(engl. für ‚Keine Reue‘) ist eine britische Rechtsrock-Band aus London. Sie gehörte zu den Mitbegründern des -Netzwerkes und war eine der .

Bandgeschichte No Remorse wurde 1986 von Paul Burnley gegründet. Als Mitte der 1980er das Netzwerk Blood and Honour von Ian Stuart Donaldson und Nick Crane gegründet wurde, war No Remorse mit dabei und setzte sich zusammen mit Donaldsons Skrewdriver, Squadron, Brutal Attack und Sudden Impact an die Spitze der Bewegung. Paul Burnley verlegte das Blood-and-Honour-Magazin, eine Hochglanzpublikation, die über die internationale Rechtsrock-Szene und Rock against Communism berichtete. No Remorses Debütalbum erschien 1988 beim französischen Label . Auf diesem Album befindet sich die Textzeile , ein Spruch, der in der Rechtsrock-Szene auf große Verbreitung stieß und auf T-Shirts und Beiheften anderer Bands immer wieder auftaucht (so zum Beispiel auf Absurds Demo : ).

Danach wechselte die Gruppe zu Rock-O-Rama, wo die Alben (1989) und erschienen. Die Band hatte diverse Auftritte im Ausland, unter anderem 1989 auf dem zweiten AryanFest von Tom Metzger () in Oklahoma und am 27. Juli 1991 erstmals auch in Deutschland.

Ab 1992 schien die Macht von Blood & Honour zu bröckeln. Burnley hatte zwar für die Integration des in die Bewegung gesorgt, doch mehrere Gruppen begannen sich aufzulösen. Vor einem Auftritt in Valencia kamen fast alle Mitglieder von Violent Storm bei einem Verkehrsunfall ums Leben. No Remorse widmete der Gruppe ihren Auftritt. Zurück in London sollte ein groß angekündigtes Skrewdriver-Konzert mit No Remorse als Vorgruppe die Massen mobilisieren. Doch Antifaschisten konnten den Auftritt erfolgreich behindern, so dass nur ein kleines Konzert in einem rasch angemieteten Pub stattfinden konnte.

Nachdem Ian Stuart Donaldson am 24. September 1993 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war, kämpfte Burnley um die Vorherrschaft in der Rechtsrock-Szene, wurde jedoch von Combat 18 und insbesondere Will Browning verdrängt. Browning, der 1991 aus No Remorse ausgeschlossen wurde, weil er häufig betrunken war, attackierte Burnley und übernahm die Vorherrschaft in Blood and Honour. No Remorse löste sich daraufhin auf. Browning ließ es sich jedoch nicht nehmen und demütigte Burnley weiter. Er reformierte eine neue Version von No Remorse, die 1996 die CD aufnahmen. Der Titel ist eine Anspielung auf die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen und gilt als radikalste Veröffentlichung der britischen Rechtsrock-Szene. Die reformierte Band nahm noch einige weitere CDs auf, während die Ursprungsband seit 1994 als aufgelöst gilt.

Ideologie Bereits die ursprüngliche Band um Burnley war eine der radikalsten der britischen Szene. Burnley war berüchtigt, bei Auftritten eine Hakenkreuz-Armbinde zu tragen. Auch Hakenkreuze in anderen Formen waren beliebte Bühnendekorationen. Die Texte waren eine Mischung aus nationalsozialistischen und rassistischen Texten. Burnley verstand No Remorse als Werkzeug, um die Lehre des Nationalsozialismus zu verbreiten und verehrte Adolf Hitler und Rudolf Heß. Brownings Version von No Remorse war dagegen eher rassistisch orientiert und setzte auf Tabubrechung. enthielt zahlreiche Morddrohungen an Ausländer, Schwarze und Linke. Sie ging weit über die Provokationen anderer Bands hinaus und war in Großbritannien der Auslöser für die Searchlight-Kampagne (etwa ‚Stoppt den Verkauf des Hasses‘), die den Rechtsrock-Verkauf in Großbritannien maßgeblich beeinträchtigte.

Diskografie Mit Paul Burnley Alben 1987: Demo (MC) 1988: This Time the World (indiziert) 1989: Blood Against Gold 1989: See You in Walhalla 1989: The New Storm Troopers 1992: Demo (MC) 1994: The Winning Hand (indiziertBundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien: Bekanntmachung Nr. 4/2014 über jugendgefährdende Trägermedien vom 16. April 2014) 1994: Under the Gods (indiziert)

Singles und EPs 1989: See You in Valhalla/Take What’s Ours 1989: Son of Odin/Daily News 1989: The New Stormtroopers/No More Brother’s War 1989: Smash the Reds 1989: Time Will Tell 1990: We Rise Again / Fate Dictator 1994: Farewell Ian Stuart

Split-Veröffentlichungen 1992: Desert Storm (mit Dirlewanger) 1993: First Strike (live) (MC, mit Buldok) 1995: We Play for You (mit Svastika) 1996: Live in Brandenburg 1992 (mit Division S)

Kompilationen und Livealben 1997: The Best of No Remorse (indiziert) 1998: Heroes Never Die 1999: Rare Remorse 2000: This Land Is Ours 2012: Rarities (indiziert) 2015: Skinhead Army

Ohne Paul Burnley Alben 1996: Barbecue in Rostock (indiziert) 1997: Smash the Reds 2005: Start Up the Panzers (indiziert) 2005: Oi! Monkey (indiziert) 2006: Deutschland (indiziert) 2012: 18 Was Right

Singles 2006: Race War / Barbecue in Rostock

Split-Veröffentlichungen ISD Memorial (mit Razors Edge)

Einzelnachweise

Kategorie:Britische Band Kategorie:Rechtsrock-Band Kategorie:Neonazistische Band