mini|M. Nonius Sufenas Denar 59 v. Chr., Rom. Kopf des Saturn mit Harpa und ovalem SteinCrawford: Roman Republican Coinage. 2 Bände. Cambridge University Press, Cambridge u. a. 1974, ISBN 0-521-07492-4., Nummer 421/1
Die Harpe (auch Harpa; griechisch ἅρπη, lateinisch harpe ‚Sichel‘Val. Flacc. 7, 364) beschreibt ein Schwert, das an seiner geraden Klinge einen sichelförmigen Ansatz hat, das Hakenschwert, Sichelschwert,(rein lat. falcatus oder hamatus ensis, lunatum ferrum) welches als eine mythologische Waffe, hauptsächlich in griechischen und lateinischen Sagen vorkommt.
Etymologie Die Termini harpē und falx bezeichneten, sowohl im Griechischen und Lateinischen, jedes konkav schneidende Werkzeug, ein spezifischer Terminus für die Sichel existierte noch nicht. Hingegen bezeichnet drepanon (gr. »Sichel«, »krumme Spitze«) jedwedes gekrümmtes Erntewerkzeug. Das griechische ist ursprünglich von einem semitischen Wort entlehnt, welches im biblischen Hebräisch als חרב „Schwert“ wiedergeben ist. Der heutige Begriff für die Sichel leitet sich (im germanischen Sprachraum) von den erst im Spätlatein auftauchenden Termini sīcula,ae, f. (Demin. v. sica), der »kleine Dolch«; daher meton. scherzhaft = mentula, Catull. 67, 21 falciculaae, f. (Demin. v. falx), die »kleine Sichel«, Pallad. 1, 43, 5. Augustin. c. Faust. 6, 4. Arnob. 6, 26 ab.
Kunst und Mythologie miniatur|Kronos entmannt seinen Vater Uranus mit einer Harpe Der Sage nach ist dieses Schwert die von Merkur geliehene Waffe,Val. Flacc. 4, 390 mit der Perseus Medusa enthauptetOvid, Metamorphosen 5, 69 (daher Cyllenis harpeOvid, Metamorphosen 5, 176; Lucan. 9, 662. – II, der Edelfalke (Falco gentilis, L.), Plin. 10, 204 ). In einer anderen Sage der griechischen Mythologie kastriert der Titan Kronos mit einer Harpe seinen Göttervater Uranos.Achilleus Tatios: Leukippen kai Kleitophonta 3.7.8 – 3.7.9 „ὥπλισται δὲ καὶ τὴν δεξιὰν διφυεῖ σιδήρῳ εἰς δρέπανον καὶ ξίφος ἐσχισμένῳ. ἄρχεται μὲν γὰρ ἡ κώπη κάτωθεν ἀμφοῖν ἐκ μιᾶς, καὶ ἔστιν ἐφ’ ἥμισυ τοῦ σιδήρου ξίφος, ἐντεῦθεν δὲ ἀπορραγὲν τὸ μὲν ὀξύνεται, τὸ δὲ ἐπικάμπτεται. καὶ τὸ μὲν ἀπωξυμμένον μένει ξίφος, ὡς ἤρξατο, τὸ δὲ καμπτόμενον δρέπανον γίνεται, ἵνα μιᾷ πληγῇ τὸ μὲν ἐρείδῃ τὴν σφαγήν, τὸ δὲ κρατῇ τὴν τομήν.“ Vergleiche den Nachweis im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Die Harpe findet sich gelegentlich auf römischen oder griechischen Skulpturen. Diesen Abbildungen zufolge ist es ein Schwert mit einer gebogenen Klinge. Diese Darstellung wird explizit im Werk Leukippe und Kleitophon des 2. Jahrhunderts beschrieben.
In späteren Abbildungen ist die Harpe eher eine Sichel als ein Schwert. Auf dieser sehr künstlerischen Abbildung einer Harpe, welche die Entmannung des Uranos zeigt, wird diese als Kriegssense dargestellt. Der griechische Held Perseus wird traditionell mit einer Harpe in der Hand abgebildet, mit der er den Kopf der Medusa abschlug.
Weitere Sichelschwerter Kopis, griechische Antike Chepesch, Ägypten
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Mythologisches Schwert Kategorie:Gegenstand der griechischen Mythologie