mini|hochkant=1.23|Talle, Ansicht von Süden Talle ist ein Ortsteil der Gemeinde Kalletal im Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen. Das Bergdorf liegt am Fuß des Bonstapels. Westlich vom Dorf liegen die Steinbrüche Talle.
Geschichte Talle wird erstmals 1221 schriftlich erwähnt.Paul Derks: Der Siedlungsname Talle, in: Margit Lenniger: (Hrsg.): Talle. Das Kirchdorf und seine Nachbarn Niederntalle, Röntorf und Osterhagen. Beiträge zur Orts- und Höfegeschichte. Bielefeld/Norderstedt 2005, S. 11.Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Lippe (= Westfälisches Ortsnamenbuch. Band 2). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89534-842-6, S. 472. (PDF)
Der Name Talle leitet sich vermutlich vom germanischen Wort „*tala-“ ab, das „schnell, eifrig“ bedeutet und sich auf den Bach bezog.Paul Derks: Der Siedlungsname Talle, in: Margit Lenniger: (Hrsg.): Talle. Das Kirchdorf und seine Nachbarn Niederntalle, Röntorf und Osterhagen. Beiträge zur Orts- und Höfegeschichte. Bielefeld/Norderstedt 2005, S. 11.
Seit dem 1. Januar 1969 gehört Talle zur Gemeinde Kalletal.
Einwohnerentwicklung Jahr 1860 1939 1962 Einwohner (Einwohnerzahlen für 1860, 1939 und 1962) 568 551 997
Bauwerke miniatur|links|Evangelisch reformierte Pfarrkirche in Talle (Petruskirche) Das Wahrzeichen des Dorfes ist die Petruskirche, deren frühromanischer Westturm aus dem 11. Jahrhundert stammt. Die doppelschiffige, spätgotische Hallenkirche wurde von 1482 bis 1492 erbaut.
An Kirche und Kirchhofsmauer stehen 42 Grabsteine aus der Zeit zwischen 1683 und 1866.Die Grabsteine an der Kirche in Talle (PDF)
Zum Ort gehört das nahe Gut Röntorf. Dort verbrachte Prinzessin Godela zur LippeMargit Lenniger (Hrsg.): Talle. Das Kirchdorf und seine Nachbarn Niederntalle, Röntorf und Osterhagen. Beiträge zur Orts- und Höfegeschichte. Bielefeld/Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-2079-0, S. 242. einen Großteil ihres Lebens.
Religion mini|Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Michaelis in Talle Die Bevölkerung in Talle ist, wie im gesamten lippischen Raum, mehrheitlich evangelisch-reformiert. Zur evangelisch-reformierten Kirchengemeinde in Talle gehören auch die Ortsteile Bavenhausen, Osterhagen, Rentorf, Talle und Waterloo sowie die Lemgoer Ortsteile Brüntorf, Kirchheide, Matorf und Welstorf und der Bad Salzufler Ortsteil Pillenbruch. Des Weiteren gibt es seit 1927 die Selbständig Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Michaelis in Talle.
Sport Der TuS Talle von 1923 e. V. ist der örtliche Sportverein mit Abteilungen für Fußball, Korbball, Turnen und Nordic-Walking.
Persönlichkeiten Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (* 1944) hat in Talle die Volksschule besucht, wo er beim TuS Talle Fußball spielte. Dort erhielt er seinen Spitznamen „Acker“.
mini|Der Alte Krug in Talle, eines der ältesten Gasthäuser in Lippe (mittlerweile außer Betrieb) Weblinks
Website der Gemeinde Kalletal
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Kalletal Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Lippe) Kategorie:Gemeindeauflösung 1969