miniatur|Schauwerk Sindelfingen (2010)

Das Schauwerk Sindelfingen (eigene Schreibweise: SCHAUWERK Sindelfingen) ist ein Museum für zeitgenössische Kunst in Sindelfingen und präsentiert in wechselnden Ausstellungen die hochkarätige Kunstsammlung von Peter Schaufler und Christiane Schaufler-Münch.

Geschichte Seit Ende der 1970er Jahre hat das Ehepaar über 3.500 Werke zusammengetragen und damit eine der größten privaten Kunstkollektionen in Deutschland aufgebaut. Sie umfasst hochrangige Positionen der deutschen, aber auch der internationalen Kunst, insbesondere aus Italien, Frankreich, Asien und Südamerika. Mit der 2010 erfolgten Eröffnung des Museums, das Teil der Stiftung The Schaufler Foundation ist, sind viele der Werke erstmals öffentlich zu sehen.

Heute zeigt das Museum auf rund 6.500 m² eine repräsentative Auswahl zeitgenössischer Kunst aus der Sammlung Schaufler.

Sammlung Schwerpunkte liegen auf der Minimal Art, der Konzeptkunst und Konkreten Kunst sowie auf Arbeiten der ZERO-Bewegung und ihrer Wegbereiter. Neben Malerei und Skulptur nehmen Licht- und Rauminstallationen sowie die zeitgenössische Fotografie einen wichtigen Platz in der Sammlung ein. Größere Werkkomplexe von Imi Knoebel, Günther Uecker, Rupprecht Geiger, John M. Armleder, Sylvie Fleury oder Gerwald Rockenschaub sind ebenso vertreten wie kleinere Konvolute, z. B. von Michelangelo Pistoletto, John Angus Chamberlain, Antony Gormley, Katharina Grosse, Andreas Gursky, Thomas Ruff und Anselm Kiefer.

Architektur Das Museum befindet sich am Rande von Sindelfingen neben dem Firmengelände der „Bitzer Kühlmaschinenbau“, deren Leitung Peter Schaufler im Jahr 1979 übernahm. Im Zuge eines aufwändigen Umbaus wurden ehemalige Fertigungs- und Lagerhallen der Firma Bitzer durch das Büro BFK Architekten zu großzügigen Ausstellungsflächen umgewandelt und um einen neuen Gebäudetrakt ergänzt. Der Umbau wurde 2011 vom Bund Deutscher Architekten (BDA) mit der Hugo-Häring-Auszeichnung gewürdigt.Bund Deutscher Architekten: Schauwerk Sindelfingen Umbau und Erweiterung einer Produktionsstätte zum Museum für zeitgenössische Kunst. Im Herbst 2011 wurde das ehemalige Hochlager der Bitzer-Fabrikation als weiterer Ausstellungsraum eröffnet. Das viergeschossige Gebäude wird durch eine innen an der Wand liegende, durchgehende Rampe erschlossen.FAZ vom 11. September 2010, Seite 36: Aus der Stille kam die Fülle. Vom Kühlschrank zum Kunstwerk: Die neue Galerie "Schauwerk" in Sindelfingen hält sich nobel zurück. Artikelbeginn (vor Bezahlschwelle) Ein Neubau ist seit Ende 2021 in Betrieb.

Trägerschaft Das Museum wird von der Stiftung The Schaufler Foundation getragen, die Peter Schaufler 2005 gründete. Ziel der Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur sowie von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Kältetechnik, des Umweltschutzes und des Unternehmertums. Die Ziele werden u. a. mit Stiftungsprofessuren an der Hochschule Karlsruhe und der Technischen Universität Dresden und der Unterstützung weiterer ProjekteSchaufler Lab@TU Dresden: THE SCHAUFLER FOUNDATION fördert ein Graduiertenkolleg und eine Künstler-Residenz an der TU Dresden. 29. Mai 2019 umgesetzt.

Ausstellungen 2010: Zero – ∞ 2011: Imi Knoebel – Werke aus der Sammlung Schaufler 2011: Lichtempfindlich. Zeitgenössische Fotografie aus der Sammlung Schaufler 2012: Not Vital – Werke 1989 bis 2011 2012: My Private Universe 2013: ROTesque 2013: Sky Columns. Jacob Hashimoto 2013: Incontri – Zeitgenössische italienische Kunst 2014: VI. Premio Artistico Fondazione VAF: Aktuelle Positionen italienischer Kunst 2014: Dear Heartbeat – Gerwald Rockenschaub 2014: Profile. Gianluca Vassallo 2014: Ladies First! Künstlerinnen aus der Sammlung Schaufler 2015: Venusfalle 2015: Some Like It Cool - Sonderpräsentation auf der art Karlsruhe 2015: I Like America 2016: rosalie. Lichtwirbel 2016: Split. Spiegel, Licht. Reflexion 2017: Jason Martin. Werke 1997–2017 2017: Pinc Kommt! Rupprecht Geiger 2018: Sabrina Hausperg. Werke 2008–2018 2018: Lichtempfindlich 2. Fotografie aus der Sammlung Schaufler 2018: Heimvorteil. Deutsche Künstler aus der Sammlung Schaufler 2019: Ophelia. Performance und Installation von Nadja Verena Marcin 2019: Tom Sachs. Timeline 2020: Love Stories. 10 Jahre Schauwerk 2020:There is Another Way of Looking at Things. Maurizio Nannucci und weitere Künstler aus der Sammlung Schaufler 2021: Antony Gormley. Learning to Be 2021:Ortswechsel, Fotografie aus der Modernen Galerie – Saarbrücken 2022: Ben Willikens 2022: Chiharu Shiota. Silent World 2023: Doug Aitken. Return To The Real 2024: Neon, Led & Co. Lichtkunst aus der Sammlung Schaufler 2025: Mario Schifano. When I remember

Literatur Kataloge der Sammlung im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Weblinks

Website des Schauwerks Sindelfingen Hans-Joachim Müller: Die heimliche Leidenschaft eines Kühlgiganten. In: Die Welt, online, 7. August 2010 Christiane Fricke: Neuerwerbungen kommen erstmal unters Bett., Im Handelsblatt, online, 16. April 2011

Einzelnachweise

Kategorie:Kunstmuseum in Baden-Württemberg Kategorie:Sammlung moderner oder zeitgenössischer Kunst Kategorie:Bauwerk in Sindelfingen Kategorie:Museum in Sindelfingen Kategorie:Museumsgründung 2010