miniatur|Marie Leopoldine von Anhalt-Dessau, Fürstin zur Lippe-Detmold, Gemälde von Christian Lisiewsky, 1765 Marie Leopoldine von Anhalt-Dessau (* 18. November 1746 in Dessau; † 15. April 1769 in Detmold) war eine Prinzessin von Anhalt-Dessau und durch Heirat Gräfin zur Lippe-Detmold.

Leben Marie Leopoldine war eine Tochter des Fürsten Leopold II. von Anhalt-Dessau (1700–1751) aus dessen Ehe mit Gisela Agnes (1722–1751), Tochter des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen. Ein besonders enges Verhältnis hatte sie zu ihren Schwestern Agnese und Kasimire, mit denen sie auch nach ihrer Eheschließung meist zusammen lebte und bei Trennung eine umfangreiche Korrespondenz führte.

Die 18-jährige Prinzessin heiratete am 28. September 1765 in Dessau den doppelt so alten Fürsten Simon August zur Lippe-Detmold (1727–1782). In den Briefen an ihre Schwestern beklagte sie ihr Heimweh, so dass diese nach Detmold nachreisten. Bei Modernisierungsmaßnahmen im Detmolder Schloss und im Lemgoer Hof engagierte sich die Fürstin persönlich.

Marie Leopoldine starb bereits vier Jahre nach der Eheschließung.

Ihre Schwester Kasimire wurde 1769 die nächste Ehefrau Fürst Simon Augusts.

Nachkommen Aus ihrer Ehe hatte Marie Leopoldine einen Sohn: Leopold I. (1767–1802), Fürst zur Lippe-Detmold ⚭ 1796 Prinzessin Pauline Christine von Anhalt-Bernburg (1769–1820)

Literatur Eva Labouvie: Schwestern und Freundinnen: zur Kulturgeschichte weiblicher Kommunikation, S. 321 ff., Böhlau Verlag Köln Weimar, 2009

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