingen. Die ekz-Unternehmensgruppe GmbH hatte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 58 Millionen EUR und beschäftigte 279 Personen. Zweiter Gesellschafter war bis Ende 2014 Holger Behrens, der die divibib GmbH gemeinsam mit ekz.bibliotheksservice im Juli 2005 gegründet hatte. Er war bis zum Mai 2010 auch Geschäftsführer des Unternehmens. Seit Januar 2015 ist die ekz.bibliotheksservice GmbH Alleingesellschafterin der divibib GmbH.

Erklärtes Ziel der divibib GmbH war es, „die Google-Generation für die öffentlichen Bibliotheken“ zurückzugewinnen, „Amazon etwas entgegenzusetzen“ und den Bibliotheken neue Nutzer zu erschließen. Vor allem jüngere Benutzer erwarteten Online-Angebote von einer Bibliothek.

Erstmals wurde der Service 2007 im Rahmen eines Pilotprojektes in Hamburg, Köln, München und Würzburg getestet.Matthias Kremp: Online-Ausleihen: Downloads aus der Internet-Bibliothek. Spiegel Online, 31. Mai 2007. Die Onleihe wird auch von Bibliotheksverbünden eingesetzt. 2008 nahmen 18 Bibliotheken teil und der Service wurde erstmals in der Schweiz angeboten.Dirk Asendorpf: Generation Google in der Bibliothek. Zeit Online, 1. April 2009. Im Jahr 2010 wurden mehr als eine Million Ausleihen getätigt,Über uns. In: Onleihe.net. 2007–2012. Abgerufen am 21. März 2012. 2011 waren es 1,7 Millionen Downloads, ohne die angebotenen E-Paper der Tages- und Wochenzeitungen.Thiemo Heeg: Onleihe statt Ausleihe. FAZ.net, 20. Januar 2012; abgerufen am 21. März 2012. Im Dezember 2011 nutzten etwa 350 und damit zehn Prozent aller öffentlichen Bibliotheken die Onleihe.Onleihe bringt Kunden. Boersenblatt.net, 14. März 2012; abgerufen am 21. März 2012.Jede zehnte Bibliothek verleiht E-Books. Boersenblatt.net, 13. Februar 2012; abgerufen am 21. März 2012.kum: Wachstumsschmerzen bei der Onleihe. In: Börsenblatt, Nr. 13/2012, S. 18. 2022 nahmen mehr als 3500 Bibliotheken an der Onleihe teil.

Die öffentlichen Bibliotheken schließen sich teilweise zu regionalen Verbünden wie z. B. LEO-SUED in Südbayern oder VÖBB in Berlin zusammen, über die sie sich an der Onleihe beteiligen. Daneben gibt es auch Einzelonleihen.

Im Umfeld der Onleihe finden sich zunehmend Angebote, die die Nutzung von E-Books gegen eine monatliche Pauschale ermöglichen, so etwa von AmazonAmazon plant angeblich E-Book-Flatrate. Spiegel Online, 12. September 2011; abgerufen am 22. März 2012. oder von Skoobe.Konrad Lischka: Das taugt die E-Book-Flatrate. Spiegel Online, 20. März 2012; abgerufen am 22. März 2012. Die Onleihe wird von den Bibliotheken für ihre Benutzer dagegen in der Regel ohne weitere Gebühren bereitgestellt. Der insoweit veranlasste Aufwand ist im Etat der Bibliothek für Anschaffungen enthalten.

Angebot und Nutzerverhalten Derzeit stellt die divibib GmbH nach eigenen Angaben 433.000 Medien von mehr als 6.400 Verlagen für über 3.000 Bibliotheken zur Verfügung. Seit dem Start der Onleihe mit etwa 10.000 Titeln im Jahr 2007 ist der reale Bestand allein in deutschen Bibliotheken Mitte 2017 auf mehr als 3,2 Mio. Exemplare angewachsen. Davon ist in den regionalen Onleihe-Verbünden aber nur ein Teil verfügbar. So konnten die Mitglieder der 46 an der Onleihe Rheinland-Pfalz beteiligten Bibliotheken Ende 2015 auf einen Bestand von rund 31.000 E-Medien zugreifen. Die Nutzung der seit 2010 bestehenden Onleihe Rheinland-Pfalz steigt dabei kontinuierlich an. Hatten im Jahr 2014 die Leser in Rheinland-Pfalz bis Juli insgesamt 187.000 Medien online entliehen, waren es im Jahr 2015 bis Ende Juli bereits 267.000 Medien. kulturland.rlp.de; abgerufen am 22. Dezember 2015. Die Ausleihen in allen Onleihen insgesamt stiegen im Jahr 2016 „auf insgesamt 22,2 Millionen. Hatte die Steigerung von 2013 zu 2014 noch bei 64,2 Prozent gelegen, betrug sie nun im Vergleich mit dem Vorjahr 2016 rund 27 Prozent.“ Die Zahl der Onleihen insgesamt liegt aktuell bei über 3.000 Teilnehmerbibliotheken.

Das Nutzerverhalten ist wegen des Datenschutzes nur schwer nachvollziehbar. In einer Umfrage in Rheinland-Pfalz ergab sich, dass die Hälfte der Nutzer zwischen 30 und 50 Jahren alt war. Die Mehrheit davon waren Frauen. boersenblatt.net, 29. März 2012; abgerufen am 4. März 2025.

Für den Kundensupport gibt es seit 2013 ein Webforum.Userforum des Anbieters. Zudem gibt es einen von der divibib herausgegebenen gedruckten Ratgeber, der auch als PDF zum Download bereitsteht. VÖBB. Weitere Übersichten zur Kompatibilität der Onleihe mit verschiedenen Endgeräten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen gibt es auf den Hilfe-Seiten aller Onleihen. Ein YouTube-Kanal der divibib bietet als „Onleihe Akademie“ Videotutorials zur Nutzung unterschiedlicher Funktionen der Onleihe und der Onleihe App an.

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