mini|300px|Rodder Maar bei Niederdürenbach mini|Rodder Maar, Luftaufnahme (2016)

Niederdürenbach in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Brohltal an, die ihren Verwaltungssitz in Niederzissen hat.

Geographie Die Gemeinde liegt in der Osteifel im Landschaftsschutzgebiet „Rhein-Ahr-Eifel“. Sie gliedert sich in den Hauptort Niederdürenbach und die Ortsteile Hain und Holzwiesen. Zu Niederdürenbach gehört auch der am Brohlbach liegende Wohnplatz Lochmühle.

Geschichte Niederdürenbach gehörte bis Ende des 18. Jahrhunderts zur Reichsherrschaft Olbrück.

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Verwaltung gehörte Niederdürenbach zur Mairie Königsfeld im Kanton Wehr, der dem Arrondissement Bonn und dem Rhein-Mosel-Departement zugeordnet war. Nach den auf dem Wiener Kongress geschlossenen Verträgen kam die Region, damit auch Niederdürenbach, 1815 zum Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung gehörte Niederdürenbach von 1816 an zur Bürgermeisterei Königsfeld im Kreis Ahrweiler, der Teil des Regierungsbezirks Coblenz und von 1822 an der Rheinprovinz war.

Seit 1946 gehört die Gemeinde zum Land Rheinland-Pfalz und seit 1969 der Verbandsgemeinde Brohltal an.

Am 1. Januar 1979 wurde der Ortsteil Rodder mit 121 Einwohnern nach Niederzissen umgemeindet.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niederdürenbach bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:

Jahr Einwohner 1815 407 1835 465 1871 423 1905 421 1939 559 1950 622 1961 701 Jahr Einwohner 1970 792 1987 892 1997 973 2005 1.009 2011 987 2017 946

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Niederdürenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Dem Gemeinderat gehörten bis 2009 wegen der damals höheren Einwohnerzahl 16 Ratsmitglieder an.

Bürgermeister Sebastian Schmitt wurde am 12. August 2019 Ortsbürgermeister von Niederdürenbach. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 89,98 % gewählt worden. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit 92,6 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.

Schmitts Vorgänger als Ortsbürgermeister, August Henn, hatte das Amt 15 Jahre ausgeübt, war 2019 aber nicht erneut angetreten.

Sehenswürdigkeiten Sehenswert sind die Segensteine aus Phonolith-Tuff (siehe Segenstein Niederdürenbach), die St. Wendelinuskapelle in Hain von 1730, der Sauerbrunnen am Feuerwehrhaus und die Burg Olbrück, erbaut um 1050.

Ungefähr einen Kilometer nördlich des Ortes liegt das Rodder Maar, ein flacher See, dessen vulkanische Herkunft bisher nicht nachgewiesen werden konnte.Wilhelm Meyer: (Ungeklärte Herkunft des Rodder Maars)

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niederdürenbach mini|Burg Olbrück

Persönlichkeiten Das finnisch-deutsche Künstlerpaar Goller-Masalin lebte bis Anfang 2013 im Ortsteil Holzwiesen. Eine Skulpturengruppe ihres internationalen Kunstprojekts Kansa für Frieden, Menschenrechte und Umweltbewusstsein steht in der Ortsgemeinde Brohltalstraße/Rodderweg.

Weblinks

Website der Ortsgemeinde Niederdürenbach Ortsgemeinde Niederdürenbach auf den Seiten der Verbandsgemeinde Brohltal

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Ahrweiler