Giorgio Massari (* 13. Oktober 1687 in Venedig; † 20. Dezember 1766 ebenda) war ein Architekt des Spätbarock, der in Venedig, Friaul, Lombardei und Istrien tätig war. mini|hochkant=.8|Ca’ Rezzonico am Canal Grande
Leben Über das Leben und Wirken ist relativ wenig bekannt. Sein Vater Stefano stammt aus Treviso und war vermutlich Möbeltischler, in dessen Werkstatt Giorgio als Junge arbeitete. Wer ihn in die Architektur einführte ist nicht genau bekannt. Man vermutet, dass er ein Schüler Andrea Tiralis war. In den Jahren zwischen 1719 und 1721 scheint er beim Bau der Villa Pola in Barcon beschäftigt gewesen zu sein. 1734 starb Paolo Tamagnin, sein erster Auftraggeber, der Massari zum Universalerben mit der Auflage einsetzte, einen großen Teil der Erträge für die Wiederherstellung der Kirche San Giovanni in Bragora zu verwenden. 1735 heiratete er die Witwe Tamagnin und zog in deren Haus ein. 1737 wurde er zum „Proto“ (etwa Dombaumeister) von San Marco ernannt. Am 20. Dezember 1766 starb er in seinem Haus am Campiello del Piovan und wurde in der Kirche San Giovanni in Bragora begraben.
Werke miniatur|hochkant=0.7|Santa Maria della Pietà (Venedig) miniatur|hochkant=0.7|Palazzo Grassi
Massari steht in direkter Nachfolge von Andrea Palladio und Baldassare Longhena. In den späten Jahren begann er klassizistische Elemente in seinen Bauten zu verwenden.
Venedig 1726–1736: Santa Maria del Rosario (Gesuati) 1727: Scuola Grande di San Giovanni Evangelista (Kapitelsaal) 1727: Ehemaliges Ospizio dei Catecumeni (Haus für bekehrungswillige nicht-katholische Kriegsgefangene und Sklaven) 1728–1736: San Marcuola 1744–1760: Santa Maria della Pietà (Fassade stammt aus dem 20. Jh.) 1750–1753: Santa Maria della Fava (Vollendung) 1751: Uhrturm Markusplatz (Aufstockung der Flügelbauten) 1750–1758: Ca’ Rezzonico (Vollendung) 1748–1772: Palazzo Grassi
Venetien miniatur|hochkant=0.7|Villa Cordellina Lombardi Montecchio Maggiore: Villa Cordellina Lombardi Noventa Padovana: Villa Giovanelli Colona (Stiegenhaus) Asolo: Kathedrale Santa Maria Assunta (Umbau), 1747 S. Andrea di Cavasagra: Villa Cornaro (Umbau), 1750
Friaul Udine: Santo Spirito (Umbau) 1738 Udine: Sant’ Antonio (Fassade) 1733
Lombardei Brescia: Chiesa della Pace
Istrien Koper: Domkirche Maria Himmelfahrt (Umbau des Innenraums)
Literatur Antonio Massari: Giorgio Massari, architetto veneziano del Settecento. Vicenza 1971. Die Stadt Venedig – Wichtige Architekten in Venedig. (PDF; 13 kB) Vorlesung Baugeschichte, Hans-Georg Lippert, TU Dresden 2009/2010 Deborah Howard: The Architectural History of Venice. Holmes & Meier, New York 1987, p. 199.
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