August Wilhelm Steinhaus (* 30. April 1884 in Barmen; † 22. August 1970 in Berlin) war ein deutscher Physiker und Experte für physikalische Metallkunde.
Leben und Wirken Als Sohn des Rektors Wilhelm Steinhaus studierte August Wilhelm Steinhaus von 1903 bis 1905 in Marburg Mathematik, Physik und Chemie und dann wohl weiter in Göttingen. Während seines Studiums wurde er Mitglied der Schwarzburgbund-Verbindungen Frankonia Marburg (1887) und Burschenschaft Germania Göttingen (1905).Hermann Goebel (Hrsg.): Mitgliederverzeichnis des Schwarzburgbundes. 8. Aufl., Frankfurt am Main 1930, S. 137 Nr. 3118. Um 1910 promovierte er mit Studien zum Problem der Zustandsgleichung.
Im Jahr 1912 wurde er an der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt (PTR) wissenschaftlicher Mitarbeiter, 1924 Laborleiter, 1943 Abteilungsdirektor und 1945 kommissarischer Präsident. 1932 war kurzzeitig Robert Ochsenfeld sein Praktikant im Magnetischen Laboratorium. 1939 forschte er als Experte für Physikalische Metallkunde in Eckernförde zu Torpedopistolen (Torpedozünder).
1945 wurde Wilhelm Steinhaus Präsident des Deutschen Amtes für Maß und Gewicht und 1949 Titularprofessor. Seit Anfang 1955 war er korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin.
Wilhelm Steinhaus verstarb 1970 in Berlin im Alter von 86 Jahren.
Literatur
Biographisches Handbuch der SBZ; S. 890.
Weblinks Bild bei bbaw.de Rudolf Stenzel: Begründung für die Verschmelzung der Reichsanstalt für Mass und Gewicht mit der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt in Berlin im Jahre 1923. In: Annals of Science. 33, 1976, S. 289–306, .
Einzelnachweise
Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hervorragender Wissenschaftler des Volkes Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Bronze Kategorie:Korporierter im Schwarzburgbund Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1884 Kategorie:Gestorben 1970 Kategorie:Mann