Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Rekorde und Statistiken zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010.
Torjäger
Platz Spieler Tore Vorlagen Spielzeit 1 20px|Deutschland Thomas Müller 5 3 473 2 20px|Spanien David Villa 5 1 635 3 20px|Niederlande Wesley Sneijder 5 1 652 4 20px|Uruguay Diego Forlán 5 1 654 5 20px|Argentinien Gonzalo Higuaín 4 0 341 6 20px|Slowakei Róbert Vittek 4 0 353 7 20px|Deutschland Miroslav Klose 4 0 357 8 20px|Uruguay Luis Suárez 3 2 543 9 20px|USA Landon Donovan 3 0 390 10 20px|Brasilien Luís Fabiano 3 0 418 11 20px|Ghana Asamoah Gyan 3 0 501 12 20px|Deutschland Lukas Podolski 2 2 531 13 20px|Brasilien Elano 2 1 140 14 20px|Portugal Tiago 2 1 298 15 20px|Brasilien Robinho 2 1 354 16 20px|Niederlande Arjen Robben 2 1 387 17 20px|Japan Keisuke Honda 2 1 390
Abschlusstabelle WM 2010
Die folgende Rangliste berücksichtigt die Kriterien der FIFA.
Rang Mannschaft Spiele Siege Unentschieden Niederlagen Tore Tordifferenz Punkte 1 7 6 0 1 8:2 +6 18 2 7 6 0 1 12:6 +6 18 3 7 5 0 2 16:5 +11 15 4 7 3 2 2 11:8 +3 11 5 5 4 0 1 10:6 +4 12 6 5 3 1 1 9:4 +5 10 7 5 2 2 1 5:4 +1 8 8 5 1 3 1 3:2 +1 6 9 4 2 1 1 4:2 +2 7 10 4 2 0 2 3:5 −2 6 11 4 1 2 1 7:1 +6 5 12 4 1 2 1 5:5 0 5 13 4 1 2 1 3:5 −2 5 14 4 1 1 2 4:5 −1 4 15 4 1 1 2 6:8 −2 4 16 4 1 1 2 5:7 −2 4 17 3 1 1 1 4:3 +1 4 18 3 1 1 1 3:3 0 4 19 3 1 1 1 1:1 0 4 20 3 1 1 1 3:5 −2 4 21 3 1 1 1 3:6 −3 4 22 3 0 3 0 2:2 0 3 23 3 1 0 2 2:3 −1 3 24 3 1 0 2 3:6 −3 3 25 3 1 0 2 2:5 −3 3 26 3 0 2 1 4:5 −1 2 27 3 0 1 2 3:5 −2 1 28 3 0 1 2 0:2 −2 1 29 3 0 1 2 1:4 −3 1 30 3 0 1 2 0:3 −3 1 31 3 0 0 3 2:5 −3 0 32 3 0 0 3 1:12 −11 0
Anmerkungen: Entscheidend für die Reihenfolge nach FIFA-Kriterien ist zunächst die erreichte Runde (Sieger, Finalist, Dritter, Halbfinalist, Viertelfinalist, Achtelfinalist, Vorrundenteilnehmer). Ist die erreichte Runde gleich, entscheiden der Reihe nach die Zahl der Punkte, die Tordifferenz, die Zahl der geschossenen Tore und der direkte Vergleich. Entscheidungen nach Elfmeterschießen werden in dieser Statistik als Unentschieden gewertet. Die im Elfmeterschießen erzielten Treffer werden wie in allen Statistiken nicht als Tore gewertet.
Spieler Der jüngste Spieler war mit 18 Jahren und 130 Tagen der Däne Christian Eriksen (* 14. Februar 1992), er kam einmal zum Einsatz. Der älteste war mit 39 Jahren der Torwart David James (* 1. August 1970) aus England. Der größte Spieler war mit 2,02 m Nikola Žigić (Serbien), der kleinste Aaron Lennon (England) mit 1,65 m. Beim letzten Spieltag der Gruppe D kam es zum ersten Duell zweier Brüder bei einer Weltmeisterschaft. Kevin-Prince Boateng (Ghana) traf auf seinen jüngeren Halbbruder Jérôme Boateng (Deutschland). Mit Wilson, Jerry und Johnny Palacios (alle Honduras) standen zum ersten Mal drei Brüder gemeinsam in einem WM-Aufgebot. Johnny, der jüngste der Brüder, kam jedoch nicht zum Einsatz. Mit seiner Einwechslung im letzten Gruppenspiel wurde Rigobert Song (Kamerun) als erster afrikanischer Spieler bei vier Weltmeisterschaften eingesetzt. Song spielte bereits bei den Weltmeisterschaften 1994, 1998 und 2002 für Kamerun; 2006 fehlte er, da Kamerun sich nicht qualifizierte. Ihre vierte WM (jeweils nach 1998, 2002 und 2006) spielten auch Fabio Cannavaro (Italien), Thierry Henry (Frankreich) und Denis Caniza (Paraguay). Zum vierten Mal in einem WM-Aufgebot, jedoch ohne bei jeder WM eingesetzt worden zu sein, standen ferner die Torhüter Gianluigi Buffon (Italien), Yoshikatsu Kawaguchi und Seigō Narazaki (beide Japan) sowie Lee Woon-jae (Südkorea). Insgesamt nahmen 14 Spieler teil, die bereits bei einer vorangegangenen Weltmeisterschaft den Titel gewonnen hatten (neun Italiener, vier Brasilianer und ein Franzose). Zwei Spieler bestritten bei der WM ihr 100. Länderspiel: Giovanni van Bronckhorst (Niederlande, im Gruppenspiel gegen Dänemark) und Miroslav Klose (Deutschland, im Viertelfinale gegen Argentinien). Insgesamt kamen 14 Spieler zum Einsatz, die mindestens 100 Länderspiele bestritten haben. Der Mexikaner Cuauhtémoc Blanco ist durch sein Foulelfmetertor im Vorrundenspiel gegen Frankreich mit 37 Jahren und 151 Tagen zum drittältesten Torschützen der WM-Geschichte aufgestiegen. Blanco (* 17. Januar 1973) war zugleich der älteste Feldspieler des Turniers. Nur drei Mannschaften setzten ausschließlich Spieler aus heimischen Ligen ein. Dagegen standen im Kader Nigerias nur Spieler, die in ausländischen Ligen spielen. In der folgenden Tabelle ist für die WM-Teilnehmer die Anzahl, der in ausländischen Ligen der verschiedenen Kontinentalverbände und der heimischen Liga spielenden Spieler zusammengefasst (Stand: Vor der WM).
AfrikaAsienInkl. Australien, da Australien dem Asiatischen Fußballverband angehörtEuropaMittel- und NordamerikaOzeanienSüdamerikavereinslosHeimat 23 23 23 2 1 20 3 20 4 19 7 16 1 6 1 15 9 14 9 14 4 6 13 12 11 13 10 3 7 2 2 9 14 9 1 11 1 2 8 16 7 16 7 17 6 9 4 6 4 17 2 4 20 3 20 3 2 1 17 3 3 17 1 2 21 2 21 2 21 2 15 6 2 22 1 22 1 23 0
AfrikaAsienEuropaMittel- und NordamerikaOzeanienSüdamerikavereinslosHeimat Afrika (Legionäre)21111 24 Asien (Legionäre) 928 154 Europa (Legionäre) 146 153 Mittel-/Nordamerika (Legionäre) 1 323 33 Ozeanien (Legionäre) 3 72 2 9 Südamerika (Legionäre) 1 725 14 23 Summe (Legionäre)215396100143296 Summe (Insgesamt)2669549439373
Trainer
Otto Rehhagel überbot mit 71 Jahren als Trainer Griechenlands den acht Jahre zuvor von Cesare Maldini aufgestellten Rekord als ältester Trainer bei einer WM. Vicente del Bosque überbot mit 59 Jahren als Trainer Spaniens den Rekord von Helmut Schön, der 1974 58 Jahre und 295 Tage alt war, als ältester Trainer eines Weltmeisters. Zwölf Mannschaften wurden von ausländischen Trainern betreut. Die meisten Trainer kamen aus Argentinien und Deutschland (je drei), je zwei aus Brasilien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Schweden und Serbien. Die Trainer aus Kolumbien (Honduras) und Schweden (Elfenbeinküste und Nigeria) waren die einzigen, deren Heimatländer sich nicht für das Turnier qualifiziert hatten. Carlos Alberto Parreira, Trainer Südafrikas, erlebte seine sechste WM als Cheftrainer. Er betreute bisher fünf verschiedene Länder bei Weltmeisterschaften (zuerst Kuwait 1982); mit Brasilien wurde er 1994 Weltmeister. Der dienstälteste Teamchef der WM war Morten Olsen, der seit Juli 2000 die dänische Auswahl betreute. Zwei Cheftrainer (Diego Maradona für Argentinien, Carlos Dunga für Brasilien) waren bereits als Spieler Weltmeister geworden. Beide schieden allerdings mit ihren Mannschaften im Viertelfinale aus. Nur zwei Länder traten wieder mit demselben Cheftrainer wie schon 2006 in Deutschland an: Weltmeister Italien mit Marcello Lippi und Vizeweltmeister Frankreich mit Raymond Domenech. Beide Länder scheiterten bereits in der Vorrunde. Insgesamt nahmen elf Trainer teil, die bereits bei mindestens einer vorangegangenen WM als Cheftrainer fungiert hatten. Acht Trainer waren früher selbst als Spieler bei einer WM eingesetzt worden. Bei zwei Mannschaften gehörte ein Sohn des jeweiligen Trainers zum Aufgebot: Für die Slowakei spielte Vladimír Weiss unter der Ägide seines gleichnamigen Vaters, für die USA lief Michael Bradley auf, der von seinem Vater Bob Bradley betreut wurde. Michael Bradley ist auch der erste WM-Torschütze, der von seinem Vater trainiert wurde. Für die Niederlande kam Mark van Bommel zum Einsatz, der Schwiegersohn des Trainers der Niederlande, Bert van Marwijk.
Strafstöße Der erste Elfmeter wurde im Spiel Serbien – Ghana gepfiffen. Asamoah Gyan verwandelte zum 1:0-Endstand für Ghana. Ghana ist die erste Mannschaft, die lediglich durch Strafstoßtore die K.-o.-Runde einer WM erreichte. Im Viertelfinale gegen Uruguay schied sie dann allerdings nach Elfmeterschießen aus, welches Gyan hätte verhindern können, wenn er einen Strafstoß kurz vor Ende der Verlängerung verwandelt hätte. Im Viertelfinalspiel Paraguay – Spanien gab es innerhalb von zwei Minuten je einen Strafstoß für beide Mannschaften, die aber nicht verwandelt werden konnten. Der von David Villa im Spiel gegen Honduras verschossene Elfmeter war der erste der für Spanien bei einer WM verschossen wurde. Iker Casillas ist durch seinen gegen Paraguay gehaltenen Elfmeter der erste Torhüter, der bei 2 WM-Turnieren einen Elfmeter halten konnte. Zuvor hatte er 2002 gegen Irland einen Elfmeter gehalten.
Platzverweise Die erste Gelb-Rote Karte sah Nicolás Lodeiro aus Uruguay in der 81. Minute des Spiels gegen Frankreich. Tim Cahills (Australien) Platzverweis im Spiel gegen Deutschland war die erste Rote Karte des Turniers. John Heitinga erhielt als zweiter Spieler in einem WM-Finale und als Erster in der Verlängerung eines Finales die Gelb-Rote Karte. Die erste hatte Marcel Desailly 1998 in der regulären Spielzeit erhalten.
Tore Die Nordkoreanische Fußballnationalmannschaft musste mit zwölf Toren in der Vorrunde die meisten Gegentreffer hinnehmen. Argentinien und Portugal erzielten in der Vorrunde die meisten Tore (je 7), Portugal dabei alle im selben Spiel (gegen Nordkorea). Die torreichsten Spiele des Turniers: Portugal–Nordkorea 7:0 (Vorrunde); Argentinien–Südkorea 4:1 (Vorrunde); Slowakei–Italien 3:2 (Vorrunde); Deutschland–England 4:1 (Achtelfinale); Uruguay–Niederlande 2:3 (Halbfinale); Uruguay-Deutschland 2:3 (Spiel um Platz 3); Argentinien-Deutschland 0:4 (Viertelfinale) und Australien-Deutschland 0:4 (Vorrunde). Sechs Vorrundenspiele – darunter zwei mit portugiesischer Beteiligung – endeten 0:0; außerdem das Achtelfinale Paraguay–Japan, das nach einem 0:0 nach Verlängerung von Paraguay im Elfmeterschießen gewonnen wurde. Das erste Tor der WM schoss Siphiwe Tshabalala in der 55. Minute des Eröffnungsspiels. Es war zudem auch das erste WM-Tor der Geschichte auf afrikanischem Boden. Das erste Eigentor schoss Daniel Agger in der 46. Minute im Spiel Niederlande gegen Dänemark. Portugal und Uruguay überstanden als einzige Mannschaften die Vorrunde ohne Gegentor. Beide mussten erst im Achtelfinale ein Gegentor hinnehmen, was für Portugal das Ausscheiden bedeutete. Algerien und Honduras schieden aus dem Turnier aus, ohne ein Tor erzielt zu haben. Der Schnitt von 2,2 Toren pro Spiel nach dem Achtelfinale lag knapp unter dem Negativ-Rekord von 2,21 Toren pro Spiel der WM 1990. Durch das Viertelfinale stieg der Schnitt auf 2,22 und durch die Halbfinalspiele auf 2,24 Tore pro Spiel. Durch die Finalspiele, insbesondere das Spiel um Platz 3 in dem 5 Tore fielen, wurde der Schnitt auf 2,27 angehoben. Er ist damit der zweitschlechteste in der WM-Geschichte.mini|Torquoten bei den WM-Turnieren Das 1:1 durch Dimitrios Salpingidis im zweiten Gruppenspiel der Griechen gegen Nigeria in der 44. Minute war das erste griechische WM-Tor. Das schnellste Tor in einer Partie bei der Weltmeisterschaft 2010 erzielte Thomas Müller im Viertelfinale Argentinien gegen Deutschland nach 158 Sekunden. Das späteste Tor (ohne Verlängerungen) erzielte Álvaro Pereira (Uruguay), als er im zweiten Gruppenspiel gegen Südafrika in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 3:0-Endstand traf. Das späteste spielentscheidende Tor gelang Winston Reid (Neuseeland), der im ersten Gruppenspiel gegen die Slowakei in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 1:1 ausglich. Zum ersten Mal, seit das Achtelfinale nach der Gruppenphase stattfindet, gelang es mit Deutschland einer Mannschaft im Achtel- und Viertelfinale insgesamt 8 Tore zu erzielen. Der bisherige Rekord lag bei 7 Toren (Brasilien, 1998). Mit 16 Treffern war Deutschland die torgefährlichste Mannschaft des Turniers. Spanien reichten absolut und relativ die wenigsten Tore aller bisherigen Weltmeister: 8 Tore in 7 Spielen = 1,14/Spiel. Der bisherige Minusrekord waren 11 Tore (Italien/1938, England/1966 und Brasilien/1994) bzw. 1,57 Tore/Spiel (Brasilien/1994). Es wurden insgesamt (ohne Elfmeterschießen) nur 2 Tore weniger geschossen als bei der letzten WM.
Remis-Spiele